04. Juli 2018 / 21:01 Uhr

"Einfach weltklasse" - Hertha BSC gewinnt Testspiel bei RSV Eintracht (mit Galerie)

"Einfach weltklasse" - Hertha BSC gewinnt Testspiel bei RSV Eintracht (mit Galerie)

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Herthas Lukas Klünter (l.) schirmt den Ball gegen Paul Langleist ab.
Hertha-Neuzugang Lukas Klünter (l.) gegen RSV-Kapitän Paul Langleist, der sein letztes Spiel für die Eintracht machte. © Benjamin Feller
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Testspiel: Hertha BSC gewinnt mit 7:0 beim RSV Eintracht. RSV-Kapitän Paul Langleist absolvierte seine letzte Partie.

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Als der Schlusspfiff ertönte, hatte der Sicherheitsdienst keine Chance mehr. Hunderte Kinder und Jugendliche stürmten am Mittwochabend den Sportplatz an der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Sraße, um Autogramme und Selfies von den Stars von Hertha BSC zu ergattern. Die beliebtesten Fotomotive: Arne Maier aus Ludwigsfelde und Stürmer Davie Selke. Da spielte das Ergebnis von 7:0 für den Fußball-Bundesligisten gegen den Landesligisten RSV Eintracht 1949 kaum eine Rolle. „Es ist einfach Weltklasse, wenn man sieht, was hier los ist“, sagte RSV-Trainer Patrick Hinze, der einst mit der B-Jugend der Berliner deutscher Meister wurde.

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Ein Highlight hatte er schon vor dem Spiel bei der Begrüßung von Gästetrainer Pal Dardai. „Es war schön, dass Pal noch meinen Namen kannte“, sagte Hinze. Auf dem Spielfeld waren die Berliner dann allerdings keine Freunde mehr. Schon nach fünf Minuten schlug es hinter Eintracht-Torwart Ken Straße ein, nachdem Trainersohn Palko Dardai von rechts geflankt hatte und Vladimir Darida volley verwandelte. Chance um Chance hatten Straße und seine Hintermannschaft abzuwehren, in den ersten zehn Minuten brannte es viermal im Strafraum.

In Bildern: RSV Eintracht - Hertha BSC 0:7 (0:5).


Der RSV Eintracht (rote Trikots) und Hertha BSC (blaue Trikots) betreten den Rasen in Stahnsdorf. Zur Galerie
Der RSV Eintracht (rote Trikots) und Hertha BSC (blaue Trikots) betreten den Rasen in Stahnsdorf. © Benjamin Feller

Doch dann zeigte auch der Landesligist in Person von Julian Rauch sein Können. Der Stürmer ließ Fabian Lustenberger alt aussehen, zog am Innenverteidiger vorbei in die Mitte und traf mit seinem Schuss nur das Außennetz. Auf der Gegenseite war dann Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic kaltschnäuziger und traf per Kopf zum 2:0 (19. Minute), zehn Minuten später dann zum 3:0. Dazwischen lag bei 30 Grad eine Trinkpause für die Akteure. Nur eine Minute nach Ibisevic traf Ondrej Duda (30.) mit einem Schuss von der Strafraumkante, ehe Rauch zum zweiten Mal zum RSV-Helden hätte werden können. Einen Pass in den Rücken der Hertha-Abwehr schoss er allerdings freistehend über das Tor von Hertha-Torwart Dennis Smarsch.



​Nur zwei Hertha-Tore im zweiten Durchgang


Der zweite Dennis im Hertha-Team – Jastrzembski – erhöhte mit dem Pausenpfiff zum 5:0. „Schade, dass wir in der ersten Halbzeit nicht ein Tor geschossen haben“, sagte RSV-Kapitän Paul Langleist. Der wurde in der zweiten Halbzeit mit viel Applaus ausgewechselt, es war sein letztes Spiel für die erste Mannschaft. „Vor 2000 Zuschauern sein letztes Spiel zu machen, das ist natürlich Wahnsinn“, sagte der 31-Jährige.

+++ Hier gibt´s den Liveticker zum Nachlesen +++

Zwei weitere Tore ließen die Stahnsdorfer noch in der zweiten Halbzeit zu. Davie Selke (53.) und Arne Maier (77.) trafen für die Berliner, die in der zweiten Hälfte mit zehn neuen Leuten aufliefen. „Die Geschwindigkeit in der ersten Halbzeit war richtig gut. Zweite Halbzeit war schwierig, aber das ist normal“, sagte Trainer Pal Dardai, der die Neuzugänge Pascal Köpke (erste Halbzeit), Lukas Klünter und Javairo Dilrosun (zweite Halbzeit) jeweils 45 Minuten einsetzte.

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