19. August 2020 / 09:15 Uhr

"Eingeschüchtert" und "gelähmt": So kommentiert die internationale Presse RB Leipzigs Aus gegen Paris

"Eingeschüchtert" und "gelähmt": So kommentiert die internationale Presse RB Leipzigs Aus gegen Paris

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Fußball: Bundesliga, Bayern München - Borussia Dortmund, 28. Spieltag am 08.04.2017 in der Allianz Arena in München (Bayern). Sokratis (l) und Marcel Schmelzer von Dortmund diskutieren nach Spielende miteinander. (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) Foto: Andreas Gebert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
Julian Nagelsmann musste die deutliche Überlegenheit des Gegners anerkennen. © Picture Point / Screenshots
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Nichts erinnerte an den furiosen Auftritt gegen Atletico Madrid. Gegen das starke Star-Ensemble von Paris Saint-Germain war RB Leipzig im Halbfinale der Champions League letztlich ohne Chance, auch weil sie ihre Stärken nicht auf den Platz brachten. Wir haben Reaktionen der deutschen und internationalen Presse zum 0:3 (0:2) gegen PSG gesammelt.

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Lissabon. Kapitän Yussuf Poulsen saß noch eine Weile auf dem Rasen des Estádio da Luz und versuchte, irgendwie den Moment zu genießen, trotz der klaren 0:3-Abfuhr durch das Starensemble von Paris Saint-Germain. Der Stürmer zog, wie er sagte, auch Kraft aus dem ernüchternden Augenblick wegen der Erkenntnis, dass er mit RB Leipzig in der Champions League schon bald wieder „ganz weit kommen“ will. Trainer Julian Nagelsmann gönnte seinem Profi die Minuten der Reflexion, er hatte ohnehin mit seiner Enttäuschung über das Halbfinal-Aus in der Königsklasse genug zu tun.

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DURCHKLICKEN: So kommentiert die Presse die Partie

L'Equipe (Frankreich): Nachdem die Pariser im Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo zittern mussten und lange zurück lagen, überließen sie es diesmal nicht dem Gegner, die Sache in die Hand zu nehmen. Ihr 4-3-3 war sehr gut organisiert, sie besetzten die Räume perfekt und ließen die Deutschen vor allem in der ersten Halbzeit viel laufen. Zur Galerie
L'Equipe (Frankreich): "Nachdem die Pariser im Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo zittern mussten und lange zurück lagen, überließen sie es diesmal nicht dem Gegner, die Sache in die Hand zu nehmen. Ihr 4-3-3 war sehr gut organisiert, sie besetzten die Räume perfekt und ließen die Deutschen vor allem in der ersten Halbzeit viel laufen." ©

„Aktuell überwiegt der Frust, das ist normal. Das muss auch so sein, um wieder die nötige Power zu sammeln für die neuen Aufgaben, die schon bald vor der Brust stehen“, sagte Nagelsmann. In den Rekordbüchern wird er mit 33 Jahren fortan als jüngster Trainer in einem Semifinale der Fußball-Champions-League geführt. Aber bei Nagelsmann hallte in Lissabon besonders die Aussichtslosigkeit nach, einen Sieg gegen das Team des französischen Meisters mit Neymar, Kylian Mbappé und den weiteren Stars zu erringen.

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Bis ganz nach oben fehlt diesen Leipzigern noch mancher Schritt. Die Euphorie nach dem 2:1 im Viertelfinale gegen Atlético Madrid war weg. „Der Gegner war heute übermächtig“, konstatierte Nagelsmann nach den Toren von Marquinhos (13. Minute), Angel di Maria (42.) und Juan Bernat (56.).

Die nächste Gruppenphase in der Champions League beginnt im Oktober. Dann könnte es ein schnelles Wiedersehen mit PSG geben. Und auch mit deren Trainer Thomas Tuchel. „Nach dem Abpfiff habe ich gesagt, Gratulation, viel Erfolg im Finale und bis bald“, berichtete Nagelsmann von der kurzen Kommunikation mit seinem einstigen Coach und heutigen Kollegen.

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