06. Juli 2020 / 11:38 Uhr

Einheit Frohburg gewinnt gegen Naunhof vor Zuschauern

Einheit Frohburg gewinnt gegen Naunhof vor Zuschauern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fans von Einheit Frohburg lassen es sich nicht nehmen ihre Mannschaft gegen Naunhof anzufeuern. Die Corona-Schutzregeln werden dabei exakt beachtet.
Fans von Einheit Frohburg lassen es sich nicht nehmen ihre Mannschaft gegen Naunhof anzufeuern. Die Corona-Schutzregeln werden dabei exakt beachtet. © Wolfgang Riedel
Anzeige

Vor knapp 100 Zuschauern gewinnt Einheit Frohburg seine Partie gegen den SV Naunhof mit 2:1. Die Naunhofer konnten in der 79. Minute noch zum 1:1 ausgleichen, doch am Ende kamen sie gegen die Defensive der Frohburger nicht an.

Anzeige

Frohburg. Bei bestem Fußballwetter mit teilweise hochsommerlichen Temperaturen waren die Rahmenbedingungen nicht ganz ideal. Das sonst garantiert gut gefüllte Frohburger Stadion musste offiziell mit Ausnahme einiger Offizieller und Ordner leer bleiben. Das hielt aber schätzungsweise rund 100 Zuschauer nicht auf, sich auf den Weg zu machen, die Partie zu verfolgen. Auf einer Wiese direkt am Stadionzaun wurden beispielsweise zwei große Traktoranhänger platziert, auf denen sich eine Meute heimischer Anhänger einfand, um ihre Mannschaft anzufeuern. Nach einer Abtastphase nahm das Spiel Fahrt auf. Zeins flachen Querpass nahm Jacob direkt und jagte die Kugel knapp über die Latte. Wenig später folgte eine ähnliche Kombination. Flanke Zein, Kopfball Jacob und Gräwel konnte per Glanzparade das 1:0 verhindern, indem er den Ball um den Pfosten lenkte. Ebenso reagierte er glänzend bei Sprangers Freistoß, welcher von einem Spieler in der Mauer per Kopf abgefälscht wurde und somit die Richtung wechselte.

Anzeige

Bei der größten Torchance im ersten Durchgang hatten alle schon den Torschrei auf den Lippen. Die Offensive spielte sich durch Naunhofs Defensive, bis schlussendlich Zein den Ball am Hüter vorbei Richtung Tor brachte. Es fehlten die berühmten Zentimeter, da Gerndt in höchster Not auf der Torlinie klären konnte. Auf der Gegenseite kam Müller im Einheit-Strafraum zum Kopfball, verfehlte aber das Gehäuse um einen guten Meter. Dies war gleichzeitig die einzig nennenswerte Naunhofer Torchance in der ersten Halbzeit. So ging es mit 0:0 nicht in die Kabinen – da dies in der Halbzeit nicht erlaubt ist, sondern in den Schatten am Rand des Stadions.

Überraschendes 1:1

Frohburg spielte in Halbzeit zwei von Beginn an mit Powerplay. Einen abgefangenen Angriff leitete Spranger direkt ins Zentrum, wo sich Minio und Jacob ein Kopfballduell lieferten. Von beiden verlängert ging der Ball Richtung Gästeabwehr, welche ausnahmsweise nicht gedankenschnell war und so machte sich Geißler auf die Reise. Mit all seiner Erfahrung umkurvte er den Torwart, ließ sich vom Druck des Naunhofer Abwehrspielers nicht irritieren und schob flach zum umjubelten 1:0 ein (56.).

Mehr zu Muldental

Der Matchplan war klar: Es sollte das 2:0 her – die Vorentscheidung. Frohburgs Angriffsbemühungen scheiterten aber entweder an Gräwel oder dem ebenfalls richtig starken Alexandropolos. Einen weiten Spranger-Einwurf konnte Eck am ersten Pfosten verlängern und Danny Pyrdek hätte am zweiten Pfosten in Ruhe zum 2:0 einnicken können – wäre er einen halben Schritt weiter vorn gewesen. Als das temporeiche Spiel und die hohen Temperaturen auf beiden Seiten ihren Tribut forderten, fiel das durchaus überraschende 1:1. Burkert lief mit vollem Tempo auf Schmidt zu und konnte sich durchsetzen. Bei seinem Querpass hatte René Böttcher wenig Mühe, den Ball aus Nahdistanz über die Linie zu drücken (79.).

Bärenstarken Defensive der Heimelf

Als der an diesem Tag sehr gut agierende Schiedsrichter Dominik Hildebrand die Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigte, wollten es alle noch einmal wissen. Frohburg bekam eine Reihe von Ecken, die aber allesamt nichts einbrachten, bis auf die letzte und an diesem Tag entscheidende. Der eingewechselte Domenik Kuhnitzsch flankte scharf auf den zweiten Pfosten, wo Matthias Wiese den Ball per Kopf und dabei einen Gegner tunnelnd zurück ins Zentrum brachte. Kapitän Sebastian Zschalich war gedankenschneller als sein Gegenspieler und damit einen halben Schritt eher am Spielgerät. Im Fallen konnte er den Ball mit der Spitze des linken Fußes über die Linie drücken und der Jubel war groß (90.+2) – um es mal zurückhaltend auszudrücken.

Dieser Moment mit 300 Zuschauern im Stadion hätte wohl noch mal eine andere, völlige Ektase verursacht, aber es durfte zum Leidwesen vieler nicht sein. Naunhof warf nun natürlich alles nach vorn, kam aber gegen die an diesem Tag wieder bärenstarken Defensive der Heimelf um Zschalich, Wiese und Schmidt zu keinem weiteren Abschluss.

Schlussendlich ein völlig verdienter Sieg der Einheit in einem von den Zuschauern attestierten „richtig geilen Spiel“. In dem sich beide Teams nichts schenkten und nach Abpfiff sichtlich kraftlos und völlig erschöpft waren.

asp