14. Juni 2020 / 13:34 Uhr

Einheit Frohburg schießt Machern ab - Wurzen II gewinnt nach Verlängerung

Einheit Frohburg schießt Machern ab - Wurzen II gewinnt nach Verlängerung

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Der Favorit aus Frohburg marschiert weiter durch den Kreispokal Muldental. © Imago/Schiffmann
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Die Pflichtaufgabe erfüllt die Mannschaft von Trainer Andre Thieme souverän. Einheit Frohburg überrollt im Kreispokal-Achtelfinale den FSV Machern mit 11:0. Spannender war es bei der Partie von SG Roßwein II/Marbach II gegen Frisch Auf Wurzen II. Erst in der Verlängerung können die Wurzener das Spiel für sich entscheiden und fahren am Ende einen 5:1-Sieg ein.

Muldental. Die unglaubliche Hitze erschwerte beiden Mannschaften den Einstieg in den Wettkampfbetrieb nach der langen Auszeit. Dennoch war den Akteuren die Lust anzumerken, endlich wieder kicken zu dürfen. Etwa 75 Fans (davon mehr als die Hälfte aus Frohburg) ließen es sich nicht nehmen, das Geschehen von außerhalb des Geländes aus zu beobachten. Die Einheit-Fans zahlten sogar freiwillig „Eintritt“ und leisteten dem Gastgeber damit eine Spende für die Entschädigung des Schiedsrichtergespanns um Torsten Opelt vom Falkenhainer SV.

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Der Rasen im Sportpark an der Goethestraße war in der Corona-Pause zwar mit 15 Tonnen Erde aufgebessert worden, befand sich aber immer noch in einem schlechten Zustand. Die klar favorisierten Rennstädter machten von Beginn an Druck, ohne sich zunächst zwingende Chancen heraus zu arbeiten. So dauerte es fast eine Viertelstunde, bevor Domenik Kuhnitzsch den Bock umstoßen konnte. Nach einem Grundliniendurchbruch und anschließendem Querpass von Andre Spranger schob er zur Führung des Kreisoberligisten ein (14.). Es folgten zwei Kopfballtreffer von Matthias Wiese nach Ecken von Kuhnitzsch und Spranger (16., 19.), wodurch die Begegnung praktisch bereits entschieden war.

Machern völlig überfordert

Ein Dreierpack von Philipp Jacob (35./Vorarbeit Silvo Kruggel, 37./per Kopf nach Flanke von Toni Frank, 46./Geschenk der Einheimischen) machte das halbe Dutzend voll. Danach erzielte Wiese sein drittes Tor, erneut mit einem Kopfball nach einer Ecke von Kuhnitzsch (50.). Ebenfalls per Kopf erfolgreich war Alexander Steinbach, die Eingabe kam von Kruggel (68.). Anschließend markierte Jacob unter gütiger Mithilfe der Hausherren seinen vierten Treffer (72.), bevor Domenic Zein nach Vorlage von Danny Pyrdek das zweistellige Ergebnis perfekt machte (84.). Jacobs Tor Nummer Fünf besiegelte wenig später das Schlussresultat, Christian Geißler hatte aufgelegt (90.).

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Nachdem die Frohburger nach einer knappen Stunde einen vierfachen Spielerwechsel vorgenommen hatten, ließen sie es übrigens ein wenig ruhiger angehen. Für Trainer Andre Thieme beinahe schon zu ruhig. Allerdings drohte keine Gefahr, denn der B-Nord-Vertreter hatte in der gesamten Partie lediglich eine halbe Tormöglichkeit zu bieten. Die Macherner waren mit der Aufgabe völlig überfordert, blieben aber stets fair, gaben nie auf und nahmen die ganze Sache mit Humor.

Wurzen mit längeren Atem

Insbesondere der gastgebende B-Süd-Ligist hatte sich mit Spielern aus der ersten Mannschaft erheblich verstärkt. In Front zog jedoch die in der Kreisliga A-Ost beheimatete zweite Garnitur der Keksstädter, als Tom Reiche zur Stelle war (9.). Dessen Team hatte sich am Donnerstag mit einem 7:4-Testspielsieg beim Kreisoberligisten TSV Großsteinberg so richtig warm geschossen. Den Ausgleich der Verbands übergreifenden Spielgemeinschaft durch Nico Peschel konnten die Gäste allerdings nicht verhindern (31.).

Bei diesem Zwischenstand blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit, so dass der Unparteiische Abdullahi Ahmed Ali vom Döbelner SC die Mannschaften im Stadion an der Haßlauer Straße in die Verlängerung schicken musste. In dieser machte die die Frisch Auf-Truppe ihrem Namen alle Ehre, hatte den längeren Atem und sicherte sich das Weiterkommen. Paul Pautze (102.), Frank Matthes (107.).


Marcel Handau (112.) und Toni Miszler (114.) zeichneten mit ihren Treffern dafür verantwortlich. Die Wurzener hatten im Verlauf des Matches eindeutig die verheißungsvolleren Chancen, während der Platzbesitzer seine Torgelegenheiten ziemlich kläglich vergab. So geht das Ergebnis letztlich absolut in Ordnung, wenngleich es hinten heraus ein wenig zu hoch ausfiel.