11. August 2021 / 16:30 Uhr

Einiges anders und viel Abstiegsdruck: Sachsenliga startet in die Saison

Einiges anders und viel Abstiegsdruck: Sachsenliga startet in die Saison

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild Fußball
Die Sachsenliga ist in dieser Saison prall gefüllt. © Thomas Manthey
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Die Sachsenliga startet mit 20 Teams am Freitag in die neue Saison. Dabei wird einiges anders ablaufen, als gewohnt. Zum Auftakt empfängt der Radebeuler BC den SC Freital. 

Leipzig. Am Freitagabend wird die neue Saison der Fußball-Sachsenliga mit dem Spiel Radebeuler BC gegen SC Freital eröffnet. Das Match im Weinbergstadion ist eher aus Dresdner Sicht von Interesse, aus Leipziger geht das Spieljahr erst am Sonnabend los. Die Kickers Markkleeberg empfangen 15 Uhr Eintracht Niesky, zur gleichen Zeit tritt Blau-Weiß bei Motor Marienberg und die SG Taucha bei Empor Glauchau an. Am Sonntag, 15 Uhr, gastiert der SSV Markranstädt in Dresden-Laubegast beim FV 06.

Die mit 20 Teams immer noch aufgeblähte Liga soll stufenweise wieder auf die Normalstärke 16 abgespeckt werden. Fürs kommende Jahr werden zunächst 18 Vereine angestrebt, um das „Abstiegsschwert“ nicht noch schärfer zu machen. Denn im ungünstigsten Fall, wenn drei sächsische Vereine den Oberliga-Verbleib verfehlen, könnte es acht Absteiger aus der Sachsenliga geben.

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Dies tritt allerdings nur dann ein, wenn zugleich gar kein Sachsenligist in die Oberliga will, was sehr unwahrscheinlich ist. Doch selbst sieben oder sechs Absteiger glichen einem „Blutbad“ in der Abstiegsrunde. Denn eine solche wird es diesmal geben, nach der Hinrunde, sprich 19 Spieltagen, wird das Feld in Auf- und Abstiegsfeld zu je zehn Mannschaften geteilt. Dort spielt man dann im Frühjahr unter sich eine einfache Runde von neun Spieltagen, die Punkte der Hinrunde werden mitgenommen.

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Sund: "Liga ist wie eine Wundertüte"

Die Markkleeberger, die als einzige der hiesigen Vertreter mit einem Heimspiel starten, wissen, dass sie wahrscheinlich in der „Kellerrunde“ landen werden. „Das zu vermeiden wäre zwar ideal, ist aber ganz schwierig für uns“, bekennt Kickers-Trainer Christian Sund. „Man muss sich nur mal die Platzierungen der letzten Jahre ansehen.“ Das lassen wir, um nicht in Trübsal zu versinken, an dieser Stelle lieber sein.

Sund weiß zugleich: „Die Liga ist momentan wie eine Wundertüte, man weiß nicht, wie die anderen Corona überstanden haben.“ Den diesmal vom Sächsischen Fußball-Verband (SFV) gewählten Saisonmodus findet der Kickers-Coach nachvollziehbar: „Es gibt für jede Lösung Für und Wider, aber die insgesamt 28 Spieltage sind lösbar.“ Wenn Corona nicht wieder dazwischenfunkt und große Spielpausen oder gar wieder einen Saisonabbruch nötig macht, wäre zu ergänzen.

Während die in der 1. Landespokalrunde mit einem Freilos ausgestatteten Sund-Schützlinge ein Testspiel beim Landesklassisten ESV Delitzsch 2:0 gewannen, fing sich ihr Samstagsgast Eintracht Niesky zur gleichen Zeit beim VfL Pirna-Copitz eine 1:7-Klatsche ein, „Das hat mich gar nicht gefreut, ich musste das bei meinen Jungs gleich relativieren, denn wir können es uns nicht leisten, auch nur einen Gegner zu unterschätzen, egal wie er zuvor gespielt hat“, erklärt der Trainer warnend. Auch, dass Torwart Steven Braunsdorf für zwei, drei Wochen verletzt ausfallen wird, schmeckt ihm natürlich nicht, wenngleich Ersatzkeeper Pascal Kretzschmar sein Vertrauen genießt. Ansonsten haben die Kickers zum Start im Sportpark Camillo Ugi alle Mann dabei.