13. April 2021 / 17:03 Uhr

Einigung beim Sachsenpokal: Alle Zeichen stehen auf Grün

Einigung beim Sachsenpokal: Alle Zeichen stehen auf Grün

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hermann Winkler
SFV-Präsident Hermann Winkler und die noch im Sachsenpokal verbliebenen Mannschaft haben sich zwecks Fortsetzung des Turniers einigen können. © Luise Böttger
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Kurz vor Ablauf der Frist konnte eine Einigung mit allen Teilnehmern erzielt werden. Nur noch sieben Vereine bleiben im Rennen um den Sachsenpokal. Die restlichen zehn erhalten eine Entschädigung von jeweils 3.500 Euro. Die Sachsenliga und Landesklasse stehen dagegen wohl vor einem Saisonabbruch.

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Leipzig. Die Entscheidung ist gefallen: Der Fußball-Sachsenpokal wird mit sieben statt den 17 noch im Wettbewerb befindlichen Vereinen fortgesetzt. Dies teilte der Sächsische Fußball-Verband (SFV) dem SPORTBUZZER mit. Alle 17 Klubs unterschrieben bis zum Dienstag die entsprechenden Änderungsverträge. Darin wird festgelegt, dass der Pokal mit den Dritt- und Viertligisten weitergeführt wird. Denn nur diese stehen momentan im Trainingsbetrieb. Als Entschädigung erhalten die anderen zehn Vereine jeweils rund 3.500 Euro, die sie beim Erreichen des Viertelfinals bekommen hätten.

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Die Entscheidung entwickelte sich aber zu einer Last-Minute-Angelegenheit, da bis wenige Stunden vor Fristablauf der Landesklasse-Vertreter Dresdner SC noch keine Zusage gegeben hatte. Zu benachteiligt fühlten sich die Landeshauptstädter. Verknüpft mit einer Forderung stimmten sie zähneknirschend dann aber doch zu. Für mehr Spannung und Wettbewerbsgleichheit sollen, so der DSC, alle Profivereine zukünftig schon ab der ersten Pokalrunde mitspielen.

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SFV-Präsident Hermann Winkler hatte persönlich mehrfach mit DSC-Vertretern telefoniert. Letztlich stimmten die Dresdner auch deshalb zu, weil sie sich nicht den Schuh des alleinigen Buhmanns anziehen wollen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Klubs hervor. Auch der VFC Plauen und der FC Inter Leipzig reichten erst am Dienstag ihre Zusagen zum Kompromiss ein.

Am Samstag wird das SFV-Präsidium dem Vorschlag zustimmen, die Auslosung soll am Montag erfolgen. Auch ein Leipziger Derby zwischen Lok und Chemie wäre dann möglich – wie alle Spiele freilich ohne Zuschauer. Als Viertelfinaltermin ist der 1./2. Mai vorgesehen. Ein Klub erhält ein Freilos fürs Halbfinale.

Abbruch der Sachenliga und Landesklasse?

Die Meisterschaft in Sachsenliga und Landesklasse hingegen wird aller Voraussicht nach komplett abgebrochen, da selbst die Hinrunde bis 30. Juni nicht mehr abgeschlossen werden kann. Darüber sollen SFV-Präsidium und -Vorstand am Samstag abschließend befinden. Es gibt vom Verband den Vorschlag, die Wertung der bisherigen Spiele zu annullieren, Auf- und Absteiger zwischen Sachsenliga und Landesklasse soll es nicht geben. Über die Pokal-Regelung sowie den geplanten Saisonabbruch informierte Winkler am Dienstag die Vereine in einer Videoschalte. 56 Klubs hatten sich dafür angemeldet.

Der SFV empfiehlt den Kreisverbänden, diesem Entschluss zu folgen. In Dresden Stadt und im Landkreis Leipzig soll weitergespielt werden. Der Fußball-Verband der Stadt Leipzig wird dem Vorschlag des Landesverbandes hingegen höchstwahrscheinlich entsprechen. Für den Pokalwettbewerb auf Stadtebene bestehen noch geringe Chancen, dass er zu Ende geführt wird.

lvz, Frank Müller