23. Mai 2020 / 19:09 Uhr

Einmal mit Fans, einmal ohne: VfL zum zweiten Mal in Folge ohne Heim-Tor

Einmal mit Fans, einmal ohne: VfL zum zweiten Mal in Folge ohne Heim-Tor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Keine Tore: Weghorst, Steffen und Co. gingen leer aus
Keine Tore: Weghorst, Steffen und Co. gingen leer aus
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Daheim läuft es gerade nicht so gut mit dem Torschießen: Zum ersten Mal in dieser Saison ist der VfL Wolfsburg in zwei aufeinanderfolgenden Liga-Spielen ohne eigenen Tor-Erfolg geblieben. Beim 0:2 gegen Dortmund war Renato Steffen besonders dicht dran.

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Im letzten Bundesliga-Heimspiel vor der Corona-Pause hatte es für den VfL Wolfsburg ein 0:0 gegen RB Leipzig gegeben, im ersten Heimspiel nach dem Break folgte nun ein 0:2 gegen Borussia Dortmund. Zwei Liga-Partien in der VW-Arena ohne eigenen Treffer - das hatte es zuletzt vor mehr als zwei Jahren gegeben, damals folgte einem 0:1 gegen Schalke ein 0:0 gegen Augsburg.

Kein Tor gegen Dortmund - dabei hatte Trainer Oliver Glasner den VfL überraschend offensiv aufgestellt. Wout Weghorst und Daniel Ginczek agierten als Doppelspitze, unterstützt von Admir Mehmedi und Renato Steffen auf den Flügeln. Funktioniert hat es nicht, ein Weghorst-Kopfball war die einzige VfL-Strafraumaktion in der gesamten (!) ersten Halbzeit. Glasner: "Wir sind enttäuscht, weil wir verloren haben. Wir haben in der ersten Halbzeit das, was wir uns vorgenommen haben, nicht so gut auf den Platz bekommen. Wir waren zwar gut organisiert und haben Dortmund sehr wenig Torchancen gegeben, aber wir waren bei eigenem Ballbesitz zu anfällig für Fehler."

<b>Koen Casteels</b>: Da, wenn er gebraucht wurde, musste jedoch nie sein ganzes Können auspacken, beim Gegentor chancenlos. Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Da, wenn er gebraucht wurde, musste jedoch nie sein ganzes Können auspacken, beim Gegentor chancenlos. Note: 3 ©

Nach der Pause und der Auswechslung von BVB-Abwehrchef Mats Hummels wurde es besser, vor allem Steffen kam in gute Abschluss-Situationen, traf einmal die Oberkante der Latte. "Da sind wir besser rausgekommen", so der Schweizer nach der Partie, "auch durch meine Chance - bei der ich eigentlich den Ausgleich hätte machen müssen, vielleicht kippt das Spiel dann. Aber es passt ein bisschen zum Spiel, dass ich den nicht mache..." Und so bleibt Steffen bei fünf Rückrunden-Toren stehen - damit ist er aber nach wie vor der gefährlichste VfL-Angreifer in diesem Kalenderjahr.

Der Gegner zeigte derweil, wie Effizienz geht: Dortmund hatte zwar einen Torschuss weniger als der VfL (6:7 - in der Summe klägliche 13 insgesamt), war aber zweimal erfolgreich. "Dortmund war ballsicherer und hat weniger unforced Errors gemacht", so Glasner. "Und sie haben zweimal aufs Tor geschossen, beide Bälle waren drin. Wir hatten auch zwei gute Möglichkeiten, haben davon aber keine genutzt, deswegen hat Dortmund gewonnen."

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Kein Tor in der guten Phase nach der Pause - für den VfL-Fanbeauftragten Holger Ballwanz war das der Moment, in dem die eigenen Fans dem Team am meisten gefehlt haben: "Wenn da noch mal der Push von den Rängen kommen kann, ist das vielleicht eine andere Situation." Mit fehlendem Mut dagegen, so befand es Glasner, habe die Torlosigkeit nichts zu tun gehabt. Glasner: "Wir wollten mutig spielen, aber wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, das hat uns etwas entmutigt. Wir haben in der ersten Halbzeit in gefährlichen Situationen den Ball zu leichtfertig hergegeben."

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BVB-Jubel vor leeren Rängen Zur Galerie
BVB-Jubel vor leeren Rängen ©

In der Halbzeit hatte es dann offenbar klare Worte gegeben. "Da haben wir gesagt, dass wir es viel besser können bei eigenem Ballbesitz", so Glasner. Der Effekt der Ansprache sei dann in Ordnung gewesen. "Mit der Leistung in der zweiten Halbzeit bin ich sehr zufrieden – speziell mit den 25 Minuten nach der Halbzeit, da waren wir dominant, haben Dortmund da teilweise eingeschnürt in ihrer Hälfte, hatten eine riesen Ausgleichschance von Renato. Eine tolle Aktion. Wie es dann gegen eine Spitzenmannschaft ist – in dieser Phase hätten wir den Ausgleich benötigt, aber Borussia Dortmund hat dann mit einem Konter das Spiel für sich entschieden. Und deswegen sind wir jetzt auch enttäuscht."

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Immerhin: Platz sechs hat der VfL auch ohne eigenes Tor erst einmal verteidigt - denn der SC Freiburg kassierte eine 0:1-Niederlage gegen Werder Bremen. Dem FC Schalke 04 allerdings reicht am Sonntag beim Spiel gegen den FC Augsburg ein Punkt, um Wolfsburg vorerst wieder aus den Europa-League-Rängen zu verdrängen.