03. November 2021 / 17:41 Uhr

Eins oder Aus: In Wolfsburgs Gruppe ist für alle noch alles drin

Eins oder Aus: In Wolfsburgs Gruppe ist für alle noch alles drin

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburgs Sieg macht die Gruppe eng: Sportdirektor Schäfer freut sich darüber, dass der VfL wieder alles in eigener Hand hat.
Wolfsburgs Sieg macht die Gruppe eng: Sportdirektor Schäfer freut sich darüber, dass der VfL wieder alles in eigener Hand hat. © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg hat nach dem Sieg gegen Salzburg weiterhin Chancen aufs Weiterkommen - und in der wohl spannendsten Gruppe der Champions League plötzlich alles wieder in eigener Hand. Sportdirektor Schäfer: "Wir sind nicht in der Situation, dass wir Daumen drücken müssen."

Der VfL Wolfsburg gewann 2:1 gegen Salzburg, der FC Sevilla verlor 1:2 gegen Lille - seit Dienstagabend ist die Wolfsburg-Gruppe die wohl spannendste in der Champion League. Denn für alle ist zwei Spieltage vor Schluss noch alles drin - vom Gruppensieg bis zum Aus. VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer. "Die Gruppe hat das gehalten, was sie versprochen hat. Nach der Auslosung hatten alle gesagt: Das ist eine ausgeglichene Gruppe. Und jetzt sehen wir, dass sie genau das tatsächlich ist."

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Ganz vorn thront RB Salzburg mit sieben Zählern, dahinter mit je fünf der OSC Lille und die Wolfsburger, ganz hinten, aber in Schlagdistanz ist nun Sevilla (drei Zähler). "Mit dem Sieg haben wir uns wieder eine realistische Möglichkeit verschafft, in der Champions League zu überwintern", freute sich VfL-Coach Florian Kohfeldt. Dennoch sieht er sein Team "nicht im Vorteil, sondern wir müssen weiter liefern". Aber, so Schäfer: "Wir sind nicht in der Situation, dass wir Daumen drücken müssen, sondern haben selbst noch alles in eigener Hand."

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Das nächste Königsklassen-Spiel in drei Wochen beim FC Sevilla wird vorentscheidend sein, danach spielt der VfL noch daheim gegen Lille. Sollte es in beiden Spielen nur einen Punkt geben, wären die Wolfsburger wohl komplett raus. Aber schon bei zwei Unentschieden wäre die Europa League sicher. Und wenn es einen Sieg und eine Niederlage gibt, könnte der VfL theoretisch sogar mit negativem Torverhältnis Gruppensieger werden...

Viel Rechnerei - was zählt, sind die Leistungen auf dem Platz. Ein Sieg in drei Wochen in Sevilla wäre ein großer Schritt in Richtung Achtelfinale. "Wir haben jetzt ein schwieriges Spiel", weiß Kohfeldt vor dem Duell mit den Spaniern, die möglicherweise auf einen ihrer besten Akteure verzichten muss. Jesus Navas zog sich beim 1:2 gegen Lille eine Muskelverletzung zu, könnte im Rückspiel ausfallen. "Er ist verletzt, das ist ein harter Schlag für uns", so Sevilla-Coach Julen Lopetegui vorm Derby am Sonntag bei Real Betis Sevilla. "Wir bereiten uns auf dieses Spiel vor. Wir müssen uns mental und physisch gut für das Derby regenerieren, bei dem wir alle wissen, um was es geht."

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Klar scheint schon jetzt: Im Gruppenphasen-Finale am 8. Dezember gegen Lille geht's für den VfL auf jeden Fall um viel. Und womöglich kommen dann auch mehr Fans in die VW-Arena als die 16.200, die am Dienstag da waren. "Wir wünschen uns immer ein ausverkauftes Haus, aber wir wissen, dass das aus unterschiedlichen Gründen im Moment nicht so ist", sagt Schäfer. Die Stimmung allerdings passte gegen Salzburg. "Man hat gemerkt, dass der Funke vom Platz auf die Ränge übergesprungen ist. Es war ein toller Champions-League-Abend. Ich denke, dass die, die da waren, zufrieden nach Hause gegangen sind. Und wenn wenn sie positiv über dieses Spiel reden, motiviert das beim nächsten Mal vielleicht wieder mehr."

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