01. November 2020 / 15:12 Uhr

Zehn glasklare Möglichkeiten: Werderaner FC verpasst Dreier in Falkensee

Zehn glasklare Möglichkeiten: Werderaner FC verpasst Dreier in Falkensee

Rainer Goldbach
Märkische Allgemeine Zeitung
Tim Dethloff schoss den Ausgleich für den WFC.
Tim Dethloff schoss den Ausgleich für den WFC. © Benjamin Feller/Archivbild
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Brandenburgliga: Der Werderaner FC kann beim SV Falkensee-Finkenkrug zahlreiche Chancen nicht nutzen.

SV Falkensee-Finkenkrug - Werderaner FC Viktoria 1920 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Elias Eckert (39.), 1:1 Tim Dethloff (65.). Zuschauer: 150

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„Wir wollen, weil wir die fußballerisch bessere Mannschaft sind, gewinnen und einem Erfolg in die Corona bedingte Zwangspause mitnehmen,“ war die Maxime von Ingo Hecht vor der Fahrt ins Havelland. Auf schmierigem, seifigem Untergrund fanden die Werderaner besser ins Spiel und hatten nach Zuspiel von Raul Eric Sommer, er stand für Rico Eichstädt in der Startelf, durch Patrick Richter in der vierten Minute die erste Chance. Sein Kopfball landete jedoch in den Armen von Marius Süßmann im Gehäuse der Gastgeber. Nach einem Abschluss von Daniel Mazar (10. Minute) übernahmen die Blütenstädter zunehmend die Spielkontrolle.

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Nach einem Foulspiel an Ramazan Günel zeigte der Schiedsrichter auf den ominösen Punkt. Richter schnappte sich das Spielgerät, scheiterte jedoch an Süßmann, der den Ball aus dem unteren Eck kratzte. Eine Zeigerumdrehung später stand Richter, der den Ball an die Latte knallte, wieder erfolglos vor dem gegnerischen Keeper. Auch einen strammen Schuss von Tim Dethloff lenkte Süßmann, der seinem Team mehrfach die Null rettete, über die Latte. Kurz darauf stand wieder Richter im Mittelpunkt des Geschehens. Nach Kopfball von Max Teichmann traf er dieses Mal den Pfosten.

Völlig unerwartet die Führung für die Gastgeber. Teichmann brachte seinen Mitspieler Henrik Müller, der auf dem glitschigen Untergrund ausrutschte, mit einem unsauberen Zuspiel in die Bredouille und Elias Eckert erzielte mit dem ersten Torschuss der Gastgeber die sehr glückliche Führung (39.). Fast mit dem Pausenpfiff kam es zum erneuten Duell zwischen Richter (frei vor dem Tor) und Süßmann. Auch dieses Mal hieß der Sieger Süßmann.

Torwart Marius Süßmann mit mehreren Glanzparaden

In der 2. Halbzeit belohnten sich die Gäste endlich für ihre bis dahin sehr gute Vorstellung. Nun mit Laszlo Kovacs für Sommer traf Dethloff nach einer guten Kombination in der 50. Minute zum längst fälligen Ausgleich. Nun drängten die Viktorianer auf den Treffer zum angestrebten Dreier. Der Mann des Spiels, Marius Süßmann, vereitelte jedoch weitere Möglichkeiten von Kovacs (57.), Tim Steuk (63.), Günel (78.), Kornemann (80.) und Richter (84.). In den letzten Minuten konnten sich die Gastgeber etwas von dem Druck befreien und wurden mit einem Punkt für ihre hohe kämpferische Leistung belohnt.

Ein enttäuschter Ingo Hecht sprach von zehn glasklaren Möglichkeiten, die seine Mannschaft nicht nutzte. „Nach einer sehr guten ersten Halbzeit haben wir letzten Endes versucht, den Erfolg zu erzwingen. Es ist uns nicht gelungen, den Klassenunterschied auf die Anzeigetafel zu kriegen“, so Ingo Hecht im Anschluss.


Werderaner FC Viktoria: Spangenberg – Günel, Müller, Teichmann, Muschter – Omerdic (78. Kornemann), Steuk, Albrecht, Sommer (46. Kovacs) – Dethloff, Richter.