24. Februar 2021 / 18:03 Uhr

Einstand mit Eigentor: Klostermann erinnert sich beim Daddeln an Debüt bei RB Leipzig

Einstand mit Eigentor: Klostermann erinnert sich beim Daddeln an Debüt bei RB Leipzig

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Abseits vom Platz: RB-Profi Lukas Klostermann an der RBLZ-Konsole. 
Abseits vom Platz: RB-Profi Lukas Klostermann an der RBLZ-Konsole.  © GEPA pictures/ Roger Petzsche
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Hat die Trikotnummer von Lukas Klostermann eine Bedeutung? Kann sich der Verteidiger an seinen ersten Einsatz für RB Leipzig erinnern? Antworten auf diese Fragen gab es beim Gaming-Event „Red Bull Zockt“. Eines der größten FIFA-Talente nahm zudem ungeplant teil.

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Leipzig. RB Leipzigs Lukas Klostermann kann nicht nur auf dem Bolzplatz zocken. Der Defensivmann stand beim letztlich souveränen 3:0-Sieg bei der "Alten Dame" Hertha zweimal goldrichtig, verhinderte durch Einsatz und Timing zwei mögliche Gegentreffer.

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Unvergessenes RB-Debüt

Der 24-Jährige liefert aber auch an der Konsole. Beim eSports-Event „Red Bull Zockt“ war der Nationalspieler am Dienstagabend am Start und plauderte beiläufig aus dem Nähkästchen. Auf dem Gaming-Kanal von Red Bull duellierte sich der Westfale mit dem Streamer Amar bei einigen Partien Fortnite. Schon als Kind forderte Klostermann seine Nachbarn zum Daddeln auf dem Game Boy heraus. „Das ist Nostalgie pur und war damals richtig geil“, so der Fußballer. Heiß auf Antworten des RB-Profis waren die Zuschauer der eSports-Veranstaltung allemal. Die involvierten Fans blieben beharrlich mit Fragen zum Upamecano-Abgang, wurden statt dessen aber mit anderen Informationen aus der RBLZ-Gaming-Zentrale gefüttert – wie dem ersten Pflichtspieleinsatz anno 2014. Dieser bleibt Klostermann unvergessen.

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„Das war ein richtig guter Start – ich habe ein Eigentor geschossen“, so der Verteidiger. „Ich musste zum Ball vom Gegner hingrätschen, bekomme den übers Schienbein und der fliegt perfekt ins Tor.“ Der Treffer landete im Pokalspiel gegen den FC Erzgebirge Aue in den Leipziger Maschen. „Es stand die ganze Zeit 0:1, in der Verlängerung haben wir dann gewonnen.“ Das zu diesem Zeitpunkt von Alexander Zorniger trainierte Team siegte 3:1.



Klostermann gibt 16 nicht mehr her

Für den damals 18-Jährigen ging es steil aufwärts: von der zweiten Liga ins Oberhaus, in die Champions-League und den Kader der DFB-Elf. „Es gab nicht viele geilere Momente als die Nominierung für die Nationalelf“, so Klostermann. Joachim Löw berief ihn im März 2019 in sein Team.

Wehmütig wird der Kicker allerdings im Hinblick auf den zwölften Mann. Das letzte Spiel vor vollen Rängen sei schon über ein Jahr her. „Ein volles Stadion gibt einem ganz viel. Das vermisst man total.“ Der RB-Profi findet es „extrem schade“, dass das Champions-League-Achtelfinale gegen Liverpool nicht auf der Insel steigt. „Dort mal mit Fans zu spielen – an der Anfield Road – wäre mega gewesen.“

Trainingslager beim eFootballer des Jahres

Der Profi, der mit der 16 auf dem Laibchen aufläuft, wartet zumindest noch auf „den positiven Moment, in dem Tränen fließen.“ Seine Trikotnummer habe übrigens keine spezielle Bedeutung, verrät Klostermann. „Ich habe mir nichts dabei gedacht.“ Hergeben würde er die Nummer aber inzwischen auch nicht mehr.

Highlight des Gaming-Abends: Zum Duo Klostermann und Amar gesellte sich kurzerhand RBLZ-Star Umut Gültekin und musste ein, zwei Runden mitzocken – sehr zur Freude der Gaming-Fans. Der 18-Jährige wurde jüngst als eFootballer des Jahres 2020 ausgezeichnet. Doch dessen Gaming-Künste waren im Grunde nebensächlich. Am Dienstagabend ging es nur um den Spaß an der Freude. Die habe Klostermann beim FIFA-Zocken auf jeden Fall nicht, wenn er verliere. „Da verliere ich die Lust“, weshalb der Fußball-Profi beim FIFA-Profi ein Trainingslager buchen will.

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