20. November 2020 / 09:15 Uhr

Adi Hütter bestätigt Transfer-Gespräche: Darum verzichtete Eintracht Frankfurt auf Max Kruse

Adi Hütter bestätigt Transfer-Gespräche: Darum verzichtete Eintracht Frankfurt auf Max Kruse

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eintracht-Trainer Adi Hütter (links) ist von Union-Angreifer Max Kruse überzeugt. Fast wäre der Ex-Nationalspieler im Sommer 2019 in Frankfurt gelandet.
Eintracht-Trainer Adi Hütter (links) ist von Union-Angreifer Max Kruse überzeugt. Fast wäre der Ex-Nationalspieler im Sommer 2019 in Frankfurt gelandet. © Getty Images/Montage
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Eintracht Frankfurt beschäftigte sich im vergangenen Jahr mit einem Transfer von Max Kruse. Doch damals scheiterte der Transfer. Der Bundesligist aus Hessen versuchte es in diesem Sommer nicht erneut. Und das hatte laut Trainer Adi Hütter einen besonderen Grund.

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Max Kruse befand sich im Sommer 2019 im Visier von Eintracht Frankfurt. Nach seinem Vertragsende bei Werder Bremen beschäftigten sich die Hessen mit einer Verpflichtung des Offensivstars, wie Eintracht-Trainer Adi Hütter in einem Interview mit der Bild erklärte: "Es hat vor einem Jahr Gespräche gegeben zwischen Fredi Bobic, Bruno Hübner und seinem Management. Er wäre ein Spieler, der uns sicherlich gut tun würde mit seiner Kreativität."

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Zum Transfer vor etwa eineinhalb Jahren kam es bekanntlich nicht. Kruse wechselte in die türkische Süper Lig zu Fenerbahce Istanbul, wurde dort aber nicht glücklich. Kruse hatte seinen Vertrag bei Fener wegen erheblicher Gehaltsrückstände gekündigt und kehrte nach einjährigem Gastspiel in der Türkei in die Bundesliga zurück - zu Union Berlin und nicht zu Eintracht Frankfurt. "Wir haben mit Daichi Kamada einen Spieler gefunden, der ein anderer Typ ist, aber einer, den wir vielleicht eines Tages teuer verkaufen werden. Ob das bei Kruse noch mal der Fall wäre, weiß ich nicht", sagt Hütter.

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Erneute Verhandlungen mit Kruse im vergangenen Sommer habe es nicht gegeben. Auf eine Frage nach den Gründen dafür antwortete der Eintracht-Trainer: "Was hätten Sie gemacht, wenn Sie mit Kamada einen jungen Spieler haben, der eine gute Saison gespielt hat – und dann Kruse holen, der sich bei Eintracht nicht auf die Ersatzbank setzen würde? Was machen Sie dann mit Kamada? Wo es ein Teil der Philosophie des Vereins ist, junge Spieler weiter zu entwickeln, um sie verkaufen zu können. Kamada ist ein junger Spieler, der Potenzial hat."

Der 14-malige Nationalspieler Kruse lief neben Bremen auch für den FC St. Pauli, den SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach und den VfL Wolfsburg auf. In bisher 257 Spielen in der Bundesliga gelangen Kruse 77 Treffer und 73 Vorlagen. Bei Union überzeugte der Offensiv-Star zuletzt mit starken Leistungen. Doch neben dem Platz sorgte der 32-Jährige auch für einige Turbulenzen, "Er ist halt ein anderer Typ. Das muss man auch akzeptieren. Wenn die Leistung auf dem Platz stimmt. Es gibt auch welche, die um zehn Uhr im Bett sind, keinen Alkohol trinken, keine Zigarette rauchen aber am Wochenende nicht zu sehen sind, wenn es um Leistung geht. Sicherlich müsste man mit ihm viel kommunizieren, dass er es nicht übertreibt", meint Hütter, der in acht Tagen mit der Eintracht auf Union und Kruse in der Bundesliga trifft.