29. August 2020 / 06:23 Uhr

Eintracht-Boss Peter Fischer über Proteste in den USA: "Mündige Sportler können ganz viel bewegen"

Eintracht-Boss Peter Fischer über Proteste in den USA: "Mündige Sportler können ganz viel bewegen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, reagiert auf die Protestwelle in den USA.
Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, reagiert auf die Protestwelle in den USA. © dpa/Montage
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Nach den Protesten in den USA gegen Rassismus und Diskriminierung spricht Peter Fischer über die Möglichkeiten der Sportler in solchen Fällen. Der Vereinspräsident von Eintracht Frankfurt hebt die Vorbildrolle der Athleten in den Vordergrund.

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Eintracht Frankfurts Vereinspräsident Peter Fischer plädiert angesichts der jüngsten Proteste in den USA gegen Rassismus und Diskriminierung für mutige und meinungsstarke Athleten. "Wir müssen in den Verbänden und auch bei den Verantwortlichen einfach anerkennen, dass wir mündige Sportler haben und dass mündige Sportler ganz viel bewegen können", sagte der langjährige Chef des hessischen Bundesligisten in einem Sky-Interview.

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Eine Vorbildrolle hätten diese Sportler vor allem "bei denen die hier heranwachsen, die sie mit großen Augen bewundern, die nach Autogrammen laufen, die die Bilder sammeln, die in ihren Panini- Heftchen einkleben und stolz sind, wenn sie ihre Idole zusammen haben", meinte Fischer. Die Athleten hätten da eine größere Überzeugungskraft als beispielsweise Funktionäre. "Da wird immer ein Idol, eine große Sportlerin oder Sportler viel mehr Kraft haben und viel mehr Sympathie und Solidarität auslösen", sagte der 64-Jährige.

Fischer: Botschaften nicht bestrafen

Öffentliche politische Botschaften auf dem Fußballplatz sollte man nicht verbieten oder bestrafen, forderte Fischer. "Ich denke, da sind wir auf dem vollkommen falschen Weg. Da haben wir noch verdammt viel zu tun", sagte der Frankfurter Klubchef dem TV-Sender.

Internationale Pressestimmen zum Boykott im US-Sport

Die internationale Presse kommentiert die Boykott-Welle im US-Sport. Zur Galerie
Die internationale Presse kommentiert die Boykott-Welle im US-Sport. ©

In den USA hat die Welle des Protests gegen Polizeigewalt und Rassismus inzwischen historisches Ausmaß erreicht. Ausgelöst vom Playoff-Boykott der Basketballer aus Milwaukee breitete sich der Widerstand über alle großen Ligen des nationalen Profisports aus. So setzten die Clubs mit überraschenden Spielabsagen Zeichen.