29. Juli 2020 / 21:12 Uhr

Eintracht Falkensee mit Galavorstellung in Nauen (mit Galerie)

Eintracht Falkensee mit Galavorstellung in Nauen (mit Galerie)

Kevin Päplow
Märkische Allgemeine Zeitung
Jan Kibbieß (l.) war mit seinen Treffern maßgeblich am Weiterkommen der Eintracht beteiligt.
Jan Kibbieß (l.) war mit seinen Treffern maßgeblich am Weiterkommen der Eintracht beteiligt. © Kevin Päplow
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Kreispokal Havelland: Jan Kibbieß trifft und Steven Geister zaubert.

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VfL Nauen – Eintracht Falkensee 0:4 (0:1). Tore: 0:1, 0:2 Jan Kibbieß (38., 63.), 0:3 Emanuel Nkemakolam (ET, 80.), 0:4 Steven Geister (90.+1).

240 Zuschauer pilgerten am Mittwochabend zum Viertelfinalspiel zwischen dem VfL Nauen und der Eintracht aus Falkensee. Auf dem Friedrich Ludwig Jahn Sportplatz war die Vorfreude bei allen Menschen vor Ort auf den Pokalwettbewerb spürbar. So sahen die Fans beider Lager eine Gästetruppe, die sofort mit einer gewissen Grundhärte attackierte und Nauen die Spielfreude nahm. Die Bittner-Elf unterband taktisch clever Nauen-Angreifer Josua Szwiec in Szene zu setzen.

In Bildern: Eintracht Falkensee gewinnt gegen den VfL Nauen mit 4:0.

Im letzten noch offenen Kreispokalviertelfinale der Saison 2019/20 setzte sich Eintracht Falkensee (orangene Trikots) mit 4:0 gegen den VfL Nauen durch. Zur Galerie
Im letzten noch offenen Kreispokalviertelfinale der Saison 2019/20 setzte sich Eintracht Falkensee (orangene Trikots) mit 4:0 gegen den VfL Nauen durch. © Kevin Päplow

Einzig Maciej Waskowski prüfte mit einem satten Schuss Eintracht-Torwart Kevin Konrad. Dieser parierte toll und spielte in der Folge stark mit, sodass die Pässe in die Tiefe kein Erfolg im VfL-Spiel fanden.

Nachdem Eintracht-Torjäger Jan Kibbieß schon zwei gute Möglichkeiten liegen ließ, nutzte er eine schöne Hereingabe von Carlos Obando Rosales und hielt am langen Pfosten den Fuß hin. Somit ging es mit einem 0:1 aus Sicht der Gastgeber in die Pause. Nauens Coach Jethro Reinhardt sah sich gezwungen offensiv nachzulegen und brachte zur zweiten Hälfte Sebastian Luczka und Marcel Kuzdak. Und die Heimelf kam mit ersten wütenden Angriffen und hoffte auf den schnellen Ausgleich. Die beste Szene hatte aber Abwehrmann Phillipp Bergler, der nach einer Ecke aus dem Gewühl zum Schuss kam und Konrad anschoss.

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Die Gäste aus der Gartenstadt spezialisierten sich nun auf das Konterspiel und nach etwas mehr als einer Stunde belohnte man sich auch für diese taktische Einstellung. Der emsige Yunus Cakmak schickte Jan Kibbieß auf die Reise und da der genug Selbstvertrauen hatte, schob er den Ball ins lange Eck zum 2:0 für die Falken ein. Ein weiterer Konter führte nach 80 Minuten zur endgültigen Entscheidung. Steven Geister marschierte allein auf VfL-Torwart Czerwonatis zu und unglücklicherweise Grätschte Emanuel Nkemakolam Geister den Ball vom Fuß ins eigene Tor.

VfL-Trainer Jethro Reinhardt: „Die Enttäuschung ist groß“

Nach diesem Treffer wuchs auch beim Coach der Nauener die Erkenntnis, dass der Traum vom Halbfinale geplatzt war. „Wir haben viel vorgehabt und wurden von einem cleveren Gegner erste Halbzeit einmal überrascht. In der zweiten Hälfte wollten wir mit Macht den Ausgleich, doch Falkensee war im Konterspiel eiskalt“, gab Jethro Reinhardt zu.

Die Kreispokalsieger aus dem Havelland seit 2010:

Empor Schenkenberg bejubelte am Sonntag mit den Fans den Kreispokalsieg 2019. Zur Galerie
Empor Schenkenberg bejubelte am Sonntag mit den Fans den Kreispokalsieg 2019. ©

Das i-Tüpfelchen auf den Sieg setzte dann noch Steven Geister in der Nachspielzeit. Zuvor wurde ihm noch ein tolles Fallrückziehertor wegen einer Abseitsstellung aberkannt, doch sein Heber von der Mittellinie zum 4:0 war ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Dass André Bittner nach der Partie voll des Lobes war, verstand sich von selbst. „Wir haben verdient gewonnen, weil wir von Beginn an das Spiel gemacht haben, wenig Fehler produzierten, konzentriert waren und vor dem Tor eiskalt auftraten“, blickt der Trainer der Falkenseer auf das Spiel zurück.