29. August 2019 / 21:39 Uhr

Eklat bei Eintracht Frankfurt: Rebic sieht gegen Straßburg Rot - Schlägerei in den Kabinen

Eklat bei Eintracht Frankfurt: Rebic sieht gegen Straßburg Rot - Schlägerei in den Kabinen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frankfurts Ante Rebic sah gegen Racing Straßburg die Rote Karte - anschließend kam es in der Frankfurter Arena zu tumultartigen Szenen.
Frankfurts Ante Rebic sah gegen Racing Straßburg die Rote Karte - anschließend kam es in der Frankfurter Arena zu tumultartigen Szenen. © Getty / imago images
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Beim Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Racing Straßburg ging es hoch her: Erst sah SGE-Star Ante Rebic die Rote Karte, dann kam es in den Katakomben zu einer heftigen Auseinandersetzung. Für die Eintracht bedeutet die harte Entscheidung gegen den wechselwilligen Star einen herben Rückschlag.

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Eintracht Frankfurt hat im Kampf um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League einen heißen Ritt erlebt. Im Rückspiel der Hessen gegen Racing Straßburg sah ausgerechnet der offenbar wechselwillige Topstar Ante Rebic kurz vor dem Halbzeitpfiff die Rote Karte. Der Kroate hatte zuvor das 1:0 der Frankfurter eingeleitet und damit die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel egalisiert. Dennoch gewann die Eintracht 3:0 und zog in die Gruppenphase der Europa League ein.

Was war passiert? Zwei Minuten vor der Halbzeitpause war Rebic im Vollsprint auf Straßburg-Torwart Matz Sels zugelaufen und hatte den ehemaligen Newcastle-Profi getroffen. Es kam zur Rudelbildung, in dessen Verlauf Schiedsrichter Orel Grinfeld aus Israel dem Kroaten überraschend die Rote Karte gezeigt hatte. Die Eintracht nur noch zu zehnt! Eine extrem harte Entscheidung gegen den Vizeweltmeister - wenn nicht sogar eine Fehlentscheidung gegen die SGE.

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Prügelei in den Kabinen - Eintracht-Sportdirektor: "Straßburgs Trainer hat auch zugeschlagen"

Während Rebic nach der harten Entscheidung des Referees wütend in Richtung der SGE-Kabinen trottete, beschwerten sich seine Teamkollegen wutentbrannt beim Unparteiischen, dem die Spielkontrolle vollends zu entgleiten drohte. Kapitän Makoto Hasebe war so frustriert, dass er wegen Meckerns Gelb sah - genau wie Trainer Adi Hütter. Vor der Szene mit Rebic hatte die SGE noch Glück gehabt, weil Grinfeld einen Ellenbogenschlag von Rebics Sturmpartner Pacencia nicht geahndet hatte.

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In der Halbzeitpause kam es dann zum Eklat. Filip Kostic und Straßburg-Keeper Sels zofften sich heftig, Racings Torwart-Trainer Jean-Yves Hours soll ebenfalls mitgemischt haben. "Die Stimmung, die hier auf dem Flur herrschte: da müssen sich die Offiziellen des Gegners überlegen, was sie machen", erklärte Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner, der auf die Tribüne geschickt wurde, bei Nitro. "Der Torwart-Trainer hat auch zugeschlagen." Zum Platzverweise von Rebic sagte Hübner: "Der hat den gar nicht richtig getroffen. Der macht das lange Bein, aber der Keeper macht auch die Bewegung zu ihm." Straßburg hatte zur zweiten Halbzeit einen eigenen Sicherheitsdienst in die Katakomben geschickt, die die Spieler abschirmten.

Kurz nach Wiederanpfiff beraubte sich Straßburg seines nominellen Vorteils. Lienard (55.) griff Kohr ins Gesicht. Eine Tätlichkeit, die eine Rote Karte nach sich zog und aufgrund der extrem hitzigen Atmosphäre wenig überraschend kam. Anschließend drehte die SGE in Gleichzahl wieder auf und kam durch Kostic (60.) und da Costa (67.) nach überragender Kamada-Vorarbeit zur 3:0-Führung - die Vorentscheidung im Kampf um den Startplatz in der Gruppenphase der Europa League.

Pikant: Um Rebic hatte es in der vergangenen Woche reichlich Theater gegeben. Der Kroate, der gern zu Atlético Madrid oder Inter Mailand wechseln würde, hatte seinen Trainer Adi Hütter im Hinspiel so frustriert, dass der Österreicher seinen Star schon zur Pause auswechselte. Anschließend kündigte Hütter an, man wolle im Laufe der Woche Tacheles reden. Im Bundesliga-Spiel gegen Leipzig stand Rebic nicht im Kader, jetzt wurde er wieder ins Aufgebot berufen.

So reagiert das Netz auf die Rote Karte:

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