26. Oktober 2020 / 17:49 Uhr

Eintracht-Vorstand Hellmann: Fan-Ausschluss "dauerhaft falsch und nicht mehr verhältnismäßig"

Eintracht-Vorstand Hellmann: Fan-Ausschluss "dauerhaft falsch und nicht mehr verhältnismäßig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eintracht Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann hält Geisterspiele langfristig nicht für den richtigen Weg.
Eintracht Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann hält Geisterspiele langfristig nicht für den richtigen Weg. © imago images/Jan Huebner
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Auch das Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen am kommenden Samstag muss Eintracht Frankfurt wohl ohne Zuschauer bestreiten. Vorstandsmitglied Axel Hellmann hält Geisterspiele auf Dauer nicht für zielführend.

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Eintracht Frankfurt wird das Bundesliga-Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Werder Bremen aller Voraussicht nach ohne Zuschauer austragen. Wie der Klub am Montag mitteilte, liege - bis auf die Ankündigung der Stadtpolitik von Zuschauerausschlüssen im Profisport - keine formale Entscheidung zur Partie vor.

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Da die Allgemeinverfügung der Stadt Frankfurt ausdrücklich Ausnahmen von der Teilnehmer-Beschränkung auf 100 Personen vorsehe, habe die Eintracht Frankfurt einen solchen Ausnahmeantrag für bis zu 8000 Zuschauer gestellt.

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„Nach allen Signalen, die wir von der Politik empfangen, müssen wir aber damit rechnen, dass das Spiel vor leeren Rängen stattfinden muss“, sagte Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann, der die Maßnahmen allerdings auch kritisch sieht: „Wir sind uns alle darin einig, dass der Kampf gegen die Pandemie entschlossen und konsequent geführt werden muss, aber auch zielgerichtet und sachgerecht. Deswegen halten wir die Praxis des Zuschauerausschlusses, nicht nur im Profifußball, dauerhaft für den falschen und nicht mehr verhältnismäßigen Weg.“

Frankfurt gegen Bielefeld und Hoffenheim noch mit Fans

Zum Saisonauftakt gegen Arminia Bielefeld waren 6500 Zuschauer, gegen die TSG Hoffenheim am 3. Spieltag 8000 Zuschauer durch das Gesundheitsamt Frankfurt zugelassen worden. „Weder bei diesen beiden Spielen noch bei allen anderen Spielen der Bundesliga und der 2. Bundesliga, die seit Saisonbeginn mit Zuschauern stattfanden, kam es bisher zu Infektionsfällen“, hieß es in einer Mitteilung.