08. Januar 2022 / 22:40 Uhr

Frankfurt sucht nach Erklärung für Einbruch gegen BVB: "Wir wollten verwalten und wurden dafür bestraft"

Frankfurt sucht nach Erklärung für Einbruch gegen BVB: "Wir wollten verwalten und wurden dafür bestraft"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner (r.) nach der Partie gegen Borussia Dortmund.
Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner (r.) nach der Partie gegen Borussia Dortmund. © IMAGO/Jan Huebner
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Eintracht Frankfurt verspielt eine 2:0-Führung gegen Borussia Dortmund innerhalb weniger Minuten in der Schlussphase. Trainer Oliver Glasner haderte nach Spielende mit der zu passiven Spielweise seiner Mannschaft.

85 Minuten war es ein Auftakt nach Maß in das Fußball-Jahr 2022 für Eintracht Frankfurt. Dann trafen Jude Bellingham (87.) und Mo Dahoud (89.) innerhalb von zwei Minuten zum 3:2-Sieg für Borussia Dortmund und die Gastgeber standen mit leeren Händen da. Kurz nach dem Spiel versuchten sich die Frankfurter nach der denkwürdigen Schlussphase in Erklärungsversuchen. "Solche Topspiele werden häufig durch Kleinigkeiten entschieden. Wir haben die Riesenchance auf das 3:0, machen dann einen Fehler und Dortmund ist wieder im Spiel", sagte SGE-Trainer Oliver Glasner bei Sky.

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Der Anschlusstreffer von Thorgan Hazard (71.) war für den Österreicher der Knackpunkt: "Der Druck wurde dann immer größer. Fehler passieren, aber wir müssen uns vorwerfen, dass wir zu viel verwaltet haben. Wir haben immer wieder zurück auf Kevin Trapp gespielt, der den Ball dann nur lang rausschlagen konnte." Glasner suchte die Gründe für den Leistungseinbruch in den eigenen Reihen, denn "wir hatten auch in der zweiten Halbzeit viele gute Ballgewinne, haben aber nicht mehr den Weg nach vorne gesucht. Wir wollten verwalten und wurden dafür bestraft. Das ist sehr bitter, da ich über weite Strecken eine gute Leistung meiner Mannschaft gesehen habe."

Ähnlich sah es sein Spieler Timothy Chandler: "Wir hatten nach der Pause noch gute Chancen und verpassen es, das Spiel zu entscheiden. Wir haben dann die Struktur und auch die Power verloren. Wir haben keine Bälle mehr gehalten und haben es nicht mehr geschafft, unsere Konter auszuspielen. Wir hatten viel zu große Lücken und haben ein Stück weit kopflos agiert."


Frankfurts Rode: "Es war unsere Schuld"

Für den früheren Dortmunder Sebastian Rode war es auch ein wenig der Intensität des Spiels geschuldet: "Am Ende ging uns ein wenig die Puste aus und wir haben nur noch nach hinten gespielt. In der ersten Halbzeit sind wir deutlich besser in die Tiefe gekommen. Das haben wir dann nicht mehr geschafft und der BVB ist immer besser reingekommen."

Doch auch der Mittelfeld-Antreiber stimmte seinem Trainer zu, dass die Eintracht nach der komfortablen Führung zu passiv auftrat: "Es war unsere Schuld, dass wir nicht weiter nach vorne gespielt haben. Wir müssen auch nach dem 2:0 weiter aufs dritte Tor spielen, das ist ein Lernprozess, den wir noch weiterführen müssen. Dortmund hatte zwar mehr Ballbesitz, aber keine konsequenten Chancen. Nach dem Anschlusstreffer wurde der BVB dann immer besser. Sie sind mit ihrer Qualität dann immer in der Lage Tore zu schießen."

Durch die Niederlage rutschte Frankfurt in der Tabelle nach unten und steht als Achter nun unter Zugwang im Kampf um die internationalen Ränge.