22. Februar 2019 / 08:16 Uhr

Choreo-Zoff bei Eintracht Frankfurt - Polizei-Sprecher: "Konfrontiert mit aggressiven Fans"

Choreo-Zoff bei Eintracht Frankfurt - Polizei-Sprecher: "Konfrontiert mit aggressiven Fans"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rund um das Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Schachtjor Donezk kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei, Ordnungskräften und Fans der Frankfurter.
Rund um das Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Schachtjor Donezk kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei, Ordnungskräften und Fans der Frankfurter. © imago/Revierfoto/Huebner
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Vor dem Europa-League-Spiel gegen Schachtjor Donezk gab es Zoff zwischen Polizei und Fans von Eintracht Frankfurt. Der Grund: Die Polizei stellte ein Banner mit beleidigendem Inhalt sicher. Inzwischen haben sich beide Seiten zu den Vorfällen geäußert.

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Die Polizei hat vor dem Europa-League-Spiel von Eintracht Frankfurt am Donnerstag ein Fan-Banner beschlagnahmt, auf dem Hessens Innenminister Peter Beuth beleidigt worden sein soll. Als die Einsatzkräfte das im Stadioninnenraum ausgelegte Banner einziehen wollten, sei es zu Rangeleien mit Fans gekommen, teilte die Polizei in der Nacht auf Freitag mit. Verletzt wurde demnach niemand. Was genau auf dem Banner stand, wurde zunächst nicht bekannt.

Rund um das Europapokal-Spiel gegen Schachtjor Donezk, das die Frankfurter souverän mit 4:1 gewinnen konnten, war es am Donnerstag zu mehreren Zwischenfällen gekommen. Bereits im Vorfeld hatte die Polizei das Stadion intensiv nach Pyrotechnik durchsucht, aber nichts gefunden. Auslöser war eine im Netz verbreitete Videobotschaft von Eintracht-Präsident Peter Fischer, in der er erklärte, bei dem Spiel müsse das Stadion brennen. Laut Polizei habe deshalb davon ausgegangen werden müssen, dass Eintracht-Anhänger sich dazu aufgerufen fühlten, Pyrotechnik abzubrennen.

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LESENSWERT

Eintracht-Boss Hellmann schimpft über Polizeimaßnahmen

Die Vereinsführung von Eintracht Frankfurt kritisierte die massiven Polizeikontrollen und Durchsuchungen. Die Botschaft von Fischer habe sich auf das Sportliche bezogen, betonte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann und führte weiter aus: "Das war kein Aufruf zur Gewalt. Die Kernfrage lautet: Ist ein Video eines emotionalen Präsidenten ein ausreichender Anlass, um eine Gefahrenabwehr heraufzubeschwören?“

Die Polizei beantwortete die Frage im Gespräch mit der FAZ mit Ja. Pressesprecher Andrew McCormack erklärte den Einsatz wie folgt: "Gegen 17.10 Uhr haben Problemfans ein großflächiges Banner ausgelegt. Dieses Banner hatte einen verschmähenden Inhalt zulasten unseres Staatsministers, Herrn Beuth. In diesem Zusammenhang ist es beschlagnahmt worden, weil es ein strafrechtlich relevantes Banner war. Da müssen wir aktiv werden. Das haben wir getan. In diesem Zusammenhang wurden wir konfrontiert von sehr aggressiven Fans. Es kam auch zu Schubsereien. Letztlich wurde aber niemand verletzt."

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Hellmann hatte laut Bild mehrach mit dem Frankfurter Polizeipräsidenten telefoniert, konnte die Durchsuchungsaktionen aber nicht verhindern. Pyro wurde immerhin nicht sichergestellt. "Ich bin relativ angefasst", erklärte der Vorstand. "Was als tolles Fußballfest geplant war, ist stimmungstechnisch daneben."

Fans bauten aufgrund der Kontrollen eine vorbereitete Choreographie ab. Durch den nach Ansicht des Vereins völlig überzogenen Einsatz der Sicherheitskräfte sei es den Fans nicht möglich gewesen, die 72 Stunden lang vorbereitete Choreographie zu 100 Prozent vorzubereiten. Deshalb hätten sich die Anhänger dazu entschieden, die Choreo vor dem Spiel komplett abzubauen. Das habe die Polizei überrascht, betonte Sprecher McCormack.

Überfall auf Gästefans am Nachmittag

Bereits am Nachmittag soll eine 15-köpfige Gruppe teilweise vermummter Personen drei Gästefans aus Donezk überfallen und ausgeraubt haben. Sie sollen einem der drei Gästefans so heftig ins Gesicht geschlagen haben, dass der Mann ins Krankenhaus gebracht werden musste.

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