09. März 2020 / 16:43 Uhr

Behörden entscheiden: Europa-League-Spiel von Eintracht Frankfurt kann nicht in Basel stattfinden

Behörden entscheiden: Europa-League-Spiel von Eintracht Frankfurt kann nicht in Basel stattfinden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Europa-League-Spiel des FC Basel gegen Eintracht Frankfurt kann nicht wie plant im St.Jakob Park stattfinden. 
Das Europa-League-Spiel des FC Basel gegen Eintracht Frankfurt kann nicht wie plant im St.Jakob Park stattfinden.  © imago images/Geisser
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Die Schweizer Behörden greifen wegen des Coronavirus durch: Das Rückspiel von Eintracht Frankfurt gegen den FC Basel im Achtelfinale der Europa League kann in der kommenden Woche nicht wie geplant in Basel stattfinden.

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Das ursprünglich für den 19. März angesetzte Europa-League-Spiel von Eintracht Frankfurt beim FC Basel kann nach Angaben des Schweizer Klubs wegen des neuartigen Coronavirus nicht in Basel stattfinden. Dies entschied die Kantonspolizei Basel-Stadt nach Rücksprache mit dem Krisenstab. Ob die Partie trotzdem stattfindet und wo, blieb zunächst offen. Das Achtelfinal-Rückspiel hätte eigentlich am Donnerstag der kommenden Woche (21 Uhr) im Baseler St. Jakob-Park stattfinden sollen.

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"So weh es dem Fußballerherz tut, wir stehen hinter der Entscheidung der Behörden und akzeptieren sie", sagte Basels Geschäftsführer Roland Heri in einer Stellungnahme. "Es geht um eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung in dieser Situation. Der FC Basel ist Teil der Gesellschaft und wir möchten unseren Teil beitragen." Man werde sich nun mit Frankfurt und den Behörden zusammenfinden um zu einer Klärung über das weitere Vorgehen zu kommen.

"Selbst bei einem sogenannten Geisterspiel ist erfahrungsgemäß davon auszugehen, dass mehrere hundert Fans des Gastclubs nach Basel reisen und sich während des Spiels vor dem Stadion versammeln würden", hieß es in der Vereinsmitteilung. Dies würde das Verbot des Bundesrats "in diesem Fall unterlaufen", teilte der Fußballklub weiter mit. Das Hinspiel in Frankfurt an diesem Donnerstag soll nach aktuellem Stand ausgetragen werden. Offen ist, ob in der Frankfurter Arena Zuschauer zugelassen werden. Derzeit liefen dazu Gespräche, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, am Montag.

Alle Spiele der Schweizer Liga im März abgesagt

In der Schweiz hatte es zunächst im Ligabetrieb bereits drastische Konsequenzen gegeben. Die 20 Klubs der Swiss Football League (erste und zweite Liga) entschieden bereits zu Beginn der vergangenen Woche, wegen der Coronavirus-Epidemie alle Fußballspiele für den März abzusagen. Die Schweizer Regierung verbot zudem alle Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern. Nach aktuellem Stand soll der Spielbetrieb am 4. und 5. April wieder aufgenommen werden.

"Wir sind wegen dem Coronavirus aktuell auf Sparflamme", sagte der frühere Bundesliga-Trainer Marcel Koller, Chefcoach der Basler, in einer Videobotschaft. "Wir haben in der Kabine auch einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen mit Desinfektionsmitteln und wir waschen noch häufiger als sonst die Hände."

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Der Präsident des Schweizer Fußballverbandes SFV, Dominique Blanc, hat angesichts der Lage in seiner Heimat drastische Worte gewählt. "Wir haben eine Situation, die den professionellen Fußball in ihren Grundfesten erschüttern kann", sagte Blanc. "Wenn die Lage noch länger anhält, werden wir es nicht vermeiden können, mit der UEFA über finanzielle Hilfen zu sprechen."