18. April 2022 / 11:58 Uhr

Zwischen Niete und Hauptgewinn: Warum Eintracht Frankfurt nun den Europa-League-Titel braucht

Zwischen Niete und Hauptgewinn: Warum Eintracht Frankfurt nun den Europa-League-Titel braucht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Eintracht Frankfurt um Trainer Oliver Glasner (r.) setzte es gegen Union Berlin einen Dämpfer.
Für Eintracht Frankfurt um Trainer Oliver Glasner (r.) setzte es gegen Union Berlin einen Dämpfer. © IMAGO/Matthias Koch/Jan Huebner (Montage)
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Nach der Niederlage bei Union Berlin ist für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga wohl nichts mehr zu holen. In der Europa League lockt hingegen noch der Titel und die mögliche Qualifikation für die Champions League. Ein schwieriger Spagat.

Die Helden waren müde. Drei Tage nach dem Coup beim FC Barcelona schleppten sich Filip Kostic & Co. durch die 90 Minuten des Spiels bei Union Berlin. Am Ende stand ein 0:2 und die Erkenntnis, dass es für Eintracht Frankfurt mit einer neuerlichen Europapokal-Qualifikation über die Bundesliga wohl nichts werden wird. Vier Runden vor dem Saisonende beträgt der Rückstand auf die nun sechstplatzierten Köpenicker und den Conference-League-Platz acht Punkte. Die Europa League und Platz fünf sind sogar schon zwölf Zähler entfernt. Müssen die Hessen in der kommenden Saison also ohne rauschhafte Nächte auf internationaler Bühne auskommen? Nicht unbedingt.

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Ein Hintertürchen lockt sogar mit dem Hauptgewinn. Sollten sich die Frankfurter im Europa-League-Halbfinale am 28. April und 5. Mai gegen West Ham United durchsetzen und anschließend auch das möglich Endspiel am 18. Mai in Sevilla gegen den Liga-Rivalen RB Leipzig oder die Glasgow Rangers gewinnen, wären sie in der nächsten Spielzeit sogar in der Champions League dabei. Und: Was dann folgen kann, beweist derzeit der FC Villarreal. Auch die Spanier lösten das Ticket für die Königsklasse als Europa-League-Sieger, schalteten zuletzt den FC Bayern aus und messen sich in der Vorschlussrunde nun mit dem FC Liverpool.

Zukunftsmusik. In der Bundesliga muss die Eintracht in den kommenden Wochen eigentlich nur ihren Platz im Niemandsland der Tabelle verwalten und in den noch ausstehenden Partien gegen die TSG Hoffenheim, bei Bayer Leverkusen, gegen Borussia Mönchengladbach und bei Mainz 05 möglichst viele Körner sparen - ohne dabei den Wettbewerb zu verzerren. Mit Vollgas dürfte das Programm jedoch kaum erfolgreich zu bewältigen sein. Das spürten die SGE-Profis in Berlin deutlich.

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"Die Müdigkeit war sehr präsent. Aber die Jungs haben alles probiert und sind immer wieder angerannt. Wir waren aber nicht in der Lage, hier zu gewinnen", sagte Trainer Oliver Glasner nach der Niederlage bei Union am DAZN-Mikrofon: "Wir waren nicht so wach und aggressiv. Aber das ist kein Vorwurf an die Jungs. Sie haben alles versucht. Das muss man dann auch mal akzeptieren. Die Spieler haben mein vollstes Verständnis." Denn: "Irgendwann sagen die Beine: Sorry, wir können nicht mehr."