13. September 2022 / 22:00 Uhr

Eintracht-Fans zünden Böller, Bengalos und Raketen in Marseille: Frankfurt droht Geisterspiel gegen Tottenham

Eintracht-Fans zünden Böller, Bengalos und Raketen in Marseille: Frankfurt droht Geisterspiel gegen Tottenham

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Blöcke der Frankfurt-Ultras (l) und der von Marseille beschießen sich mit Feuerwerk.
Die Blöcke der Frankfurt-Ultras (l) und der von Marseille beschießen sich mit Feuerwerk. © dpa/IMAGO/PanoramiC (Montage)
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Das zweite Heimspiel von Eintracht Frankfurt in der Champions League könnte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Mitgereiste Fans der SGE zündeten beim Auswärtsspiel gegen Olympique Marseille Pyrotechnik. Die Frankfurter waren wegen früherer Vergehen von der UEFA mit einer Bewährungsstrafe belegt worden. 

Eintracht Frankfurt droht in der Champions League demnächst ein Geisterspiel. Vor der Gruppenpartie bei Olympique Marseille lieferten sich Fans beider Vereine am Dienstagabend im Stade Velodrome heftige Pyro-Auseinandersetzungen. Aus beiden Fanblöcken wurden auf die gegnerischen Anhänger Leuchtraketen gefeuert und Böller geworfen.

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Für Wirbel sorgten außerdem Bilder im Internet, die einen Eintracht-Fan beim Hitlergruß zeigen sollen. Ein Sprecher der zuständigen Präfektur sagte, man habe die Bilder gesehen und sei dabei, sie zu überprüfen. Der europäische Dachverband UEFA sei bereits informiert worden. Laut Bild bemüht sich die Eintracht, den Verdächtigen zu identifizieren.

"Wir schämen uns für Menschen, die aus Frankfurt kommen, den Adler auf der Brust tragen und den Hitlergruß zeigen. Ihr gehört nicht zu diesem Verein, zu dieser Stadt, ihr gehört nicht zu uns", schrieb die Fanabteilung der Eintracht auf Facebook. Vier deutsche Fans wurden laut dem Sprecher der Präfektur festgenommen, weil sie verbotenes Feuerwerk mit ins Stadion nehmen wollten. Vier OM-Fans wurden demnach wegen versuchter Übergriffe auf die Ordnungskräfte mitgenommen. Insgesamt habe es aber keine größeren Vorfälle gegeben.

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Für den Bundesligisten könnten die Vorkommnisse drastische Folgen nach sich ziehen, da die SGE nach dem Platzsturm im Europa-League-Halbfinale gegen West Ham United von der Europäischen Fußball-Union zu einem Zuschauerausschluss im nächsten internationalen Spiel verurteilt worden war. Die Strafe war für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt worden, könnte nach den Vorfällen in Marseille nun aber in Kraft treten.

Ihre nächsten beiden Champions-League-Spiele bestreitet die Eintracht gegen Tottenham Hotspur. Am 4. Oktober tritt die SGE zunächst zuhause an, rund eine Woche später findet die Partie in London statt. Die Spurs verloren ihr zweites Spiel in der Königsklasse am frühen Mittwochabend wegen eines späten Doppelschlags mit 0:2 bei Sporting Lissabon.