03. November 2019 / 14:28 Uhr

Eintracht erlebt Fußball-Sternstunde gegen FC Bayern: "Ein Festtag" für Frankfurt

Eintracht erlebt Fußball-Sternstunde gegen FC Bayern: "Ein Festtag" für Frankfurt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eintracht Frankfurt erlebte beim 5:1 gegen den FC Bayern einen historischen Tag.
Eintracht Frankfurt erlebte beim 5:1 gegen den FC Bayern einen historischen Tag. © 2019 Getty Images
Anzeige

39 Jahre ist es her, dass Eintracht Frankfurt zuletzt Ähnliches gegen den FC Bayern schaffte. Das 5:1 ist der dritthöchste Sieg des Bundesliga-Klubs gegen den Rekordmeister überhaupt und sorgt in Frankfurt vor der Europa League am Donnerstag für Hochstimmung. 

Anzeige
Anzeige

Für Eintracht Frankfurt war das 5:1 (2:1) gegen Bayern München eine Sternstunde. „Das ist etwas Besonderes, auch in der Höhe“, sagte Abwehrchef Martin Hinteregger nach dem ersten Bundesliga-Sieg gegen den Rekordmeister seit 2010 mit breitem Grinsen. „Es war ein richtiger Festtag.“ Auch Eintracht-Trainer Adi Hütter war nach dem Fußball-Rausch am Samstag „stolz und glücklich“, hält den Triumph aber vor allem für das Europa-League-Vorhaben am Donnerstag (18.55 Uhr) bei Standard Lüttich für „eminent“ wichtig. „Wenn wir das Spiel gewinnen, machen wir einen richtig großen Schritt ins Sechzehntelfinale“, sagte der 49-jährige Österreicher. „Natürlich gibt das 5:1 gegen Bayern dafür Selbstvertrauen.“

Schließlich hatten die Hessen gegen die Münchner nach dem DFB-Pokalsieg 2018 in der vergangenen Saison das Gegenteil erlebt. Im Supercup (0:5) und den beiden Liga-Spielen (0:3, 1:5) wurden sie von den Münchnern gedemütigt. „1:13-Tore gegen Bayern. Ich weiß also, wie sich so etwas anfühlt“, sagte Hütter nach dem nicht „alltäglichen Sieg“.

Eintracht-Coach Adi Hütter zum 5:1 gegen Bayern: "Ein besonderer Tag"

Den Frankfurtern spielte beim Bayern-Knockout vieles in die Karten, zum Beispiel die frühe Rote Karte für Jérôme Boateng (9. Minute) und die ohnehin verunsichernde Krisenstimmung beim Topklub von der Isar. Doch die Hütter-Truppe beeindruckte auch selbst: Clever nutzte sie sie die Überzahlsituation und inszenierte variantenreich Angriff um Angriff auf das Tor von Bayern-Keeper Manuel Neuer.

Kostic: „Gefühlt ist das Team spielstärker“

„Gefühlt ist das Team spielstärker als im letzten Jahr“, befand Eintracht-Dribbler Filip Kostic. „Wenn wir so weitermachen, können wir gegen jeden gewinnen.“ Wer hätte das nach dem Weggang der „Büffelherde“ um Luka Jovic, Ante Rebic und Sebastien Haller, die alle zu europäischen Spitzenclubs wechselten, gedacht.

Mehr vom SPORTBUZZER

Vor 51 500 Zuschauern übernahmen das Toreschießen gleich fünf verschiedene Schützen: Kostic (25.), Djibril Sow (33.), David Abraham (49.), Martin Hinteregger (61.) und Goncalo Paciencia (85.). Der Treffer von Robert Lewandowski (37.) zum 1:2-Zwischenstand änderte nichts mehr am Debakel der Bayern. Ein besonderes Erlebnis aus nächster Nähe war es für den beim Zuschauen wenig gestörten Eintracht-Torwart. „Ich habe alle 90 Minuten genossen. Es war ein spektakuläres Spiel“, sagte Frederik Rönnow. „Ein 5:1 gegen den FC Bayern erlebt man nur einmal im Leben.“

25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde

Fjörtoft, Okocha, Boateng & Co. - 25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde.  Zur Galerie
Fjörtoft, Okocha, Boateng & Co. - 25 ehemalige Spieler von Eintracht Frankfurt und was aus ihnen wurde.  ©

Allerdings muss die heimstärkste Mannschaft der Bundesliga auch in der Fremde besser auftrumpfen. „Wir müssen auswärts gewinnen, um oben dabei zu sein. Da hängen wir hinterher“, forderte Hütter. Er weiß aber nicht nur um dieses Manko, sondern ebenso um die Gefahr, nach so einer Glanztat wie gegen die Bayern an Spannkraft zu verlieren: „Wir müssen kühlen Kopf bewahren und die Kirche im Dorf lassen.“ Auch Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic mahnte: „Die Fans können einen draufmachen, aber wir sind jetzt nicht vom Teppich weg.“