11. April 2021 / 14:28 Uhr

Frankfurt-Legende Fjörtoft stärkt Hütter trotz Gladbach-Wirbel: "Man muss den Trainer verstehen"

Frankfurt-Legende Fjörtoft stärkt Hütter trotz Gladbach-Wirbel: "Man muss den Trainer verstehen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Profi Jan Aage Fjörtoft (links) hofft auf einen Verbleib von Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt.
Ex-Profi Jan Aage Fjörtoft (links) hofft auf einen Verbleib von Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt. © Getty Images/IMAGO/Sportfoto Rudel (Montage)
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Mit dem Sieg im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg hat Eintracht Frankfurt einen großen Schritt in Richtung Champions League gemacht. Doch die Frage nach der Zukunft von Trainer Adi Hütter bleibt. Ex-Profi Jan Aage Fjörtoft kann den SGE-Coach für dessen rätselhaften Auftritte verstehen.

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Nach dem Sieben-Tore-Spektakel und einem riesigen Schritt in Richtung Champions League müsste bei Eintracht Frankfurt eigentlich allerbeste Stimmung herrschen. Doch auch das furiose 4:3 gegen den VfL Wolfsburg kam nicht ohne Nebengeräusche um die Zukunft von Chefcoach Adi Hütter aus. Der Österreicher hat zwar am Main einen Vertrag bis 2023, soll aber eine Ausstiegsklausel besitzen und wurde zuletzt vehement mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht. "Ich hoffe natürlich, dass Adi Hütter bleibt. Er ist ein super Trainer und Botschafter für die Eintracht. Die Entscheidungen, die er trifft, sind sensationell. Aber Angebote, Nachfragen und Klauseln sind ein Teil des Geschäfts", sagte der ehemalige Eintracht-Profi Jan Aage Fjörtoft bei "Sky 90"

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Hütter will sein Ende Februar geäußertes klares Bekenntnis ("Ich bleibe!") trotz hervorragender sportlicher Perspektive derzeit nicht mehr in dieser Deutlichkeit wiederholen. "Man muss auch den Trainer verstehen. Es gibt viele Fragen und nicht so viele Antworten bei der Eintracht: Was passiert mit Bobic? Was passiert mit Silva? Bleibt Jovic? Muss Kostic verkauft werden?", sagte Fjörtoft, der eine wahrscheinliche Champions-League-Teilnahme der SGE als "super Herausforderung" für Hütter beschreibt. "In ein oder zwei Jahren würde er auch ein Angebot kriegen. Aber die Eintracht hat aktuell mehr Potenzial als Gladbach", so der Ex-Profi.

Hütter, der schon die Young Boys Bern 2018 als Meistercoach auf dem Höhepunkt verlassen hatte, erlebt derzeit begeisternde Wochen bei der Eintracht. Nach dem Sieg über Wolfsburg ist das Sieben-Punkte-Polster auf Verfolger Dortmund gewahrt, noch höhere Ziele scheinen nun möglich. Doch gewonnen ist für Hütter noch nichts. "Wir stehen noch mit gar keinem Bein in der Champions League. Wenn theoretisch noch etwas möglich ist, sollte man nicht den Tag vor dem Abend loben", übt sich der Trainer in Understatement. Als großen Bonus im Vergleich zu Teams wie Dortmund oder Leverkusen führte er allerdings ein zentrales Argument an: "Die anderen müssen, wir können."