20. Februar 2020 / 21:30 Uhr

Choreo-Ärger und Videobeweis-Wirbel: Eintracht-Boss Fredi Bobic resigniert mit Blick auf UEFA

Choreo-Ärger und Videobeweis-Wirbel: Eintracht-Boss Fredi Bobic resigniert mit Blick auf UEFA

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fredi Bobic setzte nach dem 4:1 gegen Salzburg eine Spitze gegen die UEFA.
Fredi Bobic setzte nach dem 4:1 gegen Salzburg eine Spitze gegen die UEFA. © imago images/Thomas Frey/Sven Simon/Kirchner-Media/Montage
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Eine verbotene Fan-Choreographie und ein umstrittener Elfmeter für RB Salzburg haben bei Eintracht Frankfurt im Rahmen des Europa-League-Sechzehntelfinales für Ärger gesorgt. Boss Fredi Bobic resigniert mit Blick auf die UEFA.

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Den ersten Ärger gab es schon vor dem Anpfiff, den zweiten Frust dann unmittelbar vor dem Abpfiff: Trotz des souveränen 4:1 im Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa League gegen RB Salzburg war bei Eintracht Frankfurt am Donnerstagabend längst nicht alles rosarot. Klubchef Fredi Bobic lobte die Mannschaft zwar für den starken Auftritt gegen Österreichs Meister, schluckte seinen Ärger über die UEFA aber in gleich zwei Fällen zähneknirschend herunter. Da war zum einen die vom Verband verbotene Choreographie der Eintracht-Fans, zum anderen der äußerst fragwürdige Elfmeter für die Gäste fünf Minuten vor dem Ende.

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"Das war kein Elfmeter. Es sollte heute ja den Videobeweis geben. Aus meiner Sicht war keiner da", mäkelte Bobic bei DAZN. Bei der besagten Szene hatte Djibril Sow den Salzburger Andreas Ulmer vermeintlich zu Fall gebracht und sogar die Gelbe Karte gesehen. Für Schiedsrichter Ali Palabiyik aus der Türkei gab es also keinerlei Zweifel und auch die Videoassistenten blieben stumm. Ganz richtig lag aber auch Bobic mit seiner Einschätzung nicht. Nachdem Daichi Kamada die Eintracht mit einem Dreierpack souverän in Führung geschossen hatte, gab es beim vierten Frankfurter Treffer durchaus Diskussionen. Dank des VAR wurde das Tor von Filip Kostic aber anerkannt.

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Zur Freude der SGE-Fans, die vor der Partie einen schweren Schlag verkraften mussten. Ihre geplante Choreographie mit 20.000 Wunderkerzen war von der UEFA untersagt worden. Nach deren Regeln sind "Fanaktivitäten in entsprechenden Abschnitten des Stadions, die Pyrotechnik, Feuerwerk, Wunderkerzen oder brennbares Material betreffen, nicht gestattet", hatte der Dachverband mitgeteilt.

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Bobic dazu: "Wunderkerzen - ich weiß nicht, was da abbrennen soll. Es ist schade, aber was soll ich gegen den Verband noch sagen. Das macht keinen Sinn." Zuvor hatte sich bereits Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann empört über die UEFA-Entscheidung gezeigt: "Ich kann nicht nachvollziehen, warum eine Choreographie, die angelegt ist mit handelsüblichen Wunderkerzen und auf einem behördlichen Genehmigungsweg am Ende nicht die Akzeptanz der UEFA findet." Er führte weiter aus: "Wir haben der UEFA am Mittwoch in einem Brief geschrieben, dass wir das zum Anlass nehmen, ein paar Praktiken der Verbände, die immer weltfremder werden, zu überprüfen."

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