06. Dezember 2019 / 22:24 Uhr

Klinsmann verpasst ersten Sieg: Rode rettet Eintracht Frankfurt Punkt gegen Hertha BSC

Klinsmann verpasst ersten Sieg: Rode rettet Eintracht Frankfurt Punkt gegen Hertha BSC

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Rode hat in der Schlussphase den Ausgleichstreffer für Eintracht Frankfurt gegen Hertha BSC erzielt.
Sebastian Rode hat in der Schlussphase den Ausgleichstreffer für Eintracht Frankfurt gegen Hertha BSC erzielt. © Getty
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Hertha BSC hat im zweiten Spiel den ersten Sieg unter Neu-Trainer Jürgen Klinsmann verpasst und eine 0:2-Führung verspielt. Die Berliner zeigten bei Eintracht Frankfurt über weite Strecken eine effiziente Leistung, kassierten in der Schlussphase aber den verdienten Ausgleich. Die Hessen vermieden die vierte Bundesliga-Niederlage in Folge.

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Hertha BSC hat trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Jürgen Klinsmann verpasst. Eintracht Frankfurt dagegen gelang beim 2:2 (0:1) der erste Punktgewinn nach zuletzt drei Bundesliga-Niederlagen in Folge. Dodi Lukebakio (30. Minute) hatte die Gäste im ersten Durchgang überraschend in Führung geschossen, Marko Grujic (63.) erhöhte in Hälfte zwei. Martin Hinteregger (65.) konnte wenige Augenblicke nach dem 2:0 verkürzen. In einer spannenden Schlussphase gelang Sebastian Rode (86.) der hochverdiente Ausgleichstreffer für die zuletzt kriselnde SGE.

Das sagt Klinsmann zum Spiel

"Wir müssen heute enttäuscht sein, haben es einfach nicht geschafft, es klar zu Ende zu spielen. Es hätte deutlich mehr sein sollen", sagte Rode nach dem Spiel bei DAZN. Über sein Tor zum 2:2 sagte der Ex-Dortmunder: "Ich hatte zuvor gesehen, dass am langen Pfosten viel Platz war. Hinti (Martin Hinteregger, d. Red.) hat den Ball verlängert und dann habe ich den einfach reingeschoben." Herthas Stürmer Davie Selke sah eine "brutal starke erste Halbzeit" seiner Mannschaft. "Mit etwas mehr Glück nehmen wir drei Punkte mit."

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Spannende Schlussphase versöhnt für verhaltenen Beginn

Bei strömendem Regen sahen die fröstelnden Zuschauer einen verhaltenen Beginn - wurden aber mit einer nervenaufreibenden Schlussphase versöhnt. In den Strafräumen ereignete sich bis zur 20. Minute nicht allzu viel. Dann aber reagierte Hertha-Keeper Thomas Kraft bei einem Kopfball von Almamy Touré glänzend und hatte Glück, dass der Nachschuss von André Silva am Pfosten vorbeiging.

Hertha konnte sich nach der ersten Halbzeit über eine unverdiente Führung freuen. Die Frankfurter wollten die Niederlage gegen Mainz vom Montag vergessen machen und waren so die aktivere Mannschaft, die durch Touré (20.) auch eine Großchance hatte. Den Kopfball des SGE-Verteidigers wehrte Thomas Kraft allerdings gut ab. Nur eine Minute später verpasste Sow - diesmal nach Touré-Zuspiel - die Führung. Nun war die Eintracht gut drin, Silva (26.) und Hinteregger (28.) hatten weitere Möglichkeiten, der Österreicher scheiterte erneut an Kraft.

Videobeweis: Frankfurt-Ausgleich von Kamada zurückgenommen

Dann jedoch der Schock für die Hessen: Herthas Ex-Nationalspieler Marvin Plattenhardt setzte sich bei seinem Comeback in der Berliner Startelf auf der linken Seite stark gegen zwei Frankfurter durch. Er steckte den Ball auf Grujic durch, der wiederum Lukebakio in Szene setzte. Und der frühere Düsseldorfer tunnelte SGE-Torwart Rönnow stark zum überraschenden 1:0 für Berlin. Dabei blieb es bis zur Pause, auch wenn die Frankfurter durch Kamada (38.) zwischenzeitlich auf 1:1 gestellt hatte. Der Ausgleich wurde von Schiedsrichter Christian Dingert nach einem Eingreifen des Videoschiedsrichters wieder zurückgenommen, weil Kostic zuvor gefoult hatte.

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Im zweiten Durchgang wurde die Partie intensiver. Frankfurt drückte, hatte aber im Abschluss nicht die nötige Präzision. Hertha nutzte dagegen seine ganz wenigen Chancen sehr effizient: Ein Freistoß von Plattenhardt landete über Rekik und Boyata bei Grujic (63.), der überraschend das 2:0 markierte. Die Vorentscheidung? Nein, denn nur zwei Minuten später glich Hinteregger (65.) ebenfalls nach einer Standardsituation aus, nachdem er von Touré mehr oder weniger angeköpft wurde.

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Kurze Zeit später lag der Ball wieder im Berliner Tor. Nach einer abgeblockten Flanke prallten Kraft und SGE-Stürmer Silva im Hoheitsgebiet des Torwarts aufeinander, der Ball landete im Kasten. Dingert gab jedoch ein Offensivfoul des Portugiesen statt des möglichen 2:2 - die richtige Entscheidung. Nach einem abgefälschten Schlenzer von Kostic verpasste Touré (84.) in der Schlussphase den möglichen Ausgleich. Der gelang dafür Sebastian Rode (86.), der am langen Pfosten auf einen Standard wartete und cool abschloss.