16. April 2021 / 18:45 Uhr

Frankfurt-Boss Holzer bestätigt Absage an Rangnick: Aufsichtsrats-Chef nach Gespräch "irritiert"

Frankfurt-Boss Holzer bestätigt Absage an Rangnick: Aufsichtsrats-Chef nach Gespräch "irritiert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Aufsichtsrats-Boss Philip Holzer (kleines Foto) hat sich über die Gespräche mit Ralf Rangnick geäußert.
Aufsichtsrats-Boss Philip Holzer (kleines Foto) hat sich über die Gespräche mit Ralf Rangnick geäußert. © dpa/IMAGO/BOBO/Montage
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Ralf Rangnick wird nicht bei Eintracht Frankfurt einsteigen; Dem als Nachfolger von Trainer Adi Hütter und Sportvorstand Fredi Bobic gehandelten 62-Jährigen wurde von Vereinsseite aus abgesagt. Aufsichtsrats-Boss Philip Holzer bestätigte nun ein Treffen, das am Mittwoch stattgefunden habe - und zeigte sich im Nachgang in einer Stellungnahme "irritiert".

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Ein "informeller Austausch" mit Ralf Rangnick am Mittwoch hat bei Eintracht Frankfurts Aufsichtsrats-Boss Philip Holzer nachträglich für Verstimmungen gesorgt. In einer Stellungnahme bestätigte der SGE-Boss, der in diesem Sommer sowohl Trainer Adi Hütter (wechselt zu Borussia Mönchengladbach) und Sportvorstand Fredi Bobic (ab Juni Geschäftsführer Sport bei Hertha BSC) ersetzen muss, ein Treffen mit Rangnick. Im Gespräch hätten beide Seiten jedoch "recht schnell gespürt, dass es unterschiedliche Auffassungen zur Ausrichtung und Entwicklung eines Traditionsklubs wie Eintracht Frankfurt gibt", teilte Holzer mit. Schon am Donnerstagabend hatte die Deutsche Presse-Agentur über die Absage an Rangnick berichtet.

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Diese Berichterstattung hatte bei Holzer jedoch für Irritationen gesorgt. "Irritiert bin ich über die im Nachgang gezielt an die Medien kolportierten, falsch wiedergegebenen Gesprächsinhalte und zu Details der Terminvereinbarung", so Holzer. Die dpa berichtete unter anderem, dass die möglichen Ablösesummen aus Transfers von André Silva (der dem Bericht zufolge eine Ausstiegsklausel in Höhe von 30 Millionen Euro besitzen soll) und Filip Kostic (soll eine Zusage für einen Wechsel haben) nicht komplett in den Kader investiert werden sollen. Vielmehr müsse die Eintracht die Einnahmen dafür aufwenden, die durch die Coronavirus-Pandemie entstandenen Verluste zu kompensieren. Zudem soll das Gehaltsniveau des Kaders reduziert werden. Neue Spieler dürften nicht mehr als fünf Millionen Euro kosten.

Holzer wies die Berichterstattung nun zurück: "Insbesondere entsprechen die aus dem Treffen übermittelten Inhalte zu konkreten Themen wie etwaigen Ausstiegsklauseln und Kaderplanung sowie angebliche Vorbehalte von Personen aus der Eintracht Frankfurt Fußball AG nicht den Tatsachen", teilte Holzer mit. Rangnick selbst äußerte sich bislang noch nicht öffentlich.

Damit bleibt Rangnick, dem früheren Architekten von RB Leipzig, aktuell noch die Aussicht auf die Nachfolge von Joachim Löw als Bundestrainer. Rangnick galt zuletzt als Wunschkandidat für den Posten als Sportvorstand bei Schalke 04, sagte den Königsblauen jedoch am Ende ab. "Ich hätte mich gerne eingebracht (...). Leider sehe ich mich aufgrund der zahlreichen Unwägbarkeiten innerhalb des Vereins derzeit nicht in der Lage, die sportliche Verantwortung bei S04 zu übernehmen", ließ er über seinen Medienberater verbreiten. Die Gelsenkirchener installierten schließlich Peter Knäbel als Nachfolger von Jochen Schneider.