06. März 2019 / 14:11 Uhr

Nach Frankfurter Choreo-Eklat: Europa-League-Partie von Eintracht gegen Inter ein Risikospiel

Nach Frankfurter Choreo-Eklat: Europa-League-Partie von Eintracht gegen Inter ein Risikospiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim Europa-League-Gruppenspiel gegen Lazio Rom hatten Frankfurter Fans im Dezember Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen.
Beim Europa-League-Gruppenspiel gegen Lazio Rom hatten Frankfurter Fans im Dezember Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen. © picture alliance/dpa
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Die Fans von Eintracht Frankfurt und die Polizei begegnen sich weiterhin mit Argwohn - nicht erst seit dem Choreo-Eklat vor dem Donezk-Spiel. Die Partie zuhause gegen Mailand ist offiziell ein Risikospiel: Der SGE droht eine harte Strafe, sollte es erneut zu Ausschreitungen kommen.

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Die Fans von Eintracht Frankfurt stehen beim Europa League-Schlager gegen Inter Mailand am Donnerstag unter besonderer Beobachtung. Die Polizei hat die Achtelfinal-Begegnung am Donnerstag (18.55 Uhr/Nitro und DAZN) als Risikospiel eingestuft. Die Frankfurter erwarten bei dem Hinspiel 2.600 Anhänger aus Italien. Die Eintracht spielt auf Bewährung und kann sich kein weiteres Fehlverhalten ihrer Fans erlauben. Im Hintergrund schwelt zudem weiter der Streit mit Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU).

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Die schönsten Choreografien im Überblick: Ob Dortmund, Madrid, Rom oder Frankfurt  In diesen Stadien haben Fußball-Fans mit ihren Choreos in den letzten Jahren Maßstäbe gesetzt. ©
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Eintracht-Fans droht Ausschluss bei Auswärtsspiel

„Wir werden wieder situativ entscheiden“, sagte eine Polizeisprecherin zur Strategie bei den Sicherheitsmaßnahmen. Die Eintracht war nach der wiederholten Randale ihrer Fans im Januar von der UEFA mit einem Zuschauer-Ausschluss auf Bewährung und einer Geldbuße von 80.000 Euro bestraft worden. Die Dauer der Bewährung ist auf zwei Jahre festgelegt. Kommt es in dieser Zeit erneut zu Vorfällen, dürfen die Eintracht-Anhänger nicht zum nächsten Auswärtsspiel fahren. Während des letzten Gruppenspiels am 13. Dezember in Rom (2:1) hatten Eintracht-Fans Böller, Bengalos und Raketen auf Lazio-Fans, Polizisten und Ordner geworfen.

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Zum Rückspiel nach Mailand wollen 13.500 Eintracht-Anhänger fahren. Der Verein hat nach eigenen Angaben keine Bedenken, dass dort etwas passiert. „Mailand ist ein ganz anderes Thema, als es Rom gewesen ist“, sagte Mediendirektor Jan Strasheim.

Mit Argusaugen schaut auch die Politik auf das Hinspiel. Vor dem Duell gegen den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk am 21. Februar hatte die Polizei Stadionbereiche nach Pyrotechnik abgesucht. Dazu lag ein gerichtlicher Durchsuchungsbeschluss vor. Später entfernten die Beamten ein Banner, das gegen Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) gerichtet war. Begründet hatte die Polizei die Aktion auch mit Äußerungen von Eintracht-Präsident Peter Fischer, die sie als Aufforderung zum Einsatz von Pyrotechnik verstanden haben will. Die Eintracht hat juristische Schritte gegen den Polizeieinsatz eingelegt, das Ganze hatte auch ein parlamentarisches Nachspiel.

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