21. Oktober 2021 / 19:32 Uhr

Wie Eintracht Frankfurt das Krisen-Gerede und Olympiakos Piräus bezwingen will

Wie Eintracht Frankfurt das Krisen-Gerede und Olympiakos Piräus bezwingen will

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am Donnerstag wartet mit Olympiakos Piräus ein schwerer Gegner auf Eintracht Frankfurt und Trainer Oliver Glasner in der Europa League. 
Am Donnerstag wartet mit Olympiakos Piräus ein schwerer Gegner auf Eintracht Frankfurt und Trainer Oliver Glasner in der Europa League.  © IMAGO/osnapix (Montage)
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Mit einem Sieg gegen Olympiakos Piräus will Eintracht Frankfurt das Weiterkommen in der Europa League fest ins Visier nehmen und endlich aus dem latent mitschwingenden Krisen-Modus heraus. Trainer Oliver Glasner verrät, wie das gelingen soll.

Für Eintracht Frankfurt ist das Europa-League-Gruppenspiel am Donnerstagabend (21.00 Uhr/RTL live) gegen Olympiakos Piräus auch ein Spiel gegen das zunehmende Krisengerede. "Wichtig ist, nicht alles über Bord zu werfen, nicht alles infrage zu stellen, sondern die kleinen Rädchen nachzujustieren im Offensivbereich und in der Absicherung", sagte Cheftrainer Oliver Glasner. Der 47-jährige Österreicher hatte nach der 1:2-Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen Hertha BSC eine Brandrede gehalten und gesagt, dass er sich einen "hinter die Binde" kippen wolle, um Lösungen für das Dilemma zu finden.

Für diesen unbedachten Ausbruch entschuldigte er sich am Mittwoch und versicherte: "Wir haben uns nüchtern damit beschäftigt, Lösungen zu finden." Möglicherweise wäre eine, auf Personalwechsel zu setzen. Für Timothy Chandler könnte Almamy Touré auf die rechte Seite rücken, die Offensivspieler Jesper Lindström und Sam Lammers müssen eventuell für Daichi Kamada und Goncalo Paciencia weichen. "Ich erwarte ein sehr schwieriges Spiel. Da müssen wir einen kühlen Kopf behalten", sagte Glasner. "Dann kann es ein Spiel auf Augenhöhe werden."

Mit einem Erfolg gegen den 46-maligen griechischen Meister würden die Hessen an die Tabellenspitze der Gruppe D rücken und dem Überwintern im Europacup ein gutes Stück näher kommen. Doch ein etwaiger Sieg am Donnerstag darf für die ambitionierte Eintracht nur der Anfang einer dringend benötigten Erfolgsserie sein. Dabei schien das überraschende 2:1 Anfang des Monats beim FC Bayern die Wende bereits eingeläutet zu haben - doch dann kam der Rückschlag gegen die Hertha, die dazu führte, dass es in der Bundesliga weiter nur zum enttäuschenden 14. Platz genügt.

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Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann hat die Partie gegen Piräus zum "Schlüsselspiel" ausgerufen - auch aus finanziellen Gründen: Rund 4,5 Millionen Euro sind bisher an Einnahmen sicher. Sternstunden auf der europäischen Bühne erlebten die Frankfurter, 2019 Halbfinalist in der Europa League, lange nicht mehr. Beeindruckend war zuletzt das 4:1 bei Red Bull Salzburg Anfang 2020. In den ersten Begegnungen des aktuellen Wettbewerbs reichte es mit Zittern zu einem Remis gegen Fenerbahce Istanbul (1:1) und einem 1:0 beim FC Antwerpen in der Nachspielzeit.