13. November 2022 / 18:41 Uhr

Frankfurt hadert mit schlechter Halbzeit bei Mainz-Remis: "Komplett den Schneid abkaufen lassen"

Frankfurt hadert mit schlechter Halbzeit bei Mainz-Remis: "Komplett den Schneid abkaufen lassen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Kevin Trapp (links) und Sebastian Rode waren beim Remis gegen Mainz 05 vor allem mit der ersten Hälfte unzufrieden.
Kevin Trapp (links) und Sebastian Rode waren beim Remis gegen Mainz 05 vor allem mit der ersten Hälfte unzufrieden. © IMAGO/Thomas Frey/Kessler-Sportforografie (Montage)
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Für Eintracht Frankfurt verlief der Jahresabschluss in der Bundesliga am Sonntagnachmittag nicht wie erhofft. Beim Remis gegen Mainz war einigen SGE-Profis besonders die Leistung der Mannschaft im ersten Durchgang ein Dorn im Auge. Keeper Kevin Trapp und Leader Sebastian Rode finden bei der Analyse deutliche Worte.

Aus Frankfurter Sicht hätte es so schön sein können: Mit dem vierten Sieg in Serie wollte Eintracht Frankfurt eine starke erste Saisonphase krönen. Beim 1:1 gegen Außenseiter Mainz 05 wurde jedoch schnell klar, dass es mit diesem Unterfangen schwierig werden würde. Denn: Gerade in Durchgang eins wirkte die SGE für die letzten Wochen ungewohnt nachlässig, ließ sich von mutig aufspielenden Gastgebern merklich überrumpeln. In der ersten Hälfte habe man sich "komplett den Schneid abkaufen lassen", schimpfte Keeper Kevin Trapp im Nachgang bei DAZN: "So ehrlich müssen wir sein."

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Trapps Frust bezog sich besonders auf die fehlende Präsenz in den Mann-gegen-Mann-Duellen, die leidenschaftliche Mainzer vermehrt für sich entschieden. "Was die Zweikampfquote angeht, waren wir eigentlich nie da", befand der Frankfurter Schlussmann. Auch Teamkollege Sebastian Rode, der erst nach dem Seitenwechsel in die Partie kam, merkte aus Zuschauer-Sicht an: "Wir sind nicht so in unser Spiel reingekommen." So seien die hauptsächlich gespielten langen Bälle zu schnell verpufft. "Gegen die drei Kanten dahinten haben wir kein Land gesehen", lobte Rode auch die Mainzer Defensive um Stefan Bell, Alexander Hack und Edimilson Fernandes.

Erst nach dem Wiederanpfiff mobilisierten die Frankfurter noch mal alle Kräfte, nach sieben Siegen in den vergangenen acht Spielen einen Erfolg draufzulegen. Und es war einmal mehr Sommer-Zugang Randal Kolo Muani, der zuschlagen konnte. WM-Fahrer Mario Götze spielte einen genialen Chip in den Lauf des Angreifers, der aus spitzem Winkel einschoss. "Traumpass", schwärmte Rode vom No-Look-Assist Götzes, der von Sportvorstand Markus Krösche vor der Partie noch als "bester offensiver Mittelfeldspieler der Bundesliga" deklariert worden war.

Trapp: "Es ist mit das schönste Jahr, was die Eintracht seit sehr langer Zeit erlebt hat"

Und so überwogen nach dem 1:1 am Ende dann doch die versöhnlichen Stimmen bei der Eintracht. "Es ist hervorragend, was wir geleistet haben. Auch die Entwicklung vom ersten Spieltag, wo wir richtig auf die Mütze bekommen haben von Bayern bis jetzt", so Rode, der auf den historischen Einzug ins Champions-League-Achtelfinale, den Sprung unter die letzten 16 im DFB-Pokal und den vierten Platz in der Bundesliga verwies. "Es ist mit das schönste Jahr, was die Eintracht seit sehr langer Zeit erlebt hat", sagte auch Trapp, der im Sommer noch mit einem Wechsel zu Premier-League-Klub Manchester United in Verbindung gebracht worden war, ein entsprechendes Angebot aber zurückwies.

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Gefeiert wurden die Frankfurter trotz des kleinen Dämpfers zum Jahresabschluss von ihren Fans dann dennoch. Auf einem großen Spruchband, das die Gäste-Anhänger nach dem Abpfiff ausrollte, stand: "Wir sagen Danke schön Könige von Europa." Trapp dazu: "So ein Abschluss ist für alle dann schön."

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