02. November 2020 / 07:48 Uhr

Frankfurt-Vorstand Axel Hellmann kritisiert erneuten Fan-Ausschluss deutlich: "Juristisch angreifbar"

Frankfurt-Vorstand Axel Hellmann kritisiert erneuten Fan-Ausschluss deutlich: "Juristisch angreifbar"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frankfurt-Vorstand Axel Hellmann hat deutliche Kritik am neuerlichen Fan-Ausschluss in der Bundesliga geäußert.
Frankfurt-Vorstand Axel Hellmann hat deutliche Kritik am neuerlichen Fan-Ausschluss in der Bundesliga geäußert. © Getty Images/imago images/Jan Huebner (Montage)
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Vorstandsmitglied Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt hat den neuerlichen Fan-Ausschluss in der Bundesliga deutlich kritisiert. Der Fußball stelle kaum eine Gefahr zur Corona-Verbreitung dar. Eine Untersuchung habe sogar ergeben, dass kein Infektionsfall in Frankfurt auf einen Stadion-Besuch zurückverfolgbar ist.

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Vorstandsmitglied Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt hält den coronabedingten Zuschauerausschluss in den kommenden vier Wochen für "juristisch angreifbar". Dies sagte der Funktionär der Hessen dem Kicker. "Wenn man nicht will, dass der gesamte Profisport zerstört wird, wird man sich mit tragfähigen Konzepten arrangieren müssen", sagte Hellmann weiter. Zuletzt hatten die Bundesliga-Klubs dank ihrer Hygienekonzepte in einer Testphase vor bis zu 20 Prozent der maximalen Zuschauerauslastung in den Stadien spielen dürfen. Wegen der neuen Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung ist dies seit Montag und über den gesamten November nicht mehr möglich.

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Dass man sich bei der Zulassung von Fans an den einzelnen Bundesliga-Standorten zuletzt an den jeweiligen Corona-Inzidenzwerten in den Regionen orientiert hatte, kritisierte Hellmann: "Ich glaube, wir müssen uns von einer Zahlenbetrachtung verabschieden", sagte er und schloss in seine Kritik auch die neuerlichen Beschlüsse der Regierungschefs von Bund und Ländern ein. "Wir wissen jetzt mehr über Corona und wissen auch, dass uns die Pandemie noch eine Zeit lang begleiten wird. Es geht also um die richtigen und wirksamen Konzepte."

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Hellmann verwies zudem darauf, dass der Profi-Fußball bisher kaum zur Verbreitung des Virus beigetragen have: "Vom Stadionbesuch in der jetzigen Form geht also keine über das allgemeine Risiko hinausgehende Gefahr aus. Das richtig zu bewerten ist die Aufgabe von Politik und Verwaltung", forderte Hellmann. Der 49-Jährige berichtete von Gesprächen mit dem Gesundheitsamt, dem Gesundheitsdezernenten und der Uniklinik Frankfurt, aus denen sich ergab, "dass es nicht einen nachvollzogenen Infektionsfall bei unseren Besuchern gegeben" habe. Man müsse jetzt "einen Umgang finden mit der Situation bei vertretbarem Risiko".