24. Oktober 2019 / 19:42 Uhr

Vor Eintracht-Spiel gegen Lüttich: 38 Gäste-Fans dürfen nicht ins Stadion - Aufenthaltsverbot für Römerberg

Vor Eintracht-Spiel gegen Lüttich: 38 Gäste-Fans dürfen nicht ins Stadion - Aufenthaltsverbot für Römerberg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Auf dem Römerberg feierten die Fans von Eintracht Frankfurt im Sommer 2018 den DFB-Pokal-Sieg (links) - diesen Ort dürfen die Anhänger von Europa-League-Gegner Standard Lüttich am Donnerstag nicht betreten.
Auf dem Römerberg feierten die Fans von Eintracht Frankfurt im Sommer 2018 den DFB-Pokal-Sieg (links) - diesen Ort dürfen die Anhänger von Europa-League-Gegner Standard Lüttich am Donnerstag nicht betreten. © imago/Sven Simon/Panoramic International
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Vor dem Europa-League-Spiel am Donnerstagabend zwischen Eintracht Frankfurt und Standard Lüttich hat die Polizei gegen 37 Fans des belgischen Klubs ein Stadionverbot erteilt. Sie dürfen sich auch nicht in der Stadt aufhalten. Zuvor gab es bereits ein allgemeines Aufenthaltsverbot für den Römerberg.

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Bei Kontrollen vor dem Europa-League-Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Standard Lüttich am Donnerstag (21 Uhr/Nitro und DAZN) hat die Polizei gegen 37 aus Belgien eingereiste Fans ein Betretungsverbot für das Stadion, die Frankfurter Innenstadt und den Hauptbahnhof ausgesprochen. In ihrem Fan-Bus hatten Beamte bei einer Kontrolle an der Autobahn in Aachen Bengalos, Rauchbomben und Knallkörper mit insgesamt 2,5 Kilogramm Explosivstoffen sichergestellt, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Da nicht geklärt werden konnte, wem genau im Bus diese Dinge gehörten, sprach die Polizei gegen alle 37 Fans das Betretungsverbot aus.

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Die Bundespolizei hatte Hinweise auf die mögliche Einreise von 400 gewaltbereiten Risiko-Fans aus Belgien bekommen. Die Aachener Nachrichten hatten über Polizeikontrollen an der Grenze berichtet.

Die Frankfurter Polizei hatte zuvor bereits "ein Aufenthalts- und Betretungsverbot" auf dem Römerberg für Fans von Lüttich erlassen. Dies teilte sie via Twitter mit. Mehr als 2500 Fans des Traditionsvereins werden in Frankfurt erwartet.

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1000 VIP-Plätze müssen gegen Lüttich leer bleiben

Als Anlaufpunkt hatten Ultra-Fans aus Lüttich den populären Rathausplatz avisiert. Diesen Ort dürfen die Anhänger der Gäste aus Belgien nun nicht betreten, um einen Zusammenstoß mit den Frankfurtern zu verhindern. Hintergrund dieser Sicherheitsmaßnahme ist das jüngste Fehlverhalten der Eintracht-Fans. Aus diesem Grund musste die SGE zuletzt mehrfach empfindliche Strafen durch die UEFA hinnehmen.

Wegen der Pyro-Vorfälle im Playoff-Spiel gegen Racing Straßburg müssen am Donnerstag gegen Lüttich rund 1000 Plätze auf der VIP-Tribüne hinter den Trainerbänken frei bleiben. Diese Strafe hatte die UEFA auch deshalb verhängt, weil der Schiedsrichter der Partie Ende August von Zuschauern mit Gegenständen beworfen worden war. Außerdem spielte die Eintracht wegen ihrer Fans ohnehin auf Bewährung.

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Eintracht mit Zuschauerausschlüssen für Spiele in Lüttich und London bestraft

Nachdem es beim Auswärtsspiel in Guimaraes am 2. Spieltag der Europa League dann zu Ausschreitungen der Frankfurter Fans kam und sogar mit Sitzschalen geworfen wurde, hat die UEFA für die beiden weiteren Auswärtspartie in Lüttich (7.11.) und beim FC Arsenal (28.11.) einen Zuschauerausschluss gegen die Eintracht verhängt. Die SGE-Anhänger waren im Anschluss an die Kollektivstrafe, die der Verband ausgesprochen hatte, hart mit der UEFA-Entscheidung umgegangen und sich wenig einsichtig gezeigt.

Die Polizei hat via Twitter bekanntgegeben: "Wir gehen konsequent gegen diejenigen vor, die mit anderen Absichten als Fußball zu schauen zum Spiel #SGErscl anreisen."