27. Juni 2022 / 14:15 Uhr

Eintracht-Trainer Oliver Glasner reagiert auf Hinteregger-Rücktritt: "Habe ihn danach relativ befreit erlebt"

Eintracht-Trainer Oliver Glasner reagiert auf Hinteregger-Rücktritt: "Habe ihn danach relativ befreit erlebt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Frankurt-Trainer Oliver Glasner spricht über den Abschied von Verteidiger Martin Hinteregger.
Frankurt-Trainer Oliver Glasner spricht über den Abschied von Verteidiger Martin Hinteregger. © IMAGO/NurPhoto/Sven Simon (Montage)
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Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner hat mit Verständnis auf den überraschenden Rücktritt seines Abwehrspielers Martin Hinteregger reagiert. "Wenn es dem Menschen Martin Hinteregger damit besser geht, ist das die richtige Entscheidung", sagte Glasner. Er habe den 29-Jährigen danach "relativ befreit" erlebt.

Trainer Oliver Glasner von Eintracht Frankfurt hat Verständnis für den überraschenden Rücktritt von Abwehrspieler Martin Hinteregger geäußert. "Das eine ist sportlich, das andere ist der Mensch. Und wenn es dem Menschen Martin Hinteregger mit dieser Entscheidung besser geht, dann ist das die richtige Entscheidung", sagte Glasner am Montag bei der Pressekonferenz des hessischen Bundesligisten zum Trainingsauftakt. Der Coach gab an, mit seinem österreichischen Landsmann sowohl vor als auch nach dessen Entschluss Kontakt gehabt zu haben. "Ich finde es sehr schade, aber ich habe ihn danach relativ befreit erlebt."

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Glasner würdigte zudem die Verdienste des österreichischen Nationalspielers rund um den sportlichen Frankfurter Aufschwung in den vergangenen Jahren, der mit dem Europa-League-Titelgewinn im Mai im Finale von Sevilla gegen die Glasgow Rangers gekrönt wurde. "Er hat den Aufstieg der Eintracht mit geprägt, als Spieler, als Typ. Es ist schade, dass wir sportlich so jemanden verlieren. Aber wenn es ihm damit besser geht, ist das hundertprozentig in Ordnung", so Glasner. Hinteregger sei in Frankfurt jederzeit willkommen. "So willkommen, dass er heute schon wieder vorbei geschaut hat", ergänzte der Trainer.

Der 29 Jahre alte Hinteregger, der in den vergangenen dreieinhalb Jahren für Frankfurt spielte und bei den Fans trotz einiger Undiszipliniertheiten außerordentlich beliebt war, hatte in der vergangenen Woche trotz eines noch bis 2024 laufenden Vertrags sein Karriereende als aktiver Profifußballer verkündet. Vorausgegangen war Wirbel um eine Geschäftsbeziehung Hintereggers mit Heinrich Sickl, einem früheren Gemeinderat der rechtspopulistischen FPÖ. Sickl, der im rechtsextremen Milieu vernetzt sein soll, stammt wie Hinteregger aus dem Ort Sirnitz. Beide waren offenbar in die Organisation eines von Hinteregger mit initiierten Fußballturniers und eines dazu gehörigen Musikfestivals eingebunden.

Als die Verbindung und die Hintergründe um Sickl durch den Bericht eines österreichischen Journalisten publik wurden, brach Hinteregger die Geschäftsbeziehung zu dem Ex-FPÖ-Amtsträger ab und distanzierte sich vom politisch rechten Lager.

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