12. März 2020 / 20:45 Uhr

Eintracht Frankfurt vor Aus in der Europa League: Campo, Frei und Bua schießen FC Basel zu klarem Sieg

Eintracht Frankfurt vor Aus in der Europa League: Campo, Frei und Bua schießen FC Basel zu klarem Sieg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Eintracht Frankfurt hat das Hinspiel im Europa-League-Achtelfinale gegen den FC Basel verloren.
Eintracht Frankfurt hat das Hinspiel im Europa-League-Achtelfinale gegen den FC Basel verloren. © imago images/HMB-Media
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Eintracht Frankfurt steht nach dem Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League mit dem Rücken zur Wand: Im Heimspiel, das wegen des grassierenden Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen werden musste, unterlag die Eintracht den Schweizern des FC Basel mit 0:3.

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Ganz bitterer Europacup-Abend für Eintracht Frankfurt: Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter hat das Hinspiel gegen den Schweizer Vertreter FC Basel in der Commerzbank-Arena ohne Zuschauer mit 0:3 (0:1) verloren. Samuele Campo (27. Minute) per Freistoßtor, Kevin Bua (73.) - nach Pass von Campo - und Fabian Frei (84.) erzielten die Treffer für die Gäste, die wegen des grassierenden Coronavirus ihr letztes Pflichtspiel Ende Februar absolviert hatten. In der Schweiz ist der Liga-Spielbetrieb vorerst gestoppt worden. Das Spiel in Frankfurt musste wegen des Virus als Geisterspiel ohne Publikum ausgetragen werden.

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Die Frankfurter stehen wegen der Heim-Niederlage vor dem Rückspiel am kommenden Donnerstag, das - sollte die Europa League wegen des Corona-Ausbruchs nicht gestoppt werden - ebenfalls in Frankfurt ausgetragen wird, mit dem Rücken zur Wand: Dem Halbfinalisten der vergangenen Saison droht nach dem schwachen Auftritt das Aus. Die SGE zeigte sich zu Spielbeginn zwar überlegen, agierte allerdings zu ideenlos. Der Freistoß-Gegentreffer durch Campo war die gerechte Strafe. Bis zur Pause geriet das Baseler Gehäuse nicht einmal ernsthaft in Gefahr. Vielmehr bot sich Silvan Widmer (43.) sogar die Chance zum zweiten Treffer für den Schweizer Vizemeister, doch ein Kopfball des Abwehrspielers verfehlte knapp das Ziel.

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Ex-Kapitän Russ plädiert für Saison-Unterbrechung

Eintracht-Trainer Adi Hütter reagierte in der Halbzeit auf die schwache Vorstellung seines Teams und brachte mit Gonçalo Paciência einen zweiten Stürmer. Für den Portugiesen blieb Djibril Sow in der Kabine. Gegen Spielende geriet die Hintermannschaft des Bundesligisten gegen die spielstarken Eidgenossen immer mehr ins Wanken. So ging die Niederlage auch in dieser Höhe in Ordnung. "Wir dürfen nicht so verlieren. Wir haben zwei Tore kassiert, die extrem schlecht verteidigt waren", kritisierte Frankfurt-Profi Sebastian Rode nach dem Spiel.

Dass auch das Rückspiel in Frankfurt ausgetragen wird, ist ein Novum: Die Kantonspolizei Basel hatte am vergangenen Montag angeordnet, dass die Partie wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht im Baseler St. Jakob-Park stattfinden darf. Angesichts der Geisterspiele plädiert Frankfurts früherer Kapitän Marco Russ für einen Stopp der Fußball-Saison. "Es bringt ja nichts, auf Biegen und Brechen die Spiele runter zu rattern", sagte Russ am Donnerstag in der Halbzeitpause der Europa-League-Begegnung bei DAZN. "Es muss nur eine grundsätzliche Lösung gefunden werden, wie es weitergehen soll. Ob das mit der Europameisterschaft dann Sinn macht, oder ob man die verschiebt. Und dann irgendwie die Bundesliga, die Europa League und die Champions League weiterspielt", meinte der 34-Jährige, der sich momentan von einem Achillessehnenriss erholt