16. Mai 2020 / 00:13 Uhr

Eintracht Segeberg kehrt in die SG Trave 06 zurück

Eintracht Segeberg kehrt in die SG Trave 06 zurück

Jürgen Brumshagen
Kieler Nachrichten
SG Trave 06
SG Trave 06 © Privat
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Im Jahr 2006 taten sich der Leezener SC, SV Todesfelde, SV Wittenborn, Eintracht Segeberg, SC Rönnau 74 und der SV Wahlstedt zusammen. In der SG Trave 06 Segeberg wurden die Kräfte gebündelt, um die Fußball-Nachwuchsförderung in den Altersklassen A-, B- und C-Junioren zu forcieren und damit auch Nachwuchs für die Männermannschaften auszubilden.

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Sportlich stellte sich schnell Erfolg ein. Zwischenzeitlich spielten alle drei Jahrgänge in der Oberliga, die U19 feierte in der Saison 2010/11 sogar den Staffelsieg. Aber zwischen den Klubs knirschte es zunehmend. Die Folge war, dass die Vereine aus Bad Segeberg und Klein Rönnau ausstiegen, später folgte auch der SV Wahlstedt.

Die „Rest-Trave“ könnte nun wieder Zuwachs erhalten: Eintracht Segeberg soll als Kooperationspartner zurückkehren. Das ist das Ergebnis von intensiven Gesprächen zwischen den Obleuten Tim Rode (Leezener SC), Wilfried Pohlmann (SV Todesfelde), André Lehmann (SV Wittenborn) und Lars Westensee (Eintracht Segeberg). „Nach anfänglichen Schwierigkeiten waren die Dialoge sehr angenehm und zielführend“, verrät Westensee.

Mehr Fußball aus der Region

„Wir sind fest davon überzeugt, dass dieser gemeinsame Weg der Richtige ist“, sagt Markus Weber, Sportlicher Leiter der Todesfelder. „Gemeinsam können wir wieder eine Topadresse des Jugendfußballs werden.“ Ähnlich sieht es Leezens Tim Rode, für den ein weiterer Gedanke eine ganz große Rolle spielt: „Wir wollen für jedes Kind und jeden Jugendlichen aus unserer Region gemeinsam eine Möglichkeit schaffen, Fußball zu spielen.“ Und Lars Westensee von der Segeberger Eintracht ergänzt: „Vereinszugehörigkeit ist für mich ein wichtiger Wert. Ganz viele unserer ehemaligen Spieler kicken in Vereinen außerhalb des Kreises, weil wir kein Angebot hatten. Dies wird sich nun ändern.“

In den nächsten Wochen soll mit den Detailplanungen begonnen, sollen die letzten offenen Fragen zwischen den Partnern beantwortet und der neue SG-Vertrag unterzeichnet werden. Dann werden die Mannschaften mit Trainern und Betreuern bestückt, die Kader für die ab September geplante Spielzeit 2020/21 zusammengestellt. Weber fordert die Jugendlichen auf: „Bleibt bei der Stange und helft mit, auf tollen Sportanlagen etwas aufzubauen, was schon einmal sportlich prächtig funktioniert hat. In jedem dieser vier Orte und Vereine steckt für den Fußball viel Potenzial. Nun gilt es, dies gemeinsam abzurufen.“