22. Februar 2019 / 18:02 Uhr

Eintracht Frankfurt attackiert Polizei wegen Einsatz vor Donezk-Spiel: "Ein Eklat"

Eintracht Frankfurt attackiert Polizei wegen Einsatz vor Donezk-Spiel: "Ein Eklat"

Redaktion Sportbuzzer
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Die Eintracht-Bosse Peter Fischer (l.) und Axel Hellmann (M.) erheben heftige Vorwürfe gegen die Frankfurter Polizei. Hessens Innenminister Peter Beuth (r.) verteidigte die Maßnahme.
Die Eintracht-Bosse Peter Fischer (l.) und Axel Hellmann (M.) erheben heftige Vorwürfe gegen die Frankfurter Polizei. Hessens Innenminister Peter Beuth (r.) verteidigte die Maßnahme. © imago/Jan Huebner
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Der Streit geht in die nächste Runde: Eintracht Frankfurt hat nach der Kritik von Hessens Innenminister Peter Beuth seinerseits reagiert. Der Klub nennt den Polizeieinsatz vor dem Donezk-Spiel einen "Eklat". Die SGE will den Vorgang anwaltlich untersuchen lassen.

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Die Fronten sind verhärtet: Eintracht Frankfurt auf der einen und die Frankfurter Polizei sowie Hessens Innenminister Peter Beuth auf der anderen Seite kritisieren sich weiter gegenseitig. Der Polizeieinsatz beim Europa-League-Spiel der SGE am Donnerstagabend gegen Schachtjor Donezk (4:1) ist aus Sicht von Beuth zurecht erfolgt - der Fußball-Bundesligist hält dagegen.

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Einsatz "weder geeignet noch erforderlich"

Zur Wahrung eigener Rechtsansprüche hat die Eintracht daher eine anwaltliche Untersuchung des Polizeieinsatzes vor dem Donezk-Spiel veranlasst. Dies teilte der Klub am Freitag mit. Zudem übte der Verein in einer Pressemitteilung heftige Kritik an den polizeilichen Maßnahmen, die „nicht der Gefahrenabwehr“ gedient hätten und „weder geeignet, noch erforderlich, noch verhältnismäßig“ gewesen seien. Dass der Verein als in jeglicher rechtlicher Hinsicht in der Haftung stehender Veranstalter nicht mit einbezogen wurde, "kommt einem Eklat gleich", heißt es in der Mitteilung.

Zudem wies der amtierende DFB-Pokalsieger die kurz zuvor von Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) gegen Eintracht-Präsident Peter Fischer erhobenen Vorwürfe zurück. Beuth hatte Fischers am Tag vor dem Spiel getätigte Äußerungen, dass Stadion müsse "brennen", auf einer Pressekonferenz als unverantwortlich bezeichnet. Solche Aussagen seien höchst bedenklich und inakzeptabel, rügte der Innenminister.

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„Die abwegigen Vorwürfe des Innenministers in Richtung der Verantwortungsträger von Eintracht Frankfurt, die nun zur Rechtfertigung des polizeilichen Handelns herangezogen werden, belegen in bedrückender Weise, dass es objektiv und zuvorderst nicht um Fragen der Sicherheit ging“, kritisierte wiederum der Verein. Eintracht-Vorstand Axel Hellmann bezeichnete den Einsatz als „drastische Maßnahme, die ich für rechtsstaatlich bedenklich halte“. Er habe versucht, den Frankfurter Polizeichef Gerhard Bereswill in drei Telefonaten davon abzubringen - letztlich vergeblich.

Banner war Auslöser für Choreo-Absage

In Folge des Polizeieinsatzes vor der Begegnung gegen Schachtjar hatten die Fans der Eintracht ihre geplante Mega-Choreografie abgesagt. Laut den Behörden wurde bei der Durchsuchung ein beleidigendes Banner sichergestellt, das sich an Innenminister Beuth gerichtet haben soll. Schon unmittelbar nach dem Einsatz hatte die Eintracht in Person von Vorstand Hellmann das Vorgehen der Polizei kritisiert. „Die Kernfrage lautet: Ist ein Video eines emotionalen Präsidenten ein ausreichender Anlass, um eine Gefahrenabwehr heraufzubeschwören", betonte Hellmann am Donnerstagabend.

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