20. Dezember 2020 / 21:49 Uhr

Ex-Pinguin Bruggisser und Doppel-Görtz führen die Grizzlys Wolfsburg zum Premieren-Sieg

Ex-Pinguin Bruggisser und Doppel-Görtz führen die Grizzlys Wolfsburg zum Premieren-Sieg

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
(L-R) Max Gšrtz, Spencer Machacek, Phillip Bruggisser und Jordan Boucher von den Grizzlys Wolfsburg feiern das Tor zum 1:1 wŠhrend des Spiels zwischen die Grizzlys Wolfsburg gegen die Krefeld Pinguine am 20.12.2020 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)
Erfreulicher Auftakt: Doppel-Torschütze Max Görtz, Spencer Machacek (v. l.) und die Grizzlys gewannen gegen die Krefeld Pinguine. © Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH
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Mit einem im Ergebnis souveränen 4:1 sind die Grizzlys Wolfsburg in die DEL-Saison gestartet. Anfangs war es gegen die Krefeld Pinguine mühsam gewesen, am Ende war die Grizzlys Tabellenführer der Nord-Gruppe.

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Gut 30 Minuten war er hakelig, der erste DEL-Auftritt der Grizzlys Wolfsburg in dieser Saison. Aber dann ging die Post ab! Max Görtz (2), Spencer Machacek und Matti Järvinen trafen für die Gastgeber beim 4:1 (0:1, 2:0, 2:0). "Wir brauchen mehr von den dreckigen Toren, nicht nur die schönen, wir haben die Baustellen im Training bearbeitet", sagte Grizzlys-Routinier Gerrit Fauser vor der Partie. Aber so richtig zu sehen war das nicht. Wolfsburg spielte mit Tempo und aggressiv nach vorn, ließ aber wieder einmal den Zug zum Tor vermissen. Und hinten war es einige Male zu unaufgeräumt oder zu offen. Laurin Braun hatte schon das 1:0 der Gäste auf dem Schläger, Keeper Chet Pickard parierte. Die Gäste-Führung war dann glücklich, aber nicht unverdient. Arthur Tianulin hatte den freien Christian Bull bedienen wollen, der angeschossene Ryan Button schob den Pass mit der Kufe unabsichtlich ins eigene Netz.

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"Wir müssen nicht alles mit der Brechstange machen - und auch mal einen zweiten Mann vor des Gegners Tor platzieren", forderte Kapitän Sebastian Furchner. Doch erst einmal wurde es im zweiten Drittel nicht besser. Am stärksten: das Unterzahlspiel. Binnen weniger Sekunden mussten Bruggisser und Fabio Pfohl in der 28. Minute auf die Strafbank, aber die Box stand prima und Pickard im Kasten blieb souverän. Der Rückstand schien die Gastgeber weiter zu beeindrucken. Nachdem sie im ersten Drittel wenigstens noch ein halbwegs ansehnliches Powerplay zusammengebracht hatten, wurde die nächste Chance mit einem Mann mehr auf dem Eis wenig überzeugend gespielt. Und auch eine weitere wurde erst einmal eher schwach gespielt.

DEL 20/21: Grizzlys Wolfsburg - Krefeld Pinguine

Szenen vom Sieg der Grizzlys Wolfsburg gegen Krefeld zum Auftakt der DEL-Saison 2020/21. Zur Galerie
Szenen vom Sieg der Grizzlys Wolfsburg gegen Krefeld zum Auftakt der DEL-Saison 2020/21. © Britta Schulze (9), Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH (2)

Aber wie das dann so ist... Von der blauen Linie fiel kurz vor Ablauf dieser Strafe der Ausgleich, Spencer Machacek fälschte den Schuss noch entscheidend ab. Dass der erst mal offiziell als Torschütze genannte Verteidiger Bruggisser gegen seinen Ex-Klub was bewegte, war dabei weniger bemerkenswert als das Wie: nämlich nicht mit seinem gefürchteten Hammer. Der Däne hatte geschlenzt. Jordan Boucher, der zu den Besten zählte, hatte Krefelds Keeper Segej Belov schön die Sicht genommen.

Tor getroffen, gleich war die Sicherheit da. Ex-Grizzly Lucas Lessio kassierte die erste seiner drei Strafzeiten, es folgte Direkt-Passspiel von Bruggisser über Garrett Festerling zu Görtz - der Schwede hämmerte - 2:1. Binnen 64 Sekunden hatten die Grizzlys die Partie gedreht.

Der Schlussabschnitt hatte kaum begonnen, da war die Partie entschieden. Julian Melchiori war weit vorgefahren, legte zurück, Görtz langte wieder hin - 3:1. Järvinen erhöhte bald darauf im Nachschuss. Da war die Partie durch. Weniger schön: Im zweiten Drittel war Mathis Olimb ausgeschieden, als er mit Machacek zusammengerasselt war. Olimb musste ins Krankenhaus. Auch Krefeld hatte im zweiten Drittel einen Ausfall: Laurin Braun konnte nach Zusammenprall mit Jeff Likens nicht weitermachen.

Grizzlys: Pickard - Likens, Melchiori; Button, Adam; Bruggisser, Wurm - Görtz, Järvinen, Furchner; Boucher, Pfohl, Rech; Machacek, Olimb, Busch; Hungerecker, Festerling, Fauser.

Krefeld: Belov - Sacher, C. Braun; Bull, Trivellato; Bindulis, Valitov; Bappert - Niederberger, Petrakov, L. Braun; Tyanulin, Postel, Schymainski; Buncis, Blank, Lessio; Kuhnekath, Klöpper, Shatsky.

Schiedsrichter: Hoppe/Iwert. - Strafminuten: Grizzlys 6, Pinguine 12.

Tore: 0:1 (14:44) Tianulin (Postel), 1:1 (35:12) Machacek (Bruggisser/Görtz - 5:4), 2:1 (36:16) Görtz (Festerling/Bruggisser - 5:4), 3:1 (40:42) Görtz (Melchiori/Järvinen), 4:1 (44:27) Järvinen (Busch/Machacek).