22. Oktober 2020 / 10:22 Uhr

Eishockey: Cup-Turnier der DEL-Klubs - Grizzlys starten gegen Düsseldorf

Eishockey: Cup-Turnier der DEL-Klubs - Grizzlys starten gegen Düsseldorf

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Garrett Festerling von den Grizzlys Wolfsburg und Tobias Eder von der DŸsseldorfer EG wŠhrend des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und der DŸsseldorfer EG am 14.11.2019 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)
Die DEG kommt zuerst: Am Samstag, 14. November, erwarten Garrett Festerling (l.) und die Grizzlys Wolfsburg den DEL-Konkurrenten (r.) zu ihrem Auftaktspiel im magentasport-Cup. © City-Press GmbH / Grizzlys Wolfsburg
Anzeige

Jetzt ist die offizielle Bestätigung da. Acht Eishockey-Erstligisten, darunter die Grizzlys Wolfsburg spielen vom 11. November bis zum 12. Dezember den Magentasport-Cup. Wolfsburg startet am 14. November mit einem Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG.

Anzeige

Jetzt ist die offizielle Bestätigung da. Acht Eishockey-Erstligisten, darunter die Grizzlys Wolfsburg spielen vom 11. November bis zum 12. Dezember den Magentasport-Cup. Wolfsburg startet am 14. November mit einem Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG. Dass das Turnier kommt, wussten die Klubs schon ein paar Tage, auch in Wolfsburg war die Vorfreude groß. Und: Hält sich die Corona-Inzidenz-Zahl unter 35, könnten sogar bis zu 1000 Fans in Wolfsburg dabei sein.

Anzeige

Details zum Cup

Ab dem 11. November werden acht Teams der DEL auf Einladung der Telekom den Magentasport-Cup austragen. Das Finale des Turniers ist auf den 12. Dezember terminiert. In Gruppe A spielen: Krefeld Pinguine, Düsseldorfer EG, Grizzlys Wolfsburg und die Fischtown Pinguins Bremerhaven. In Gruppe B spielen: Red Bull München, Adler Mannheim, Eisbären Berlin und die Schwenninger Wild Wings.

Das erste Spiel der Grizzlys findet am 14. November in der Eis- Arena statt.

Die Teams spielen an insgesamt 24 Spieltagen die besten vier Teams aus, die dann in Halbfinale und Finale den Gewinner ermitteln.
"Wir haben uns sehr schnell dafür entschieden, an diesem Turnier teilzunehmen. Es ist für das Eishockey und die Klubs ein sehr wichtiger Schritt. Wir freuen uns sehr, auch für alle treuen Fans, dass unsere Sportart endlich wieder präsent sein wird“, so Grizzlys-Manager Charly Fliegauf.

Die ersten vier Spieltage auf einen Blick:
Spieltag 1 (11.11.20): Fischtown Pinguins Bremerhaven – Krefeld Pinguine.
Spieltag 2 (12.11.20): Adler Mannheim – Red Bull München.
Spieltag 3 (13.11.20): Eisbären Berlin – Schwenninger Wild Wings
Spieltag 4 (Samstag, 14. November, 17 Uhr): Grizzlys Wolfsburg – Düsseldorfer EG

Die Spiele finden wochentags um 19.30 Uhr, samstags um 17 Uhr und sonntags um 14 Uhr statt.

Bewegtbilder werden zu sehen sein im kostenpflichtigen Angebot von Magentasport.

Seit dem Corona-bedingten Saison-Abbruch im März stehen die ersten Teams der DEL somit wieder im direkten Wettbewerb gegeneinander. Auf Initiative der Telekom erhalten die teilnehmenden Teams die Chance, Match-Praxis unter professionellen Bedingungen zu erlangen. Alle Spiele werden auf Magenta-TV live übertragen. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke sagt: „Mit dem Magentasport-Cup bietet die Telekom unseren Klubs und den Spielern die Möglichkeit, auf höchstem Niveau Eishockey zu spielen – und den Fans endlich wieder Eishockey-Übertragungen. Das ist in diesen Zeiten ein wichtiger Schritt. Wir alle freuen uns, somit unseren Sport zurück auf die Bildfläche zu bringen.“

Die Grizzlys Wolfsburg wird es nicht überraschen, es war eigentlich schon länger klar: „Wir müssen mit Spielen ohne Zuschauer rechnen, was wir bislang immer ausgeschlossen hatten“, bestätigte nun Tripcke im Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ und erklärte: „Wir sind aber nun an einem Punkt, wo wir sagen, wir wollen mit aller Macht spielen, dann müssen wir kalkulieren, wie wir auch Geisterspiele finanziell dargestellt bekommen. Das ist jetzt alternativlos - und alles, was irgendwann an Zuschauer kommt, ist ein Bonus.“ Die DEL hat außerhalb der Fußballligen in Deutschland die meisten Zuschauer und ist deswegen besonders stark von den Zuschauer-Einnahmen abhängig. Im Gegensatz etwa zur Handball- oder Basketball-Bundesliga sieht sich die DEL bisher nicht in der Lage, mit der Saison zu starten. Anfang Oktober hatte die DEL den Saisonstart erneut verschoben. Ziel ist es, einen Saisonstart in der zweiten Dezember-Hälfte zu realisieren.

Tripcke übte ein weiteres Mal Kritik an der Politik. „Wir haben für sechsstellige Summen Hygienekonzepte entwickelt, an denen die Gesundheitsämter den Clubs informell bis zu 70 Prozent Auslastung zugestanden hätten“, sagte der 52-Jährige, „doch die Politik hat nicht mitgezogen, obwohl die Konzepte funktionieren und bislang in Europa in letzter Zeit keine Sportveranstaltung als Superspreader-Event bekannt wurde.“