07. Oktober 2020 / 17:23 Uhr

Trotz Kurzarbeit: Grizzlys Wolfsburg zeigen "großen Charakter"

Trotz Kurzarbeit: Grizzlys Wolfsburg zeigen "großen Charakter"

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das könnte eng werden: In der Kabine der Grizzlys Wolfsburg sind die 1,5 Meter Mindestabstand nicht einzuhalten - das sorgt auch bei Manager Charly Fliegauf für zusätzliche Arbeit in nächster Zeit.
Lobt den Charakter seines Teams: Grizzlys-Manager Charly Fliegauf. © Boris Baschin
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Die Grizzlys Wolfsburg in Kurzarbeit - ein notwendiger Schritt, der aber nicht bedeutet, dass die Eishockey-Profis nicht weiter an einem Strang ziehen. Manager Charly Fliegauf sprach am Mittwoch mit dem Team über die kommenden Wochen.

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Der DEL-Saisonstart wurde weiter verschoben, die Vorbereitung der Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg dadurch durcheinandergewirbelt, das Team ist wieder in Kurzarbeit. Am Mittwoch sprach Manager Charly Fliegauf mit der Mannschaft über die Details der kommenden Wochen - und ist optimistisch.

Das Wichtigste vorweg: Die Grizzlys-Profis bleiben allesamt in Wolfsburg, keiner der Spieler möchte auf Leihbasis wechseln oder vorübergehend in die Heimat zurückkehren. "In diese Richtung gab es keine Ansätze", betont Fliegauf. Im Gegenteil: Die Mannschaft will weiter daran arbeiten, zum Saisonstart, wann immer er nun sein mag, fit zu sein.

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"Es zeigt großen Charakter, dass das Team nun nicht sagt, dass es die nächsten Wochen die Füße hochlegen will", freut sich Fliegauf. "Wir haben darüber gesprochen, wie es mit dem Training auf freiwilliger Basis laufen kann und haben einen guten Nenner gefunden, wie die Mannschaft am Laufen gehalten werden kann."

Zum einen haben die Spieler individuelle Trainingspläne, an denen sie arbeiten werden, zum anderen wird es zwei bis drei Eiszeiten pro Woche geben - "die sind freiwillig, aber ich gehe davon aus, dass alle da sein werden", so Fliegauf. "Die Jungs haben Verständnis, wir waren in der Situation ja von Anfang an transparent. Wir wollen alle das Gleiche: möglichst schnell aufs Eis, um zu spielen. Die Intensität beim Training wie im September ist natürlich nicht mehr da, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir durch die Situation sogar noch ein bisschen enger zusammenrücken."

Abseits des Eises wollen die Grizzlys ihren Spielern zudem weiter alle Trainingsmöglichkeiten der Eis-Arena zur Verfügung stellen, auch der Kraftraum soll weiter für die Profis offen sein. "Da müssen sie sich allerdings untereinander absprechen, wer wann da ist, um die Abstandsregelungen einzuhalten. Aber da mache ich mir keine Sorgen", so Fliegauf. Genauso wenig wie über den nun für die Vorweihnachtszeit angepeilten Saisonstart in der DEL. Fliegauf betont: "Ich gehe fest von der zweiten Dezember-Hälfte aus."