31. August 2018 / 21:54 Uhr

Eishockey: Die Grizzlys Wolfsburg unterliegen den Kölner Haien mit 2:4

Eishockey: Die Grizzlys Wolfsburg unterliegen den Kölner Haien mit 2:4

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Grizzlys gegen Köln in Braunlage: Wolfsburgs Gerrit Fauser scheitert an Gustaf Wesslau.
Grizzlys gegen Köln in Braunlage: Wolfsburgs Gerrit Fauser scheitert an Gustaf Wesslau. © Hubert Jelinek/Göttinger Sport-Dienst
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Das war nicht nötig: Mit 2:4 (1:3, 0:0, 1:1) verloren die Grizzlys Wolfsburg am Freitag das Testspiel zweier DEL-Konkurrenten gegen die Kölner Haie. Vor 2000 Zuschauern in Braunlage trafen Brent Aubin und Wade Bergman für Wolfsburg, Felix Schütz (2), Ryan Jones und Tobias Viklund für Köln. Als Zuschauer dabei: NHL-Superstar Leon Draisaitl.

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Positiver als das Ergebnis: Marcel Ohmann machte seine erste Partie seit Januar ohne erkennbare Probleme. Jetzt kann er versuchen, seinen Praxis-Rückstand so schnell wie möglich aufzuarbeiten. Die Grizzlys erwischten einen Top-Start, hatten die besseren Beine, wirkten schneller, spielten scheibensicher, erzwangen früh eine Überzahl. Aubin nutzte sie nach einem typischen Grizzlys-Powerplay-Spielzug.

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Saisoneröffnung der Grizzlys in der Eis-Arena ©
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Doppelpack binnen weniger Sekunden für die Kölner Haie


Dann allerdings wurden die Wolfsburger eiskalt geduscht. Bei Kölner Überzahl traf Schütz und legte nur zwölf Sekunden später nach. Bei beiden Treffern war der zu dieser Saison von den Grizzlys nach Köln zurückgekehrte Fabio Pfohl beteiligt. Wolfsburg, bis zum Ausgleich eigentlich dem 2:0 näher gewesen als Köln dem 1:1, war nun von der Rolle, Jones verpasste noch völlig frei das 4:1, scheiterte an Tanner Jaillet. Der Spätzugang hatte den Vorzug im Wolfsburger Tor erhalten.

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Große Kulisse in Braunlage

Die Grizzlys haben kein Vorbereitungs-Heimspiel, mehrere hundert Wolfsburger Anhänger sorgten für Heimatmosphäre in Braunlage. Im zweiten Abschnitt kam Wolfsburg vor dieser starken Kulisse zurück. Zumindest optisch. Ein Schuss von Morgan Ellis streifte zwar noch den Pfosten (25.), doch danach diktierte das Team von Trainer Pekka Tirkkonen. Allein – es traf nicht. Gustaf Wesslau im Kölner Kasten stand sicher, ließ auch in mehreren Unterzahl-Situationen nichts zu, obwohl ihn Jeremy Dehner, Gerrit Fauser, Aubin und Bergman in der dritten Powerplay-Situation gegen Ende des zweiten Drittels mächtig prüften. Auf der anderen Seite war Jaillet praktisch beschäftigungslos.

Viklund-Hammer entscheidet für Köln

Die Grizzlys zwangen Köln immer wieder zu Fouls, holten so Strafen heraus und nutzten im Schlussabschnitt auch endlich wieder eine. Bergman verkürzte. Es reichte aber nicht für die Grizzlys. Denn auch die Kölner nutzten noch eines ihrer Überzahl-Spiele. Da hatten sie sogar zwei Mann mehr, Viklund jagte einen Gewaltschuss zum 4:2 in die Maschen, das war die Entscheidung. Leon Draisaitl, Sohn des Kölner Trainers Peter Draisaitl, meinte: "Das war ein sehr ausgeglichenes Spiel, ich bin froh, dass es 4:2 für Köln ausgegangen ist." Der Starspieler der Edmonton Oilers ist auf Heimatbesuch, ist ein waschechter Kölner.

Ohmann machte bei Wolfsburg sein erstes Spiel seit Januar, hatte viel Eiszeit, war voll eingebunden, kam auch in Unterhahl zum Einsatz. Alexander Karachun als 13. Stürmer blieb Zuschauer, Angreifer Spencer Machacek (Fußverletzung) und Verteidiger William Wrenn (krank) fehlten bei den Grizzlys. Am Sonntag (18 Uhr) gastieren die Grizzlys bei Zweitligist Kassel Huskies.

Grizzlys: Jaillet – Dehner, Wurm; Likens, Krupp; Ankert, Bergman – Furchner, Albert, Fauser; Foucault, Elkins, Aubin; Weiß, Cassels, Ohmann; Höhenleitner, Latta, Möchel, Karachun.
Köln: Wesslau – Viklund, Sulzer; Zerressen, Tiffels; Ellis, Mo. Müller, Madaisky – Schütz, Pfohl, Dumont; Jones, Hospelt, Uvira; Pinizzotto, Genoway, Akeson; Oblinger, Palka, Köhler.
Schiedsrichter: Melia (Neuss), Kopitz (Berlin). – Zuschauer: 2000. – Strafminuten: Wolfsburg 12 / Köln 20.
Tore: 1:0 (5.) Aubin (Fauser – 5:4), 1:1 (11.) Schütz (Pinizzotto/Pfohl – 5:4), 1:2 (12.) Schütz (Dumont/Pfohl), 1:3 (15.) Jones (Viklund/Hospelt), 2:3 (61.) Bergman (Cassels/Foucault – 5:4), 2:4 (50.) Viklund (Genoway - 5:3).

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