03. Dezember 2020 / 15:11 Uhr

Grizzlys Wolfsburg in Bremerhaven: Letzte Chance aufs Halbfinale

Grizzlys Wolfsburg in Bremerhaven: Letzte Chance aufs Halbfinale

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
copy of Laurin Braun, Martin Schymainski von den Krefeld Pinguinen und Armin Wurm von den Grizzlys Wolfsburg wŠhrend des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg gegen die Krefeld Pinguine am 01.12.2020 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Mathias Renner/City-Press GmbH)
Dahin gehen, wo es wehtut: Das fehlte bei den Grizzlys zuletzt in der Offensive. Und wie weh das tun kann, demonstriert hier Wolfsburgs Defensiv-Routinier Armin Wurm, der gleich zwei Gegenspieler aufhält. © City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg
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Die Grizzlys spielen am Freitag um ihre letzte Chance auf den Einzug ins Halbfinale um den Magentasport-Cup. In Bremerhaven muss dafür ein Sieg her. Der allein wird nicht reichen. Und ist nach den jüngsten Leistungen von Wolfsburgs Eishockey-Erstligist auch nicht zu erwarten. Coach Pat Cortina fordert: "Aus harter Arbeit muss Qualität werden."

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Ein Sieg gegen ein total unterbesetztes Team aus Düsseldorf, danach gegen diesen Gegner und zwei andere Teams insgesamt vier Pleiten in Serie. Bei den Grizzlys Wolfsburg läuft es nicht im Magenatsport-Cup von acht Eishockey-Erstligisten. Das ist schlecht, denn der Cup ist die einzige Saisonvorbereitung. Geht es in Bremerhaven schief, hat Wolfsburg zwei Wochen Pause bis zum ersten Ligaspiel und hätte dann kein gutes Gefühl, keine Ahnung, wo man wirklich steht.

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Gelingt ein Sieg an der Nordsee, muss Krefeld Düsseldorf schlagen, dann hätten die Grizzlys das Halbfinale doch noch erreicht. Aber: "So reicht das nicht", war Manager Charly Fliegauf nach den Niederlagen in Düsseldorf und Krefeld (jeweils nach Verlängerung) angefressen. Viele "Spieler ohne Form", hatte er unter anderem moniert. Und unter denen sind mit Mathis Olimb und Toto Rech die Topscorer der Vorsaison.

Coach Cortina fordert Steigerung

Trainer Pat Cortina beschwört den Prozess, die Entwicklung des Teams, meint: "Am Dienstag war es nicht das Ergebnis was wir wollten. Von der Leistung her war es ein Schritt in die richtige Richtung gegenüber dem Spiel am Samstag zuvor in Düsseldorf. Das bedeutet nicht, dass wir zufrieden sind. Wir gehen in die richtige Richtung, aber wir sind absolut noch nicht angekommen. Und das haben wir am Samstag angesprochen und daran haben wir im Training nach Dienstag angeschlossen." Er weiß: "Die meisten Spieler reagieren nach vier Niederlagen in Folge. Du fängst an zu zweifeln, das nagt am Vertrauen. Wir müssen den Fokus auf den Prozess bringen. Es gibt keinen Zweifel, dass die Spieler gut sein wollen, die Energie ist da, sie investieren viel, arbeiten hart." Er fordert nicht plakativ einen Sieg, aber offenbar eine deutliche Steigerung, denn: "Aus harter Arbeit muss Qualität werden, das ist die Haltung."

Wesentlich wäre: "Unsere Effizienz muss besser werden, wir müssen besser werden in den harten Bereichen, vor des Gegners Tor. Definitiv. Fehler sind passiert, aber die Struktur ist da."

Ob folgender Fakt die Wolfsburger Chancen aufs Halbfinale steigert, sei dahingestellt, aber: Bremerhaven (14 Punkte) hat den Gruppensieg uneinholbar in der Tasche.

Bei den Grizzlys wird Kapitän Sebastian Furchner nach seinem Magen-Darm-Infekt voraussichtlich wieder dabei sein. Steven Raabe und Jan Nijenhuis fallen raus - beide sind ab Sonntag beim DEB-Lehrgang, der in die Junioren-WM in Kanada ab 25. Dezember mündet und begeben sich vorher wie alle anderen U20-Nationalspieler auf Wunsch des DEB in eine vorsorgliche Quarantäne.

Zumal Corona hat nun auch das Eishockey-Oberhaus erreicht hat. Manager Fliegauf sah das schon mit Sorge, nachdem am Dienstag die Partie zwischen Berlin und Mannheim deswegen verlegt worden war. Nun hat es das nächste Team erwischt. Die DEL teilte mit: Das für Sonntag angesetzte Spiel zwischen den Schwenninger Wild Wings und den Adler Mannheim fällt aus. Grund dafür sind positive Covid-19-Testergebnisse innerhalb der Mannschaft von Schwenningen. Das Team befindet sich bis mindestens zum 9. Dezember in häuslicher Quarantäne und wird somit nicht mehr weiter am Magentasport-Cup teilnehmen.