16. November 2020 / 14:57 Uhr

Mentalitätssache! Grizzlys treffen in Krefeld jede Menge bekannte Torgefahr

Mentalitätssache! Grizzlys treffen in Krefeld jede Menge bekannte Torgefahr

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Lessio und Co
Großes Wiedersehen: Mit einem Ex-Pinguin im Kader gastieren die Grizzlys Wolfsburg am Dienstag in Krefeld, wo inzwischen mit Lucas Lessio (gr. Bild), Kai Hospelt, Wade Bergman, Torsten Ankert und Kris Foucault (von oben links im Uhrzeigersinn) spielen. © Boris Baschin
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Zweites Spiel für die Grizzlys Wolfsburg am Dienstag (19.30 Uhr) im Magentasport-Cup. Es geht zu den Krefeld Pinguinen - es wird ein Treffen alter Bekannter, ein Mentalitätsduell und wahrscheinlich mehr Erkenntnisse bringen als Spiel eins. Zumindest für die Eishockey-Profis aus Wolfsburg.

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Im Magentasport-Cup, den acht DEL-Klubs austragen, hatten die Grizzlys ihren Auftakt gegen eine arg dezimierte Düsseldorfer EG am Samstag locker 7:0 gewonnen. Die neuformierten Krefelder hatten den Wettbewerb am Mittwoch in Bremerhaven eingeläutet, dort beim 1:3 gegen eine sehr eingespielte Mannschaft, die zwei Überzahltore schoss, auch gute Phasen gehabt.

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Wolfsburgs Coach Pat Cortina hat die Partie studiert, ist sich sicher: "Das wird ein weitaus schwierigerer Gegner als es Düsseldorf am Samstag gewesen ist." Krefeld habe "hohes Tempo, viel Rauf und Runter, viele Konter" gezeigt. "Sie haben die Spieler dafür wie Kris Foucault und Lucas Lessio, die wir kennen. Aber mal sehen, ob das ihr Spiel sein wird, oder ob das dem Enthusiasmus, der Freude, endlich wieder spielen zu können geschuldet war." Obendrein sind Lessio und Foucault ziemlich torgefährlich.

Cortina glaubt mit Blick auf alle Teams: " Der Level wird sich noch steigern, noch ist viel Enthusiasmus dabei", der manchmal zu Lasten der Taktik und Struktur gehe. Das werde sich von Woche zu Woche verbessern.

Die Partie in Krefeld könnte aber auch eine Mentalitätssache sein. Grizzlys-Offensivverteidiger Phillip Bruggisser trifft erstmals auf sein Ex-Team. Lucas Lessio und Wade Bergman (dessen erstes Baby im Frühjahr noch in Wolfsburg auf die Welt kam) trugen vergangene Saison (und Bergman sogar mehrere Spielzeiten) das Grizzlys-Trikot. Torsten Ankert hatte es vor zwei Jahren aus privaten Gründen wieder gen Westen gezogen. Der frühere Grizzlys-Kapitän Kai Hospelt wiederum, landete über Mannheim und seiner Heimat Köln vergangene Saison in Krefeld. Er ist der beste Freund von Grizzlys-Kapitän Sebastian Furchner. Für die beiden ist das Wiedersehen speziell, denn die üblichen Treffen in der spielfreien Zeit hatten die beiden in diesem Jahr reduziert.

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Bei den Grizzlys gibt es kleine Änderungen: Dustin Strahlmeier dürfte diesmal das Tor hüten, Maximilian Adam rückt in die Verteidigung. Er war am Samstag überzählig gewesen. Jeder Akteur soll aber Eiszeit bekommen. Cortina wieder (nur) einen Akteur streichen müssen. Steven Raabe war für Oberligist Hannover Indians im Einsatz gewesen (zwei Siege), er hat frei. Janik Möser ist weiter krank. Verletzte gab es nach dem Montag-Training nicht.

Seine Formationen wird Cortina im Wesentlichen beisammen lassen. Er setzt auf das Prinzip Pärchenbildung (Mittelstürmer/Außen), ein weiterer Außen kann zu den Pärchen rotieren. Einige funktionierende Formationen wie Fauser, Pfohl, Rech, kennt Cortina schon, er will möglichst viele weitere Optionen finden, auch für den Fall, dass es etwa durch plötzliche Corona-Quarantänen schlagartig mehrere Ausfälle gibt. Später werde er dann auf die sich dann abzeichnenden Idealformationen umschwenken.