06. September 2020 / 20:54 Uhr

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg planen Freundschaftsspiele

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg planen Freundschaftsspiele

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Aufmerksam: Die Grizzlys Wolfsburg (l. Phil Hungerecker) hatten offiziellen Trainingsstart. © Grizzlys Wolfsburg
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DEL-Klub Grizzlys Wolfsburg hat das offizielle Training aufgenommen. Die Profis des Eishockey-Erstligisten machten in den vorlaufenden Fitnesstests einen guten Eindruck, jetzt geben sie auf dem Eis Gas. Der Klub bastelt derweil schon an Freundschaftsspielen.

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Sie waren schon einige Tage auf dem Eis zu freiwilligen Einheiten, seit Samstag nun, einen Tag nach Chef-Coach Pat Cortinas 56. Geburtstag, war Anwesenheitspflicht bei Wolfsburgs Eishockey-Erstligist. Cortina bat zum offiziellen Trainingsstart. Hier die wichtigsten Fakten rund um den Einstieg in die letzte Phase der Vorbereitung für die Saison, die am 13. November losgehen soll.

Wolfsburgs Fitness: Die Wahrheit liegt zwar im Spiel, doch die Ergebnisse der Kraft und Beweglichkeitstests waren "gut, besser als im Vorjahr", sagt Manager Charly Fliegauf. Die Auswertung aller Ergebnisse auf dem Ergometer steht noch aus. Cortina: "Die Jungs haben in der Pause gut gearbeitet. Damit können wir jetzt schon recht intensiv arbeiten."

Das Training: Die Wolfsburger arbeiten noch in kleinen Gruppen, je eine im Kraftraum auf dem Ergometer, eine auf dem Eis, eine in der Halle. "Auf dem Eis stehen noch die individuellen Skills im Mittelpunkt", so Cortina. Die formationsgebundenen Übungen folgen später.

Die Corona-Abläufe: "Der Organisationsaufwand ist unter Corona-Bedingungen nun größer, aber das ist kein Problem", meint der Manager. "Die Umsetzung läuft schon sehr gut", sagt Cortina.

Der Kader: Einen routinierten Abwehrspieler auf Importlizenz wollen die Grizzlys noch holen, ansonsten sind alle Mann an Bord. Besonders positiv dabei: Auch Verteidiger Steven Raabe ist nach seiner Hüft-OP voll im Plan und schon auf dem Eis, könnte nächste Woche sogar wieder voll belastbar ins Mannschaftstraining einsteigen. "Das freut mich ungemein", so der Coach. In Wolfsburg trainiert zudem noch Leon Hungerecker, Bruder des Wolfsburger Stürmers Phil Hungerecker mit. Die Huskies haben noch kein Eis. Kassel könnte in der neuen Saison erneut der Zweitliga-Kooperationspartner sein, allerdings ist noch nichts fix. Die Kontakte sind gut, Kassel allerdings hat Aufstiegsambitionen, was bedeuten könnte: Wolfsburger Förderlizenzspieler könnten dort irgendwann zu wenig Eiszeit haben.

Trainerstab: Den haben die Grizzlys um ihren Ex-Kapitän Tyler Haskins erweitert. Haskins war schon zum Ende der vergangenen Saison mit dabei, nun ist er offiziell einer der Co-Trainer. Der Coaching Staff umfasst nun vier Personen: Cortina sowie die Co-Trainer Petteri Väkiparta und Tyler Haskins, dazu Torwarttrainer Ilari Näckel. "Die Zusammenarbeit mit Tyler ist sehr gut", freut sich Cortina, "der gesamte Staff ist super." Lange hatten die Grizzlys nur zwei Coaches plus einen ab und an auftauchenden Honorar-Torwarttrainer. Fliegauf: "Die Ansprüche an die Analyse und die individuelle Arbeit mit den Spielern werden immer größer."

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So geht es weiter: In der kommenden Woche warten auf die Profis drei lange Tage - Medientage, in denen Videos gedreht, viele Fotos für verschiedenste Anlässe und für die sozialen Kanäle sowie Interviews für die eigenen Publikationen gemacht werden. Außerdem arbeiten die Grizzlys an der Austragung von Freundschaftspielen unter Corona-Bedingungen. Red Bull München absolvierte am Sonntag ein Testspiel ohne Fans in Bern, auch Wolfsburg wird nicht nur auf den Telekom-Cup in Düsseldorf vor der Saison warten. Dort könnte es bis zu vier Partien geben. Fliegauf will noch nicht ins Detail gehen, sagt aber "sieben bis neun Spiele wollen wir vor Saisonbeginn aber schon machen."

Der Saisonstart: Am 13. November will das Oberhaus loslegen, der Start hängt in der Schwebe. Die Initiative Profisport Dreutschland (Zusammenschluss der Oberhäuser von Fußball, Eishockey, Handball und Basketball), die DEL und ihre Klubs ehöhen den Druck. Die Grizzlys richteten einen Appell an Niedersachsen Innenminister Boris Pistorius, die IPD an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Gemeinsamer Wunsch: Zuschauerzulassung, und das bundeseinheitlich geregelt und bald. Fliegauf betont erneut: "Wir brauchen die Entscheidung schnell, brauchen sechs bis acht Wochen Vorlaufzeit." Sprich: Spätestens Anfang Oktober müssten die Klubs wissen, wie sie ab November kalkulieren können. Die Politik hatte Ende Oktober als Endtermin für die Ausarbeitung buundeseinheitlicher Regeln ins Auge gefasst.