10. Dezember 2021 / 09:00 Uhr

Anlauf Nummer neun: Knacken die Indians heute in Mellendorf den Derby-Fluch?

Anlauf Nummer neun: Knacken die Indians heute in Mellendorf den Derby-Fluch?

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Szene aus dem ersten Duell: Victor Knaub (Mitte) und die Scorpions gewannen mit 7:4.
Szene aus dem ersten Duell: Victor Knaub (Mitte) und die Scorpions gewannen mit 7:4. © Debbie Jayne Kinsey
Anzeige

Seit nunmehr acht Derbys warten die Hannover Indians auf einen Sieg gegen die Hannover Scorpions. Heute (20 Uhr) folgt in Mellendorf Anlauf Nummer neun.

Die Hannover Indians haben vier von fünf Derbys gegen die Hannover Scorpions gewonnen – in der Saison 2017/2018. Lange ist es her, dass der ECH die Nachbarschaftsduelle in der Eishockey-Oberliga dominiert hat. Von den folgenden zwölf Derbys haben die Scorpions elf für sich entscheiden – von den vergangenen acht Partien sogar alle. Diese Zahlen werden die Indians so lange über sich ergehen lassen müssen, bis sie die Horrorserie stoppen können. Die nächste Gelegenheit bietet sich am heutigen Freitag in Mellendorf.

Anzeige

Das Eröffnungsbully erfolgt in der Hus-de-Groot-Eisarena um 20 Uhr. Im Stadion ist die Kapazität auf 1000 Zuschauer begrenzt. Es gilt die 2G-plus-Regel inklusive Maskenpflicht auch am Platz. Vor dem Stadion befindet sich ein Zelt, in dem sich Interessierte ab 15.30 Uhr kostenlos testen lassen können.

Bilder vom Eishockey-Derby zwischen den Indians und Scorpions

Spielszene aus dem Hannover-Derby zwischen den Indians und Scorpions. Zur Galerie
Spielszene aus dem Hannover-Derby zwischen den Indians und Scorpions. ©

Stolikowski hofft auf Kabitzky und Airich

Die Scorpions bezwangen zuletzt die Crocodiles Hamburg mit 5:1, unterlagen zwei Tage später mit 1:4 bei den Saale Bulls Halle. „Defensiv haben wir Fortschritte gemacht. Die Intensität vor dem gegnerischen Tor müssen wir aber noch steigern“, sagt Scorpions-Trainer Tobias Stolikowski.


Dass in Halle die offensive Durchschlagskraft fehlte, lag auch am Ausfall von zwei Leistungsträgern. Christoph Kabitzky verletzte sich vor, Julian Airich zu Beginn des Spiels. Stolikowski hofft auf ihre Rückkehr zum Derby und für die Partie am Sonntag in Limburg (18.30 Uhr).

Soccio weiß, "was die Jungs können"

Der ECH fährt nicht mit bester Formkurve in die Wedemark. Auf einen 4:2-Arbeitssieg gegen Tabellenschlusslicht Hamm folgte eine schwache Leistung beim 1:2 daheim gegen Essen. „Es war keine Teamleistung auf dem Eis. Viel war individuell und nicht zielstrebig“, moniert Indians-Trainer Lenny Soccio – verliert aber nicht seinen Optimismus. „Ich weiß, was die Jungs können.“

Seine Mannschaft steht ohnehin vor einem anspruchsvollen Wochenende. Nach dem Derby in Mellendorf steht am Sonntag (19 Uhr) das Heimspiel gegen die Tilburg Trappers an. Dabei kommt es zum Wiedersehen mit Brett Bulmer. Der Indians-Topscorer der Vorsaison ist nun bei den Trappers am Puck, im Oktober schenkte er dem ECH beim 4:2-Sieg in Tilburg zwei Tore ein.

Mehr aus der Region

Jetzt gibt es für den Kanadier erstmals die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. „Viele Leute haben mir von der super Stimmung am Pferdeturm erzählt. Ich möchte gern wissen, wie es hier mit vielen Fans im Stadion ist“, sagte Bulmer in der Vorsaison, die eine komplette Geisterspielzeit vor leeren Rängen war.

Kapazität am Turm auf 500 Zuschauer begrenzt

Nun, es wird nur etwas besser als damals. Denn die Indians haben die Kapazität auf 500 Zuschauer begrenzt – auch wegen schon verkaufter Dauerkartentickets. Mehr Plätze zu beantragen ist nicht möglich laut Jan Roterberg, dem kaufmännischen Leiter der Indians, weil man sonst keine Sitzplätze mehr nutzen und Sitzplätze nur im Schachbrettmuster anbieten dürfte.