08. Mai 2019 / 22:16 Uhr

Eishockey-Nationalteam vor dem WM-Start: Das sagt Wolfsburgs Stürmer Gerrit Fauser

Eishockey-Nationalteam vor dem WM-Start: Das sagt Wolfsburgs Stürmer Gerrit Fauser

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
17.04.2019, Tschechien, Karlsbad: Eishockey: Länderspiel, Tschechien - Deutschland. Gerrit Fauser (l) aus Deutschland in Aktion gegen Robin Hanzl aus Tschechien. Foto: Slavomír Kube?/CTK/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Für die WM nominiert: Grizzlys-Mittelstürmer Gerrit Fauser. © dpa
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Er hat es geschafft! Gerrit Fauser von den Grizzlys Wolfsburg steht im Aufgebot für die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Slowakei. Das Turnier beginnt am Freitag, am Samstag bestreitet Deutschland den Auftakt in seiner Achter-Gruppe gegen Großbritannien (16.15 Uhr, live auf Sport 1). Der Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018 im SPORTBUZZER-Interview.

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Wie war das Gefühl nach der Bekanntgabe des Kaders?
Riesig, eine tolle Sache. Der Bundestrainer hat es ja erst nach dem Test gegen die USA am Dienstag bekannt gegeben, bis dahin konnte man sich nicht sicher sein. Ja, es hat mich froh gemacht. Es mussten viele gute Leute heimfahren, viele gute Namen sind gleich zu Hause geblieben. Es ist eine Ehre, dabei zu sein.

Ein letztes kleines Fragezeichen bleibt noch...
Ja, klar, man muss ja auch noch für ein Spiel nominiert werden. Wenn das passiert, bin ich vollends glücklich.

Nach dem Olympia-Erfolg mussten Sie bei der vergangenen WM verletzt zuschauen, ist die neuerliche Nominierung nun eine Bestätigung?
Auf jeden Fall. Wenn man verletzt war und dann noch mit dem Klub eine schlechte Saison erlebt hat, heißt es schnell, dass man nicht mehr der Alte sei. Da war ich schon sehr motiviert und fokussiert, um mich wieder in den DEB-Kader zu kämpfen.

Leon Draisaitl und Dominik Kahun aus der NHL sind da, beide Mittelstürmer wie Sie, dazu viele Asse aus der DEL – sehen wir die stärkste deutsche Offensive aller Zeiten?
Ich habe ja schon öfter gesagt, viele der jungen Leute sind brutal schnell, offensiv haben wir richtig viel Talent, aber Offensive ist ja nicht alles. Und man wird auch mal das Tempo rausnehmen müssen, das Momentum im Spiel verändern müssen. Das ist dann vielleicht eher eine Aufgabe der erfahreneren Spieler.

Und da kommen Sie ins Spiel...
Ich denke, meine Rolle ist ganz klar. Ich bin dafür da, dichtzumachen, abzusichern, auch mal Härte reinzubringen.

Ein Tor schießen würden Sie aber auch mal gerne. Im Test gegen Österreich war es ja eigentlich fällig...
Natürlich hätte ich nichts dagegen, aber letztlich habe ich eine Aufgabe zu erfüllen und wir wollen als Mannschaft erfolgreich sein. Das hat ja bei Olympia auch ohne ein Tor von mir ganz gut geklappt.

Sie waren jetzt wochenlang unterwegs, vergangenen Winter – da war Ihr Sohn gerade geboren – waren sie lange weg. Wie sehr leidet das Familienleben, wenn die Saison so lang war?
Natürlich sieht man das mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge. Natürlich vermisse ich meine Frau Jenny, wir erwarten im August das zweite Kind. Aber Eishockey, die WM, da will ich ja hin, darauf habe ich mich fokussiert. Und wir nehmen uns als Familie im Sommer die Zeit. Sehr cool war zudem, dass der DEB am Sonntag ein Event gemeinsam mit den Familien angeboten hat, das war eine gute Gelegenheit für die gesamte Mannschaft, sich besser und ein wenig näher außerhalb des Trainingsbetriebes kennenzulernen.

Grizzlys Allstars

Ivan Ciernik: die rasende Dampfwalze. Er spielte nur eine Saison bei den Grizzlys, hatte schon einen neuen Mehrjahres-Vertrag, aber Wolfsburg keine DEL-taugliche Halle mehr. 30 Treffer schoss er 2004/05 im Zwangsabstiegs-Jahr. Der Mann, der manchmal ein wenig teilnahmslos wirkte, war einer der gefährlichsten Stürmer, die  jemals in der Liga spielten. Wenn er antrat, war er kaum aufzuhalten. Für seine 248 DEL-Tore brauchte er nur 564 Partien, die er außerdem für Köln, Hannover und Augsburg absolvierte. Zur Galerie
Ivan Ciernik: die rasende Dampfwalze. Er spielte nur eine Saison bei den Grizzlys, hatte schon einen neuen Mehrjahres-Vertrag, aber Wolfsburg keine DEL-taugliche Halle mehr. 30 Treffer schoss er 2004/05 im Zwangsabstiegs-Jahr. Der Mann, der manchmal ein wenig teilnahmslos wirkte, war einer der gefährlichsten Stürmer, die  jemals in der Liga spielten. Wenn er antrat, war er kaum aufzuhalten. Für seine 248 DEL-Tore brauchte er nur 564 Partien, die er außerdem für Köln, Hannover und Augsburg absolvierte. ©
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Am Samstag geht es gegen Großbritannien los, einen vermeintlich leichten Gegner. Die dicken Brocken kommen am Schluss der Vorrunde...
Das kann für uns gut sein, das kann aber auch schlecht sein. Man kann am Anfang so gleich viel klarmachen, aber auch viel verlieren. Auch die Kleinen haben gute Spieler, manchmal ist es besser, gegen einen Großen zu starten, weil man dann regelrecht gezwungen ist, Vollgas zu geben. Wie gesagt, wir haben Talent, aber wir dürfen nie vergessen, dass wir in jedem Spiel hart arbeiten müssen.

Was ist Ihre Zielsetzung für die WM?
Unter die Top Vier in unserer Gruppe zu kommen, um die Finalrunde zu erreichen. Und dann kann viel passieren.

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