23. Februar 2021 / 09:41 Uhr

Verdammt gut in Überzahl: Powerplay ist wieder eine Waffe bei den Indians

Verdammt gut in Überzahl: Powerplay ist wieder eine Waffe bei den Indians

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit Powerplay zum Erfolg: Parker Bowles bejubelt das 4:1 der Indians gegen Hamburg
Mit Powerplay zum Erfolg: Parker Bowles bejubelt das 4:1 der Indians gegen Hamburg © Florian Petrow
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Das Wochenende lief ganz nach dem Geschmack der Hannover Indians. Zwei Siege aus zwei Spielen feierte der Eishockey-Oberligist - und zeigte dabei neue Powerplay-Qualitäten. Schon am Dienstag (20 Uhr) geht es weiter gegen die Crocodiles Hamburg, Trainer Lenny Soccio freut die neue Variabilität.

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Weiter im Takt mit Déjà-vu-Faktor: Die Hannover Indians haben in der Eishockey-Oberliga Nord jüngst ein Sechs-Punkte-Wochenende hingelegt – und sind bereits am Dienstag (20 Uhr) wieder im Einsatz. Zu Gast sind die Crocodiles Hamburg, die bereits am vergangenen Freitag am Pferdeturm angetreten waren.

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Vor vier Tagen bezwangen die Indians die Hansestädter mit 5:1, am Samstag folgte ein 6:4-Sieg bei den Icefighters Leipzig. Was sich zuletzt zeigte: Das Powerplay ist wieder eine Waffe beim ECH – das war vor allem vor der coronabedingten Zwangspause für die Indianer noch ganz anders. In den vergangenen sechs Partien erzielten die Hannoveraner nun in 16 Situationen sieben Überzahltore – eine Traumquote von 44 Prozent. Noch besser wird der Wert, wenn man nur das vergangene Wochenende betrachtet: Vier Powerplays der Indians mündeten in zwei Toren.

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"Haben in der Corona-Pause an Spezialformationen gearbeitet"

„Wir haben in der Corona-Pause viel an den Spezialformationen gearbeitet. Das zahlt sich jetzt aus“, sagt ECH-Trainer Lenny Soccio. Die Variante einer Überzahl mit fünf Stürmern auf dem Eis – aktuell sind das Branislav Pohanka, Igor Bacek, Thore Weyrauch, Brett Bulmer und Parker Bowles – spielte Soccio schon in der Vorsaison oft aus.

Gegen Hamburg zeigte sich aber auch die Vielfalt an Möglichkeiten: Bevor sich das Angreiferquintett versuchen konnte, durfte eine Formation mit drei Verteidigern ran. Zum Ende der Überzahl sorgte aber schließlich die derzeit ohnehin starke Sturmreihe mit Thomas Pape, Robby Hein und Mike Burns für das Tor.

Immer noch zu viele Gegentreffer

In Leipzig gelang der Topreihe um Pohanka dann nicht nur ein Treffer, sondern sie zeigte auch später im Spiel ein erstklassiges Powerplay – das zwar ohne Torerfolg blieb, aufgrund einer schnellen Zirkulation der Scheibe aber sehenswert war.

Auf Basis des derzeit guten Überzahlspiels hat der ECH ohnehin seine Offensivstärke auf ein neues Level verbessert, was auch nötig ist zum Ausgleich der immer noch zu vielen Gegentreffer: In den vergangenen sechs Partien erzielten die Indianer 31 Tore. Vor allem, weil die Spieler das nordamerikanische Old-School-Prinzip „Bring pucks to the net“ umsetzen. Also: Die Scheibe muss zum Tor. Gegen Hamburg resultierten drei, in Leipzig zwei Treffer aus Abstaubern oder Aktionen direkt vor dem Tor.