07. März 2021 / 20:11 Uhr

Tore-Wahnsinn in der Oberliga: Indians gewinnen mit 8:6, die Scorpions verlieren mit 6:8

Tore-Wahnsinn in der Oberliga: Indians gewinnen mit 8:6, die Scorpions verlieren mit 6:8

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Eis gespritzt: Philipp Hertel von Indians behält in diesem Zweikampf die Oberhand.
Eis gespritzt: Philipp Hertel von Indians behält in diesem Zweikampf die Oberhand. © Debbie Jayne Kinsey
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14-Tore-Wahnsinn in der Eishockey-Oberliga Nord: Während die Hannover Indians daheim mit 8:6 gegen die Hammer Eisbären gewannen, verloren die Hannover Scorpions beim Herforder EV mit 6:8.

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Zwei Tage zuvor lieferten die Hannover Indians das wohl beste Drittel der Saison beim 7:4-Sieg gegen den Herner EV – es folgte der wohl verrückteste Spielabschnitt, der aufgrund von zehn Toren sicherlich zu den torreichsten in der langen Pferdeturm-Geschichte gehören wird. Die gute Nachricht aus Sicht der Indians: Sie gewannen ihr Heimspiel in der Eishockey-Oberliga Nord gegen die Hammer Eisbären mit 8:6 (1:0, 4:6, 2:0).

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Zwei Ereignisse musste das Strafbank-Team der Indians im ersten Drittel ins Spielprotokoll aufnehmen: das 1:0 von Parker Bowles (19.) sowie eine Strafe gegen ECH-Keeper Lukas Schaffrath wegen Spielverzögerung. Im Mittelabschnitt war dagegen viel Schreibarbeit angesagt mit zehn Toren und vier Strafzeiten. Ihre erste Überzahl nutzten die Gastgeber sofort zum 2:0 durch Maxi Pohl (24.), Michael Burns (26.) legte das 3:0 nach.

Bilder vom Eishockey-Spiel der Oberliga Nord zwischen den Hannover Indians und Hammer Eisbären

Bilder vom Eishockey-Spiel der Oberliga Nord zwischen den Hannover Indians und Hammer Eisbären Zur Galerie
Bilder vom Eishockey-Spiel der Oberliga Nord zwischen den Hannover Indians und Hammer Eisbären © Debbie Jayne Kinsey

Indians völlig neben der Spur

Alles schien bereitet für einen klaren Sieg gegen den Tabellenletzten, dessen kurzes Aufbäumen nach Treffern von Andreas Valdix (27.) und Kevin Orendorz (28.) sofort von Robby Hein (29.) und Igor Bacek (31.) zur Wiederherstellung des Drei-Tore-Vorsprungs beantwortet wurde.

Im weiteren Drittelverlauf agierten die Indians aber völlig neben der Spur – und am Ende der Kette machte Schaffrath auch keine gute Figur. Tobias Schwab (35.), Valdix (36.), Michal Spacek (38.) und Orendorz (40.) brachten Hamm mit 6:5 in Front.

Soccio kann nur mit dem Kopf schütteln

Im Schlussdrittel glich Thore Weyrauch (46.) zum 6:6 aus. Brett Bulmer, der am Freitag gegen Herne bereits das wichtige 1:0 erzielt hatte, wendete das Blatt erneut mit seinem Treffer zum 7:6 (51.). Zum verrückten Spiel passte, dass das Team von Trainer Lenny Soccio auch das zweite Powerplay des Abends nutzte: Igor Bacek gelang das 8:6 (55.). „Ich erlebe in dieser Saison Dinge, die ich zuvor weder als Spieler noch als Coach erlebt habe“, sagte Soccio.

Tore: 1:0 (18:19) Bowles, 2:0 (23:36) Pohl bei 5-4, 3:0 (25:09) Burns, 3:1 (26:19) Valdix, 3:2 (27:52) Orendorz bei 5-4, 4:2 (28:54) Hein, 5:2 Bacek (30:45), 5:3 (34:19) Schwab, 5:4 (35:36) Valdix bei 5-4, 5:5 (37:38) Spacek, 5:6 (39:59) Orendorz, 6:6 (45:19) Weyrauch, 7:6 (51:15) Bulmer, 8:6 (54:51) Bacek bei 5-4

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14 Tore auch in Herford

Zeitgleich lieferten sich auch die Hannover Scorpions ein Spiel mit 14 Toren. Die Wedemärker verloren allerdings beim Herforder EV mit 6:8 (3:3, 1:3, 2:2). Schon nach 56 Sekunden führten die Gastgeber durch Tore von Christophe Lalonde und Matyas Kovacs mit 2:0. Mario Trabucco (8., 10.) sorgte für den Ausgleich.

Die weiteren Tore für Herford erzielten Björn Bombis (18.), Lukas Gärtner (26.), Ralf Rinke (29., 40., 60.) und Lalonde (58.). Für die Scorpions waren noch Tomi Wilenius (19.), Christoph Koziol (26.), Roman Pfennings (41.) und Fedor Kolupaylo (46.) erfolgreich.