30. April 2021 / 22:44 Uhr

Final-Auftakt geglückt! Scorpions feiern knappen Heimsieg gegen Selber Wölfe

Final-Auftakt geglückt! Scorpions feiern knappen Heimsieg gegen Selber Wölfe

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Da ist das Ding! Scorpion Mike Glemser trifft zum entscheidenden 4:3 nach Verlängerung.
Da ist das Ding! Scorpion Mike Glemser trifft zum entscheidenden 4:3 nach Verlängerung. © Florian Petrow
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Sie haben es extrem spannend gemacht, aber der erste Schritt in Richtung Aufstieg ist gemacht: Die Hannover Scorpions sind mit einem 4:3-Heimerfolg nach Verlängerung in die Play-off-Finalserie gegen die Selber Wölfe gestartet. Mike Glemser erzielte das entscheidende Tor.

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Die Hannover Scorpions haben den ersten Schritt in Richtung Aufstieg getätigt. Die Mannschaft von Trainer Tobias Stolikowski gewann im Play-off-Finale der Eishockey-Oberliga gegen die Selber Wölfe mit 4:3 (3:1, 0:1, 0:1) nach Verlängerung. Damit führen sie in der Serie mit 1:0. Das zweite Spiel findet am Sonntag (17 Uhr) in Selb statt. 

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Am Dienstag hatten die Melllendorf nach einem vogelwilden Spiel den Herner EV mit 9:6 bezwungen und sich den Einzug ins Aufstiegsfinale gesichert. Und so rasant, wie diese Partie endete, ging es gegen Selb weiter. Bereits nach 80 Sekunden fiel das erste Tor: Bret Snetsinger sorgte für das 0:1 – zum vierten Mal in Folge kassierte die Scorpions das erste Gegentor in einem Spiel. Doch sie antworten kurze Zeit später, Tomi Wilenius überwand Wölfe-Keeper Michel Weidekamp mit einem Handgelenksschuss (8.).

Bilder vom Play-off-Finale (Spiel 1) der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und den Selber Wölfen

Bilder vom Play-off-Finale (Spiel 1) der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und den Selber Wölfen Zur Galerie
Bilder vom Play-off-Finale (Spiel 1) der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und den Selber Wölfen ©

Unterzahl nach Airich-Check

Beim nächsten Angriff leistete sich Scorpions-Stürmer Julian Airich einen heftigen Bandencheck und erhielt eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Als Folge davon erhielten die Gäste ein fünfminütiges Powerplay. Doch der Nordmeister überstand diese Unterzahl nicht nur ohne Gegentor – er ging sogar in Führung. Christoph Kabitzky blockte einen Schuss ab und humpelte kurz, dann gelang ihm per Konter das 2:1 (10.). Robert Peleikis erhöhte per Schlagschuss auf 3:1 (15.).

Auch zu Beginn des Mitteldrittels kassierten die Scorpions ein schnelles Gegentor. Nicholas Miglio verkürzte 68 Sekunden nach Wiederbeginn auf 3:2. Nach diesem Treffer beruhigte sich die Partie etwas und wurde zerfahren – auch weil sich beide Teams einige Fehler in der neutralen Zone leisteten. Dennoch blieb das Spiel rasant, in einer Phase blieb es neun Minuten lang ohne Unterbrechung durch einen Pfiff der Schiedsrichter. Bis zum Ende dieses Abschnitts nahm die Begegnung hinsichtlich ihrer Intensität zu – auch was den verbalen Schlagabtausch unter den Spielern beider Mannschaften anging.

Pfennings verpasst das 4:2

Im Schlussdrittel mussten die Gastgeber zunächst noch eine Unterzahl überstehen, durften kurze Zeit später selbst mit einem Spieler mehr auf dem Eis agieren – in beiden Situationen zeigte sich die jeweils verteidigenden Formation gut organisiert und ließ keine Großchancen zu.

Bis zur Mitte des Drittels hätten die Wedemärker bei mehreren Gelegenheiten der starken Sturmreihe um Wilenius mit Patrick Schmid und Roman Pfennings für das 4:2 sorgen können. So blieb die Begegnung bis in die finalen Sekunden offen – und die nutzte Lukas Slavetinsky 17 Sekunden vor Schluss zum 3:3-Ausgleich.

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Dritter Overtime-Sieg in den Play-offs

Bitter aus Sicht der Scorpions: Unmittelbar zuvor hätte Jan-Niklas Pietsch die Scheibe aus dem eigenen Drittel befördern und der Partie ein Ende setzten können, blieb aber in der Bande hängen und verlor dabei seinen Schläger. In der Verlängerung nutzte Mike Glemser (67.) einen Fehler von Weidekamp, der die Scheibe prallen ließ, doch noch zum 4:3-Siegtor. Es war zum dritten Mal in den Play-offs, dass die Scorpions das erste Spiel einer Serie in der Overtime gewinnen.

Tore: 0:1 (1:20) Snetsinger (Zimmermann, Miculka), 1:1 (7:41) Wilenius (Pietsch), 2:1 (9:54) Kabitzky bei 4-5, 3:1 (14:39) Peleikis (Glemser, Reiss), 3:2 (21:08) Miglio (Slavetinsky bei 4-4), 3:3 (59:43) Slavetinsky (Hammerbauer, Gare bei 6-5), 4:3 (63:01) Glemser (Trabucco, Kolupaylo)