17. Oktober 2020 / 21:57 Uhr

Eishockey: Rostock Piranhas gelingt Pokal-Coup

Eishockey: Rostock Piranhas gelingt Pokal-Coup

Ben Brümmer
Ostsee-Zeitung
Rostocks Tom Pauker überzeugte gegen die Dresdner Eislöwen und hatte mit seinem Treffer zum 1:1-Ausgleich maßgeblichen Anteil am Triumph der Piranhas.
Rostocks Tom Pauker überzeugte gegen die Dresdner Eislöwen und hatte mit seinem Treffer zum 1:1-Ausgleich maßgeblichen Anteil am Triumph der Piranhas. © Nina Cathrin Sulzer
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Den Raubfischen gelingt im Nord-Ost-Pokal eine echte Überraschung. Bei den Dresdner Eislöwen siegen die Ostseestädter mit 3:2.

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​Für eine große Überraschung sorgten am Freitagabend die Rostock Piranhas. Der Eishockey-Oberligist trat zum Nord-Ost-Pokal gegen das ambitionierte Zweitliga-Team der Dresdner Eislöwen an und triumphierte. Am Ende feierten die Raubfische einen umjubelten 3:2-Erfolg (0:1, 1:0, 2:1). „Wenn die Mannschaft gegen einen höherklassigen Gegner gewinnt kann man nur zufrieden sein“, empfindet REC-Vorstand Tobias Mundt.

Beide Mannschaften zeigten von Beginn an absoluten Siegeswillen. Die Hausherren wirkten im ersten Drittel dominanter und erarbeiteten sich einige Torchancen. In der 14. Spielminute gelang es Kevin Lavallée den Rostocker Schlussmann zu überwinden und den Treffer zum 1:0 für die Eislöwen zu markieren.

Die Piranhas zeigten sich unbeeindruckt vom Rückstand und spielten munter weiter. Noch vor der Pause verfehlte REC-Neuzugang Sean Morgan nach einem Pfostenschuss den Ausgleich nur knapp.

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Der zweite Abschnitt begann aus Rostocker Sicht mutiger. Die Raubfische wirkten nun agiler und verschafften sich mehrere Chancen. Tom Pauker jubelte nach seinem Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 30. Minute.

Die Saisonvorbereitung genutzt, zeigten die Ostseestädter, wie schon in den zwei erfolgreichen Tests gegen Regionalligist Abendorf, einige schöne Spielzüge. „Wir trainieren schon eine Weile. So langsam spielt sich das Team ein“, sagt Präsident Mundt.

Von der Euphorie gebremst mussten die Piranhas einen erneuten Rückstand verkraften (44.). Die Hanseaten gaben sich nicht auf und agierten weiterhin voller Tatendrang. Filip Stopinski, ein weiteres neues Gesicht an der Ostsee, gelang es letztlich in der 46. Spielminute den verdienten 2:2-Ausgleich in Überzahl zu erzielen.

Bemerkenswert: REC-Schlussmann erwies sich als echter Rückhalt für sein Team und zeichnete sich mit einigen glänzenden Aktionen aus. „Wir müssen die starke Torwartleistung von Leon Meder hervorheben“, ist sich Mundt sicher.

Belohnt für den mutigen und zielstrebigen Auftritt des Oberligisten verwertete August von Ungern-Sternberg einen Überzahl-Angriff der Ostseestädter zum 3:2-Siegtreffer (49.)„Heute hat alles zusammen gepasst. Wir waren bis in die Haarspitzen motiviert“, weiß Mundt. Der REC-Vorstand warnt jedoch: „Wir dürfen den Sieg nicht überbewerten.“

Auf die Piranhas wartet am Dienstag in Hamburg der nächste Gegner. Gegen die Crocodiles möchten die Raubfische erneut erfolgreich auftreten, ehe am 6. November der erste Spieltag der Eishockey-Oberliga ansteht.

REC Piranhas: ​Meder, Strobel – Becker, Gerstung, Frick, Morgan, Seckel, Noack, Skibba, Junge – Voronov, von Ungern-Sternberg, Stopinski, Pistilli, Pauker, Brockelt, Stanley, Dunbar, Schubert
Tore: ​1:0 Lavallée (14.), 1:1 Pauker (30.), 2:1 Filin (44.), 2:2 Stopinski (46./Vorlagen: Dunbar, Pauker – in Überzahl), 2:3 von Ungern-Sternberg (49./Frick, Stanley – in ÜZ)