21. November 2020 / 11:57 Uhr

Eishockey: Piranhas haben im Penaltyschießen das Nachsehen

Eishockey: Piranhas haben im Penaltyschießen das Nachsehen

Ben Brümmer
Ostsee-Zeitung
REC-Stürmer Sebastian Brockelt (m.) konnte die dritte Piranhas-Pleite der noch jungen Saison nicht verhindern.
REC-Stürmer Sebastian Brockelt (m.) konnte die dritte Piranhas-Pleite der noch jungen Saison nicht verhindern. © Nina Cathrin Sulzer
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Die Raubfische bewiesen starke Moral und kämpften sich nach dreimaligen Zwei-Tore-Rückstand zurück. Am Ende springt "nur" ein Punkt heraus.

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Große Enttäuschung bei den Rostock Piranhas. In der Eishockey-Oberliga Nord unterlagen die Raubfische den TecArt Black Dragons Erfurt mit 6:7 (1:2, 3:2, 2:2, 0:1) nach Penaltyschießen. Es war bereits die dritte Niederlage in der vierten Begegnung der noch jungen Spielzeit. "Unser Saisonauftakt war alles andere als optimal", haderte REC-Vizepräsident Christian Trems mit der bisherigen Leistung seines Teams.

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Wie schon bei der Heimpremiere, als die Hanseaten den Hannover Scorpions unterlagen und früh in Rückstand gerateten, landete der erste Schuss im Tor von Goalie Leon Meder (1.). Nur zwei Minuten später schlug auch der zweite Angriff im Rostocker Gehäuse ein. "Diese zwei Gegentore waren unnötig. Sie haben uns das Spiel gekostet", ist sich Trems sicher. Anschließend fanden die Hausherren allmählich in die Begegnung. August von Ungern-Sternberg verkürzte noch vor dem Ende des ersten Drittels auf 1:2 (18.).

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Der zweite Durchgang hatte es in sich. Die Piranhas starteten mit einer Überzahl auf dem Eis, konnten die Überlegenheit jedoch nicht ausnutzen. In der 29. Minute gelang es dann Matthew Pistilli, nach Vorarbeit von John Dunbar und Filip Stopinski den vielumjubelten 2:2-Ausgleich zu erzielen. Vom Treffer beflügelt spielten die Raubfische weiter munter auf Angriff. Von Ungern-Sternberg scheiterte am Erfurter Schlussmann. Stattdessen gingen die Gäste erneut in Führung (32.) und erhöhten in der 35. Spielminute sogar auf 2:4.

Unbeeindruckt vom erneuten Rückstand, ließen die Ostseestädter die Köpfe nicht hängen. Der quirlige von Ungern-Sternberg markierte den Anschluss (36.), ehe Maurice Becker in der 40. Minute der 4:4-Ausgleich gelang. Vorstand Trems lobte den Kampfgeist: "Das ist wirklich positiv."

Gleich zu Beginn des letzten Drittels mussten die Rostocker jedoch einen Rückschlag verkraften. Nachdem REC-Stürmer Tom Pauker für Haken zwei Minuten auf der Strafbank fest saß, gelang es den Black Dragons in Überzahl die erneute Führung zu erzielen und in der 45. Minute sogar auf 4:6 zu erhöhen. "Ich vermisse das körperliche Spiel. Mir fehlen die Checks. Darüber müssen wir mit der Mannschaft reden", meint Trems.

Auch diesmal gaben sich die Piranhas noch nicht auf. Dunbar tankte sich vor das Gäste-Tor und legte auf Stopinski ab, der keine Mühe mehr hatte auf 5:6 zu verkürzen (50.). Die Hausherren blieben hartnäckig und kämpften bis zur letzten Minute. Der Einsatz der Piranhas sollte belohnt werden. August von Ungern-Sternberg behielt die Nerven und brachte den Puck im Erfurter Kasten unter (60.).

In der Overtime gelang es keiner der beiden Mannschaften ein Tor zu erzielen, sodass es ins Shootout ging. Nach jeweils drei Schützen stand es 2:2. Für die Raubfische trafen Pistilli und Dunbar. Der Schuss von REC-Kapitän Gerstung prallte an die Latte. Nachdem die Erfurter vorlegten, schaffte es der sonstige Torgarant Pauker nicht, den Puck im Gehäuse der Gäste unterzubringen. Die Enttäuschung war den Hanseaten ins Gesicht geschrieben.

Am Sonntag reisen die Piranhas zu den Hammer Eisbären. Anbully ist um 18.30 Uhr. "Die Spieler aus Hamm werden top motiviert sein", weiß Trems. Für den Vizepräsident steht fest: "Da sind jetzt schon fast drei Punkte Pflicht, um den Anschluss nicht zu verlieren."

REC: Meder – Gerstung, Becker, Noack, Frick, Seckel, Raab – Voronov, Pistilli, Stopinski, Müller, von Ungern-Sternberg, Morgan, Pauker, Brockelt, Stanley, Dunbar, Schubert, RentschTore: 0:1 Beach (1.), 0:2 Bosas (3.), 1:2 von Ungern-Sternberg (18.), 2:2 Pistilli (29.), 2:3 Schümann (32.), 2:4 Keil (35. – in Überzahl), 3:4 von Ungern-Sternberg (36.), 4:4 Becker (40.) , 4:5 Schüpping (41. – in Überzahl), 4:6 Spister (45.), 5:6 Stopinski (50.), 6:6 Stopinski (60.)Strafminuten: Rostock 8, Erfurt 4