08. Juli 2019 / 19:50 Uhr

Eishockey-Profi Nick Latta am Bass: Der Rockstar der Grizzlys Wolfsburg

Eishockey-Profi Nick Latta am Bass: Der Rockstar der Grizzlys Wolfsburg

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Nick Latta
Nick Latta: Der Grizzlys-Stürmer am Bass - und am Puck. © Boris Baschin (1) / privat (1)
Anzeige

Normalerweise verteilt er auf dem Eis Checks und schießt Tore, doch Eishockey-Profi Nick Latta von DEL-Klub Grizzlys Wolfsburg hat auch noch eine andere Seite. Der Mittelstürmer spielt den Bass in einer Rockband. Jetzt war Premiere für „Southback“.

Anzeige
Anzeige

Erster Auftritt in der Heimat Peiting, Bruder Louis am den Drums

Die Band rockte am Samstag im Wellenfreibad Peiting beim Sommerfest. Peiting – dort stammt Latta her, dort spielte früher sein Vater Ken als Profi, dort hat Latta seine Wurzeln. Als Eishockeyspieler ist er nicht allein in der Band. Sein jüngerer Bruder Louis, ebenfalls ein Kufencrack, spielt auch in der Band – am Schlagzeug. Wie sind sie auf die Idee gekommen, Rockmusik zu machen? „2017 habe ich angefangen, Bass zu lernen, mein Bruder spielt Schlagzeug, seit er vier ist. Den hat sein Lehrer irgendwann weggeschickt, meinte, er könne ihm nichts mehr beibringen.“ Mit Kumpel Felix Huber, der gut Gitarre spielt, „haben wir uns dann mal Ende 2017 zusammengehockt, einen Sänger hatten wir auch, da kam die Idee auf, mal gemeinsam zu spielen.“

Nick Latta rockt

Doch das wurde erst einmal nichts. „Louis spielte Eishockey in Kanada, ich war in Wolfsburg, der Gitarrist studierte in Wien.“ Aufgegeben wurde der Plan nicht. Schließlich half Louis öfter in der Band des Onkels aus. „Doppelherz“ haben regelmäßig Auftritte. Sie spielten auch schon einmal im Wellenfreibad, Man kennt den Kioskbetreiber im Bad, der diese Konzerte anbietet. Und als im Bad der nächste Auftritt von „Doppelherz“ steigen sollte, war die Idee geboren, dort mitzumischen. Latta: „Einen Sänger hatte Southback zu dem Zeitpunkt noch nicht. Der Plan war eigentlich, dass der Onkel bei uns singt, aber dann haben wir kurzfristig mit Manu Sachs noch einen richtig guten Sänger bekommen, konnten als eigene Band auftreten.“

Fünstündige Generalprobe am Tag vor der Premiere

Die Stücke hatten sie fast alle oft geübt. Gemeinsam allerdings reichte es nur für einen Proben-Abend und fünf Stunden am Tag vor dem Konzert. Der Onkel konnte bei seiner Band bleiben. „Southback“ spielen Rock. „Das Konzert war super“, sagt Nick Latta.
 Er wirkte noch ein wenig starr am Bass. „Ich musste mich schon noch enorm konzentrieren. Das wird sich mit mehr Bühnenerfahrung ändern“ meint er. Und die soll es geben. „Ein Auftritt ist für den Sommer noch geplant.“

Fanfest in schwarz-orange: Die Grizzlys feierten mit ihren Anhängern den Saisonabschluss im Wolfsburger Hallenbad. Zur Galerie
Fanfest in schwarz-orange: Die Grizzlys feierten mit ihren Anhängern den Saisonabschluss im Wolfsburger Hallenbad. ©
Anzeige

Auch die Düsseldorfer EG hat einen Top-Musiker

Der Auftritt in Peiting war die Premiere. Was folgt? Ob es für eine Rock-Karriere reicht, ist fraglich. Latta sagt: „Jetzt steht Eishockey im Mittelpunkt. Aber mir macht es Spaß, Ich bleibe dran. Und man soll nie nie sagen.“ Im Eishockey-Oberhaus sind Musiker offenbar nichts Ungewöhnliches. Leon Niederberger von der Düsseldorfer EG sorgt schon für Furore. Mit seinem Debüt-Song landete er gar auf Platz fünf der itunes-Charts. Er geht das Thema Musik sehr ernsthaft an.

Bei den Grizzlys musizierten schon Suchan und Widing

Die DEL rockt. Niederberger in Düsseldorf, Latta in Wolfsburg. Fakt ist: Bei den Grizzlys haben musikalische Talente Tradition. Rainer Suchan war einst ein guter Akustik-Gitarre-Spieler, Stürmer Daniel Widing ging vor einigen Jahren sogar mal bei der Saisonabschlussparty ans Schlagzeug.

Mehr zu den Grizzlys und Nick Latta

ANZEIGE: 50% auf dein Winter-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Wolfsburg/Gifhorn
Sport aus aller Welt