02. September 2019 / 20:32 Uhr

Eishockey: Warum auch weiche Faktoren bei harten Jungs wie Furchner und Co. eine große Rolle spielen

Eishockey: Warum auch weiche Faktoren bei harten Jungs wie Furchner und Co. eine große Rolle spielen

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - Düsseldorfer EG, 25.01.2019,
Die Grizzlys wollen weiter nach vorn: Damit es für Sebastian Furchner und Co. wieder besser läuft, veränderte Wolfsburgs Eishockey-Erstligist etwas - und Bewährtes bleibt. © Boris Baschin
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Hart waren die Fakten der Vorsaison. Drittletzter. Keine Play-Offs. Mit harten Checks wollen sich die Grizzlys in der DEL in dieser Spielzeit besser präsentieren. Dafür, dass das klappen kann, spielen aber auch weiche Faktoren eine Rolle. Über diese weichen Faktoren und mehr spricht Charly Fliegauf, der Manager des Eishockey-Erstligisten, im Interview knapp zwei Wochen vor dem Start.

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Herr Fliegauf, welchen Eindruck haben sie vom neuformierten Team, das auf gut einem Dutzend Positionen und auf Schlüsselpositionen verändert wurde?
Ich kann sagen, dass die Mannschaft sich vom ersten Tag an bereitwillig gezeigt hat, hart zu arbeiten und zu investieren. Die Arbeitseinstellung ist sehr gut, im Sommer wurde sich gut vorbereitet, das haben unter anderem die Tests gezeigt. Wir sind gut durch die Vorbereitung gekommen, hatten wenig Verletzungen.
Hinter den Kulissen wurde einiges verändert? Warum?
Die letzte Saison war für alle nicht so ganz einfach, auch mit vielen Dingen, die man so aus der Vergangenheit mitgelebt hat. Deshalb war für mich wichtig, dass wir den Spielern ein Zeichen geben, wenn sie zurückkommen, dass wir einen neuen Start haben, neues Setup und frischen Wind.
Was wurde gemacht?
Den Look haben wir verändert, es soll ein wenig nach Werkhalle, nach Arbeit aussehen. Unserer Identität entsprechend. Wir haben Partner motivieren können und Sponsoren. Das kann man nicht alleine stemmen und das dauert auch seine Zeit. Das Feedback von den Spielern, die blieben, und auch von den Neuen war durchweg positiv. Alle waren sehr zufrieden wie die Kabinen und der Trakt aussehen und auch mit den zusätzlichen Möglichkeiten, die sich durch die Neugestaltung ergeben haben.

Grizzlys Wolfsburg: Neues Kabinenflair

Grizzlys Wolfsburg: Neues Kabinenflair im Industrial-Look Zur Galerie
Grizzlys Wolfsburg: Neues Kabinenflair im Industrial-Look © Grizzlys Wolfsburg
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Neuer Werbepartner auf der Eisfläche, an den Wänden in der Halle, auf dem Helm – geht das in die vom Aufsichtsrat oft geforderte Richtung, sich auf breitere Füße zu stellen?
Absolut, da muss man unseren Marketingleiter Simon Drühmel die Lorbeeren zukommen lassen. Da war viel Vorarbeit zu leisten, das zieht sich ähnlich wie bei Spielern manchmal Wochen oder Monate hin, man muss Überzeugungsarbeit leisten, da haben wir einen sehr positiven Trend. Nicht nur der sportliche Erfolg ist entscheidend, sondern auch, was man im Stadion anbieten kann. Der Eventcharakter wird immer wichtiger, wir haben investiert in neue Banden, in WLAN, in Komfort für die Fans. Uns da weiterzuentwickeln, ist wichtig. Von der Seite her ist der Sommer gut genutzt worden, es wurde nicht nur, wie man so sagt, in Beine investiert.
Teambuildung mit allen Familien ist auch immer ein wesentlicher Aspekt bei den Grizzlys. Was steht da an?
Das machen wir bewusst kurz vor der Saison, damit alle Familien hier sind. Samt den Frauen und den Kindern geht es in den Heidepark, am Abend im Courtyard Marriott am Allersee, wo wir übernachten werden, gibt es einen Karaoke-Abend, da kann sich jeder mal blamieren, das macht auch mal Spaß. Wir werden ins Badeland gehen – ein Wochenende, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, sich kennenzulernen. Das ist immer eine gute Sache.
Heidepark gab es ja schon mal, das spricht dafür, dass der Wunsch aus den Reihen kam, derer, die schon hier waren.
Ja. Stimmt. Das sagt auch einiges, da haben die Kinder viel Freude dran.

Die Grizzlys bleiben in der Nähe, das hat wahrscheinlich Gründe?
Es ist natürlich nicht so einfach, ein Programm für 80, 90 Personen, so viele sind wir inzwischen, auf die Beine zu stellen, aber Wolfsburg bietet sich dafür auch an – mit dem Badeland, dem Allersee, alles in nächster Nähe zur Eis-Arena. Ich habe schon oft gesagt, das sind sogenannte weiche Faktoren, die mit dafür ausschlaggebend sind, dass man interessante Spieler nach Wolfsburg holen kann. Der Wolfsburger selbst nimmt das vielleicht gar nicht mehr so deutlich wahr, welche Möglichkeiten es hier gibt. Speziell der Allerpark, was es da an Freizeitangeboten gibt, ist großartig. Viele Spieler in der Liga wissen schon, welches Angebot es hier gibt, wenn man hier wohnt. Dennoch ist es gar nicht verkehrt; zu zeigen, was vor Ort geht. Viele der Neuen haben inzwischen auch schon die vielen Angebote der Autostadt genutzt.
Spüren sie das in Spielergesprächen, das man von Wolfsburgs Möglichkeiten gehört hat?
Ja. Wir wissen alle, wenn ein Spieler Familie hat, geht es um Schule, Kindergarten, Wege. Da hört man von Spielern über andere Standorte von Problemchen dort. Da muss ich sagen, sind wir sehr gut aufgestellt. Auch durch die eine oder andere Einrichtung, die uns da behilflich ist, wenn es um Schul- oder Kindergartenplätze geht. Und das ist natürlich für die Spielerfamilien wichtig. Da haben wir in den letzten Jahre viele Schritte nach vorne gemacht und uns Schritt für Schritt verbessert.

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